Silberspekulation der Brüder Hunt

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Als die größte Silberspekulation wird die Spekulationsblase im Silbermarkt Mitte der 1970er Jahre bis zum Jahr 1980 betrachtet, die insbesondere mit den Brüdern Nelson Bunker Hunt und William Herbert Hunt in Verbindung gebracht wird. Diese kauften im Zusammenspiel mit vermögenden Geschäftsleuten aus Saudi-Arabien riesige Mengen an Silber sowie Silberkontrakten an den Warenterminbörsen und versuchten, den Silbermarkt zu beherrschen. Angelockt durch die steigenden Preise und intensive Berichterstattung in den Medien sprangen immer mehr Anleger auf den Spekulationszug auf und verstärkten den Preisanstieg.

Historischer Silberpreis in US-Dollar

Während dieses Zeitraums stieg der Silberpreis von unter 2 auf 50 US-Dollar pro Feinunze, um anschließend zusammenzubrechen.[1] In den Folgejahren fiel der Silberpreis auf unter 5 US$ pro Feinunze und verharrte auf diesem Preisniveau für über 20 Jahre.

Die ehemaligen Milliardäre Hunt mussten nach dem Zusammenbruch der Spekulation Konkurs anmelden.

Das finanzpolitische Umfeld der 1970er Jahre[Bearbeiten]

Die Silberkäufe der Hunts waren allerdings nicht der einzige Grund, wahrscheinlich nicht einmal der Hauptgrund für den starken Silberpreisanstieg gewesen. Die 1970er Jahre waren gekennzeichnet durch große Verunsicherung der Finanzwelt, Ölkrise, bedrohliche Kriege und Krisen (Jom-Kippur-Krieg, Sturz des Schahs im Iran, Afghanistan-Krieg der UdSSR), den massiven Anstieg der Staatsverschuldung der USA durch den Vietnamkrieg, massive Ausweitung der (Papier-)Geldmenge, hohe Inflationsraten verbunden mit hohen Inflationsängsten und nachfolgend Flucht der Kapitalanleger in Sachwerte. So stieg auch der Goldpreis von 35 US$ im Jahr 1970 auf 850 US$ im Jahr 1980.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stephen Fay: "Great Silver Bubble" Hodder & Stoughton General Division, London 1982, ISBN 034028370X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Silver Fixings. LBMA, abgerufen am 20. Januar 2014 (englisch).
  2. Gold Fixings. LBMA, abgerufen am 20. Januar 2014 (englisch).