Simon Lohet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Simon Lohet (Loxhay; * vor 1550 bei Maastricht[1]; † 5. Juli 1611 in Stuttgart) war ein Organist und Komponist der Renaissance.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Lohets Vater war ein gewisser Jean de Liège, deshalb wird auch angenommen, dass Lohet in Lüttich geboren sei. Am 4. September 1551 erhielt Simon Lohet unter Herzog Ludwig den Frommen die Stelle des Organisten der Hofkirche in Stuttgart. Zu Lohets Schülern zählte sein Sohn Ludwig Lohet (1577–1617) und Adam Steigleder (Vater von Johann Ulrich Steigleder), der nach seiner Rückkehr aus Italien kurze Zeit unter Lohet wirkte. Lohet unternahm mehrere Reisen in die südlichen Niederlande (Antwerpen), um bei den dortigen Verlegern die aktuellen Musikalien zu erstehen. Verantwortlich für das Instrumentarium der Hofkapelle, unternahm Lohet 1581 eine Reise nach Venedig, um neu entwickelte Musikinstrumente einzukaufen.[2]

Die einzigen heute bekannten Werke Lohets sind 20 bis zu 35 Takte lange vierstimmige Fugen für Orgel, die Bestandteil der 1617 durch Johann Woltz in Basel veröffentlichten Sammlung Nova musices organicae tabulatura sind.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Genealogische Seite über Lohet
  2. Thierry Levaux: Dictionnaire des compositeurs de Belgique du Moyen Age à nos jours. Art in Belgium, Brüssel 2006, ISBN 2-930338-37-7, S. 401