Sibylle von Anjou

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Sibylle von Anjou (* um 1112; † 1165 in Bethanien) war eine Tochter von Fulko von Jerusalem und Ermengard von Maine und Ehefrau von Wilhelm Clito und Dietrich von Flandern.

1123 heiratet sie Wilhelm Clito, Sohn des Normannen Robert Kurzhose. Sibylle brachte die Grafschaft Maine in die Ehe, die 1124 aus Gründen der Blutsverwandtschaft annulliert wurde. Die Annullierung wurde von Papst Honorius II. auf Geheiß von König Heinrich I., Wilhelms Onkel, durchgeführt. Fulko stellte sich dagegen und stimmte nicht zu bis Honorius ihn exkommunizierte und ein Interdikt über Anjou legte. Sibylle begleitete daraufhin ihren verwitweten Vater ins Heilige Land, wo er Melisende, die Erbin des Königreiches, heiratete und 1131 selbst dort König wurde. 1139 heiratete sie Dietrich von Elsass, den neuen Grafen von Flandern, der auf seiner ersten Wallfahrt ins Heilige Land war.

Sie kehrte mit ihrem Ehemann nach Flandern zurück, und während Dietrich auf dem Zweiten Kreuzzug war, regierte die schwangere Sibylle das Land. Balduin IV., Graf von Hennegau nahm die Gelegenheit wahr und griff Flandern an, aber Sibylle schlug zurück und griff Hennegau an. Als Gegenleistung zerstörte Balduin Artois. 1149 schloss Balduin schließlich Frieden mit Dietrich, als dieser zurückgekehrt war.

1157 reiste Sibylle mit Dietrich auf seiner dritten Wallfahrt, trennte sich aber nach der Ankunft in Jerusalem von ihrem Mann und wollte nicht mit ihm zurückkehren. Sie wurde eine Nonne im Konvent von St. Lazarus in Bethanien, wo ihre Stieftante, Ioveta von Bethanien, Äbtissin war. Ioveta und Sibylle unterstützten Königin Melisende und beeinflussten die Kirche. Sibylle starb 1165 in Bethanien.

Mit Dietrich hatte sie sechs Kinder: