Sigmund Fugger von Kirchberg und Weißenhorn

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Sigmund Fugger von Kirchberg und Weißenhorn. Kolorierter Kupferstich aus Fuggerorum et Fuggerarum imagines, 1618.

Sigmund Friedrich Fugger von Kirchberg und Weißenhorn (* 1542; † 15. November 1600) war Bischof von Regensburg von 1598 bis 1600.

Biografie[Bearbeiten]

Sigismund Friedrich, ein Sohn des Kaufmanns und Humanisten Hans Jakob Fugger (* 1516; † 1575) und der Ursula von Harrach (* 1522; † 1554) wurde am 2. Juli 1598 zum Bischof von Regensburg gewählt. Unter seinen Brüdern, die zum Teil ebenfalls zu geistlichen Würdenträgern ernannt wurden, zählten außerdem Karl und Ferdinand als spanische Obristen und Maximilian als Deutschordenkomtur zu Sterzing. Sigmund übernahm ein durch Kriegslasten und Missernten hochverschuldetes Hochstift. Als Bischof bemühte sich Sigmund Friedrich um die Fortsetzung der Reformarbeit des Bistumsverwesers Jakob Miller, der in den Jahren 1587 bis 1597 für den minderjährigen Regensburger Bischof und Kardinal Philipp Wilhelm Herzog von Bayern das Bistum geleitet und verwaltet hatte. Entsprechend den Reformforderungen des Konzils von Trient wurden die Gläubigen zum häufigen Empfang des Bußsakraments ermahnt, die Einhaltung der Zölibatspflicht der Diözesanpriester überwacht und die Pflicht zur Abhaltung von Glaubensunterweisungen in den Pfarreien des Bistums eingeschärft. Er starb an einem Steinleiden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Buchberger (Hrsg.): 1200 Jahre Bistum Regensburg. Regensburg 1939, S.54.
  • Karl Hausberger: Geschichte des Bistums Regensburg. Band 1: Mittelalter und frühe Neuzeit. Regensburg 1989, S. 329f.
  • Josef Staber: Kirchengeschichte des Bistums Regensburg. Regensburg 1966, S. 128f.
Vorgänger Amt Nachfolger
Philipp Wilhelm von Bayern Bischof von Regensburg
1598–1600
Wolfgang II. von Hausen