Silverius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Silverius (Phantasiedarstellung).

Silverius (* ? in Frosinone; † 2. Dezember 537 auf Ponza), Sohn des Papstes Hormisdas, war von Juni 536 bis zu seinem Rücktritt am 11. November 537 Bischof von Rom. Er wurde vermutlich wie sein Vater in Frosinone in Latium oder einem benachbarten Ort geboren.

Sein Pontifikat war kurz und von vornherein problematisch. Beim römischen Klerus stieß der Subdiakon auf große Vorbehalte. Nach dem Tode von Agapitus I. favorisierte Theodora, die Gattin des byzantinischen Kaisers Justinian I., den zu der Zeit in Konstantinopel lebenden Vigilius als Gegenpapst, weil sie von diesem die Akzeptanz des Monophysitismus erwartete. Theodahad, der König der Ostgoten, dagegen wollte keinesfalls einen mit Konstantinopel verbündeten Papst und setzte Silverius als Papst durch, bevor Vigilius in Rom eintraf.

Im selben Jahr noch wurde Rom vom byzantinischen General Belisar besetzt und Silverius 537 wegen Hochverrats nach Patara in der heutigen Türkei verbannt. An seine Stelle trat Vigilius. Zwar gestattete Kaiser Justinian Silverius schon bald die Rückkehr nach Italien, aber Vigilius verbannte ihn auf die kleine Insel Ponza[1] im Golf von Gaeta (oder nach anderen Quellen Palmarola), wo er am 2. Dezember 537 starb. Der 2. Dezember ist auch sein Gedenktag.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Silverius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hubert Stadler, Hermes Handlexikon Päpste und Konzilien, Econ-Verlag, Düsseldorf 1983, ISBN 3-612-10013-0
Vorgänger Amt Nachfolger
Agapitus I. Papst
536–537
Vigilius