Simeon (Altes Testament)

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Israel-Karte von 1695

Zwölf Stämme Israels

Die Gebiete der 12 Stämme Israels

Simeon (griech.-lat. Transkription von hebr. Schim'on; die verbreitete Form ist der männliche Vorname Simon) ist im Tanach einer der 12 Söhne Jakobs und Stammvater eines der Zwölf Stämme Israels.

Er ist der zweite Sohn Jakobs und Leas nach Ruben. Von ihm wird in den biblischen Erzählungen unter anderem von einem Rachefeldzug mit seinen Brüdern gegen einen kanaanäischen Stadtstaat berichtet, nachdem dessen König seine Schwester Dina vergewaltigt hatte (Gen 34 EU). In der Josefgeschichte wird Simeon von seinem Bruder Josef in Ägypten gefangen gehalten, bis seine Brüder mit Benjamin wiederkommen (Gen 42,24 EU). Später kündete sein Vater ihm vor seinem Tod die Zerstreuung seiner Nachkommen, also den Untergang seines Stammes, an (Gen 49,5–7 EU).

In der pseudepigraphen Schrift der Testamente der zwölf Patriarchen wird ebenfalls auf Simeons Neid und Hass angesprochen. Sein fehlendes Mitleid bereut er zutiefst, denn Mitleid und Erbarmen sind in den Patriarchentestamenten herausragende Tugenden. So mahnt er seine Nachkommen, es ihm nicht gleichzutun.

Den Namen Simeon trugen später auch andere Israeliten. So erwähnt Lk 2,25–35 EU einen Simeon neben der Prophetin Hanna (Lk 2,36–38 EU) in der Erzählung von der Darstellung Jesu im Tempel. Biblische Träger des Kurznamens Simon waren der Jünger Jesu und spätere Apostel Simon Petrus, ein weiterer Jünger Simon (Beiname Zelotes) und der Zauberer Simon Magus (Apg 8,9–25 EU).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]