Siberut-Makak

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Siberut-Makak
Systematik
Altweltaffen (Catarrhini)
Familie: Meerkatzenverwandte (Cercopithecidae)
Unterfamilie: Backentaschenaffen (Cercopithecinae)
Tribus: Pavianartige (Papionini)
Gattung: Makaken (Macaca)
Art: Siberut-Makak
Wissenschaftlicher Name
Macaca siberu
Fuentes & Olson, 1995


Der Siberut-Makak (Macaca siberu) ist eine Primatenart aus der Gattung der Makaken innerhalb der Familie der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae). Manchmal wird er mit dem Pagai-Makak als Macaca pagensis siberu zu einer gemeinsamen Art (Mentawai-Makak) zusammengefasst.

Siberut-Makaken sind wie alle Makaken relativ robust gebaut. Das Fell ist dunkel gefärbt, auffällig ist eine weiße Backenbehaarung. Der Schwanz ist wie beim nahe verwandten Schweinsaffen nur ein kurzer Stummel.

Diese Tiere leben ausschließlich auf der indonesischen Insel Siberut, die zu den vor Sumatra gelegenen Mentawai-Inseln gehört. Ihr Lebensraum sind vorrangig die Mangroven- und sumpfigen Regenwälder der Insel.

Verbreitungskarte des Siberut-Makas

Über die Lebensweise ist wenig bekannt. Sie sind wie alle Makaken tagaktiv und halten sich sowohl auf den Bäumen als auch am Boden auf. Sie leben in Gruppen und ernähren sich vorwiegend von Früchten.

Auch aufgrund ihres kleinen Verbreitungsgebietes (ihre Heimatinsel umfasst nur rund 4000 km²) zählen Siberut-Makaken zu den bedrohtesten Vertretern ihrer Gattung. Die Zerstörung ihres Lebensraums hat dazu geführt, dass die Art laut IUCN als „vom Aussterben bedroht“ gilt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Geissmann: Vergleichende Primatologie. Springer-Verlag, Berlin u. a. 2003, ISBN 3-540-43645-6.
  • Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

Weblinks[Bearbeiten]