Siouxsie Sioux

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Siouxsie auf einem Konzert in New York, 1980

Siouxsie Sioux (* 27. Mai 1957 in Southwark, London; eigentlich Susan Janet Ballion) ist eine britische Musikerin, die vor allem als Sängerin und Songwriterin der Gruppe Siouxsie and the Banshees bekannt ist.

Im Jahr 2007 veröffentlichte sie ihr erstes Solo-Album, "Mantaray". Im Juni 2013 gab sie sie zwei Konzerte in London.

Karriere[Bearbeiten]

Ballion gründete im Alter von 19 Jahren die Gruppe „Siouxsie and the Banshees“, mit der sie 1978 das Debütalbum The Scream und anschließend eine Vielzahl weiterer Tonträger veröffentlichte. 1981 wurde zudem das Projekt The Creatures ins Leben gerufen, bei dem sie ebenfalls als Sängerin fungierte und über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren in unregelmäßigen Abständen Alben und EPs einspielte.

Im Jahr 1996 lösten sich Siouxsie and the Banshees wegen einer Vielzahl von Gründen auf, woraufhin The Creatures zum Hauptprojekt von Siouxsie und ihrem Schlagzeuger/Lebenspartner Budgie erklärt wurden. Das Album Anima Animus veröffentlichte man 1999 auf dem eigenen Label Sioux Records, wie schon die Eraser Cut-EP ein Jahr zuvor.

2002 wurde überraschend dennoch ein kurz währendes Comeback der Banshees organisiert. Dieses überdauerte die internationale Seven-Year-Itch-Reunion-Tour nicht. Das persönliche Verhältnis der beiden Gründungsmitglieder Siouxsie Sioux und Steve Severin war für eine weitere Zusammenarbeit zu sehr belastet.

Auch The Creatures wurden 2004 aufgelöst und so widmet sich Siouxsie nun offiziell ihrer Solokarriere. Diese nahm bereits mit der „An Evening with... Siouxsie“ Tour im Jahr 2004 ihren Anfang. Die Tour wurde mit dem Konzert "Siouxsie Dreamshow" in der Royal Festival Hall erfolgreich abgeschlossen. Von diesem Abschlusskonzert wurde ein Live-Mitschnitt erstellt. Dieser wurde als erste offizielle Solo-Veröffentlichung der Sängerin unter dem Titel "Siouxsie Dreamshow" als DVD-Konzertfilm herausgebracht.

Im Sommer 2006 unterzeichnete Siouxsie einen Vertrag mit dem Label „W14“ (Teil von Universal Records), das von John Williams geleitet wird, mit dem sie bereits Ende der 1980er-Jahre bei Polydor zusammenarbeitete. Ende Juni 2007 gab Siouxsie in einem BBC2-Radiointerview überraschend die Trennung von Budgie bekannt, die beiden sind mittlerweile geschieden.

Siouxsie, FIB Festival, Madrid 2008

Im Jahr 2007 veröffentlichte sie dann erstmals ein Soloalbum mit einer komplett neuen Band. Das MantaRay betitelte Werk wurde auf einem Sublabel der Universal Music Group herausgebracht und wurde von Kritikern überwiegend positiv bewertet.[1] Inhaltlich verarbeitet die Sängerin darin aktuelle Erfahrungen und Gefühle nach ihrer längeren Krankheit und Trennung/Scheidung auf poetische Weise. Musikalisch wird der Kurs, der bereits mit den Konzerten im Rahmen der An Evening with... Siouxsie-Tour und der Siouxsie Dreamshow beschritten wurde, weiter fortgesetzt. Eine Fusion ungewöhnlicher Arrangements der dunklen, experimentellen Sounds der Banshees und Creatures mit Klassik-, Jazz- und Big-Band-Einflüssen.

Im August 2007 erschien eine Vorab-Single zu dem Album mit dem Titel Into a Swan, die man musikalisch am ehesten als eine Art „Industrial-Glam-Rock“ definieren kann. An diese Veröffentlichung schloss sich eine internationale Tour durch Europa und die USA an, wobei oft in kleineren Clubs gespielt wurde. Es wurden des Weiteren mit Here Comes That Day sowie About to Happen zwei weitere Singleauskopplungen veröffentlicht. Bei einem Konzert auf dem Pariser Eiffelturm wurde ein Live-Mitschnitt erstellt, der inzwischen als Live EP mit dem Titel Le Tour Eiffel sowohl als Download, als auch in Teilen als Bonustracks auf der Single About to Happen erhältlich ist.

Neben ihrer Tätigkeit bei Siouxsie and the Banshees und den Creatures arbeitete Sioux außerdem mit Künstlern wie Morrissey an dem Song Interlude (1994), Hector Zazou an dem Song The Lighthouse (1995), John Cale an dem Song Murdering Mouth (1998), Marc Almond an dem Song Threat Of Love (1999) und den Basement Jaxx an dem Song Cish Cash (2003) zusammen. Zuletzt arbeitete Siouxsie zusammen mit dem Filmkomponisten Angelo Badalamenti (u.a. David Lynch-Stammkomponist) an dem Song Careless Love für dessen Soundtrack zu dem John Maybury-Film The Edge of Love (2008).

Am 15. und 17. Juni 2013 gab Siouxsie zwei Konzerte beim Meltdown Festival in der Londoner Royal Festival Hall. Dies waren ihre ersten Konzerte nach fünf Jahren.[2]

Diskografie[Bearbeiten]

Solo-Alben[Bearbeiten]

  • 2007 – MantaRay

Singles[Bearbeiten]

  • 2007 – Into a Swan
  • 2007 – Here Comes That Day
  • 2008 – About to Happen

Features[Bearbeiten]

DVDs[Bearbeiten]

  • 2005 – Siouxsie Dreamshow (Live), London 2004 mit dem Millenia Ensemble Orchestra
  • 2009 – Finale: The Last Mantaray and More Show (Live), London 2008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Siouxsie Sioux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. MantaRay bei Metacritic
  2. Siouxsie – review, Royal Festival Hall, London. The Guardian, abgerufen am 28. Februar 2014.