Simone Jung

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Simone Jung (* 26. April 1967 in Karlsruhe) ist eine deutsche Filmemacherin und Regisseurin mit Schwerpunkt Dokumentarfilm.

Leben[Bearbeiten]

Während des Studiums der Germanistik, Philosophie und Psychoanalyse an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt (Main) sammelt sie erste journalistische Erfahrungen, u. a. beim Jahreszeiten-Verlag in Hamburg, bei der Tele - F.A.Z. in Frankfurt und in der Kulturredaktion im Bereich Hörfunk im Hessischen Rundfunk. In letzterem absolviert sie nach dem Studium ein Redaktions-Volontariat, und es ist ihr anschließend möglich, nahtlos im Fernsehbereich weiterzuarbeiten. Seit 1998 ist sie als freie Regisseurin und Autorin tätig. In einem Autorenteam realisiert sie die erste, längere Dokumentation „Kaufhaus M. Schneider“ (1999) über den Niedergang eines Frankfurter Traditionswarenhauses, es folgen Reportagen über Straftäter und deren Angehörige. Danach widmet sie sich zum ersten Mal in der Sendung „Der Wald“ dem Thema Natur. Da es wenig Schöneres für sie gebe, als in der Natur zu drehen und dem Zuschauer damit möglicherweise ein Bewusstsein für deren Besonderheit zu vermitteln, beschäftigt sie sich mehrfach mit dem Thema. Im Jahre 2003 erhält ihr Magazinbeitrag „Der Mann in den Bäumen“ den Deutschen Kamerapreis (Kategorie Bericht).

In ihren Dokumentationen über Menschen interessiert sie sich vor allem für Grenzerfahrungen und Tabus. So erzählt sie sehr einfühlend über das Leben von Singles in der Großstadt („Allein in der City – Singles und die Einsamkeit“ 2005), altersdemente Senioren („Butterbrötchen um halb fünf“ 2005) und krebskranke Kinder („Datz kennt keine Angst“ 2006). 2009 startete ihr Werk „Königin im Ring“ im Kino.

Filme[Bearbeiten]

  • 2013Die Hassia-Geschichte“ (HR, 45 min.); „Abschied vom Henninger Turm" (HR, 30 min.); „Endlich hören – Die neue Welt der Töne“ (HR, 30 min.)
  • 2012 „Natalie – oder der Klang nach der Stille“ (ARTE, 90 min.)
  • 2011 „Die Asbach Uralt Geschichte – Der Geist von Rüdesheim“ (HR, 45 min.); „Das Glück der Hausfrau“ (ARD, 2 x 45 min.)
  • 2010 „In Flammen – Die Spuren des Feuers“ (ARTE, 45 min.)
  • 2009Königin im Ring“ (ARTE, 90 min.); „Natalie - Mein Weg aus der Stille“ (ARD, 45 min.); „SOS Schweinegrippe – Alptraum oder Panikmache?“ (ARD, 45 min.)
  • 2008 „La Gomera, mon amour“ (ARTE, 30 min.)
  • 2007 „Höchstpersönlich: Günther Maria Halmer“ (ARD, 30 min.)
  • 2006 „Datz kennt keine Angst“ (ZDF, 30 min.); „Ein Single isst niemals allein – Menü zum Kennenlernen“ (HR, 30 min.); „Der Schmerz kam über Nacht – Wie Rheuma das Leben verändert“ (ZDF, 30 min.)
  • 2005 „Butterbrötchen um halb fünf“ (ARD, 75 min.); Der Reinhardswald (ARD, 45 min.); „Allein in der City – Singles und die Einsamkeit“ (ZDF, 30 min.)
  • 2004 „Der einzig wahre Weihnachtsmann“ (ZDF, 30 min.); „Die Muschelpflücker – Im Kampf um die Diva der Brandung“ (ARTE, 45 min.)
  • 2003 „Der Mann in den Bäumen“ (HR, 30 min.)
  • 2002 „Der Soonwald“ (HR, 30 min.); „Bis zum letzten Hemd“ (ZDF, 30 min.)
  • 2001 „Jagdfieber“ (HR, 30 min.); „Der Wald“ (HR, 4 Teile, 30 min.); „Sippenhaft – Angehörige von Straftätern“ (HR, 30 min.)
  • 2000 „Mehr Härte im Knast“ (HR, 30 min.)
  • 1999 „Kaufhaus M. Schneider“ (HR, 30 min.)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2014 Medienpreis – Medizin Mensch Technik, 2. Platz für Endlich hören – Die neue Welt der Töne
  • 2008 Hessischer Film- und Kinopreis für Königin im Ring

Weblinks[Bearbeiten]