Sialolithiasis

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Klassifikation nach ICD-10
K11.5 Sialolithiasis

Sialolith
Speichelstein

ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Als Sialolithiasis bezeichnet man die Speichelsteinbildung in Analogie zur Urolithiasis und Cholezystolithiasis, die den Abfluss des Speichels behindert und eine sekundäre Entzündung begünstigt.

Ätiologie und Pathogenese[Bearbeiten]

Speichelsteine

Die Ursache ist noch ungeklärt. Prädisponierend sind metabolische Störungen mit Erhöhung der Calciumkonzentration im Speichel, entzündliche Veränderungen und Sekretabflussbehinderungen. So scheinen bei der Glandula submandibularis der lange und gewundene Verlauf des Ausführungsgangs und das relativ viskose Sekret bei der Entstehung von Speichelsteinen eine Rolle zu spielen. Speichelsteine sind deshalb am häufigsten in der Glandula submandibularis (ca. 83 %), weit seltener in der Glandula parotis (10 %) und in der Glandula sublingualis (7 %) lokalisiert. Lippen und Wange sind bevorzugte Lokalisation von Speichelsteinen der kleinen Drüsen.

Morphologie[Bearbeiten]

Die Steine bestehen aus einer zentralen organischen Matrix mit konzentrischen Anlagerungen, vorwiegend aus Calciumphosphat.

Klinik/Symptome[Bearbeiten]

Es zeigen sich Gangektasie und periduktale Entzündung mit nahrungsabhängiger, oft sehr schmerzhafter Schwellung.

Komplikationen[Bearbeiten]

Sekretabflussbehinderung, aszendierende Entzündung und Fistelbildung in Mundhöhle oder Haut.

Quellen[Bearbeiten]

  • Pfaltz M, Jundt: Mund, Zähne und Speicheldrüsen. In: Pathologie, 3. Aufl. Böcker W, Denk H, Heitz Ph.U (Hrsg.). Elsevier, München-Jena 2004, Seite 653.
 Commons: Sialolithiasis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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