Sontheimer Höhle
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Sontheimer Höhle | ||
|---|---|---|
|
Weißer Kalksinter Stalagmit |
||
| Lage: | Schwäbische Alb, Deutschland | |
| Geographische Lage: | 48° 26′ 6,2″ N, 9° 41′ 2,8″ O48.435069.684101Koordinaten: 48° 26′ 6,2″ N, 9° 41′ 2,8″ O | |
|
|
||
| Entdeckung: | 1488, erste Erwähnung | |
| Schauhöhle seit: | 1825 | |
| Beleuchtung: | elektrisch | |
| Gesamtlänge: | 530 Meter | |
| Länge des Schau- höhlenbereiches: |
192 Meter | |
Die Sontheimer Höhle, die früher Sontheimer Erdloch genannt wurde, ist eine Tropfsteinhöhle mit einer Länge von 530 Metern. Sie befindet sich in Baden-Württemberg im Weißen Jura Delta in 730 m ü. NN bei Heroldstatt, Gemeindeteil Sontheim, auf der Schwäbischen Alb.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Im Jahre 1488 wurde die Höhle von dem Ulmer Dominikanerprior Felix Fabri das erste Mal beschrieben. Bis ungefähr 1790 hielten Sontheimer Bauern alljährlich am Pfingstmontag ein Höhlenfest ab. Um 1825 wurde das Höhlenfest wieder ausgerichtet, bis in die heutige Zeit, immer am Pfingstsonntag. Seit 1825 wird die Höhle als Schauhöhle genutzt, mit einem Führungsweg von 192 Metern Länge. Anfangs wurde die Höhle mit Pechfackeln beleuchtet, die die vielgestaltigen Tropfstein- und Sinterbildungen schwarz gefärbt haben. Heute wachsen wieder weiße Schichten nach. Im Jahre 1957 wurde dann eine elektrische Beleuchtung installiert. Die durchschnittlichen jährlichen Besucherzahlen liegen in den Jahren 2003 bis 2007 bei 4345, und bei 3277 für das Jahr 2007.[1]
[Bearbeiten] Geologie
Durch ein zwölf Meter hohes Portal betritt man die Höhle, die aus einer Abfolge von Hallen besteht. Das Gefälle der Höhle ist bergwärts gerichtet und führt in eine Tiefe von bis zu 31 Metern. Der Verlauf des Ganges ist deutlich kluftgebunden. Bemerkenswert an der Höhle sind auch die hohen Kamine. Auffällig ist der häufige Profilwechsel. Über Stufen abwärts geht es über kleinere Hallen bis zum tiefsten Punkt der Höhle, der 20 Meter hohen Schlusshalle. Bis zu einer Engstelle, die sich 70 Meter vom Eingang befindet, wird die Höhlentemperatur noch von der Außentemperatur beeinflusst, dahinter herrscht eine konstante Temperatur von 7 °C.
Im vorderen Teil der Höhle wurden von F. Heller im Jahre 1929 pleistozäne Fledermausreste gefunden. In etwa 125 Meter Entfernung vom Eingang wurde bei Grabungen des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg eine alemannische Bestattung mit zwölf Skeletten gefunden. Sie wird auf Ende drittes bis Anfang viertes Jahrhundert datiert.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Hans Binder, Anke Lutz, Hans Martin Lutz: Schauhöhlen in Deutschland. Aegis Verlag, Ulm 1993, ISBN 3-87005-040-3.
- Stephan Kempe: Welt voller Geheimnisse – Höhlen. HB Verlags- und Vertriebs-Gesellschaft, 1997, ISBN 3-616-06739-1 (Reihe: HB Bildatlas Sonderausgabe).
[Bearbeiten] Weblinks
Aggertalhöhle | Altensteiner Höhle | Atta-Höhle | Balver Höhle | Barbarossahöhle | Bärenhöhle | Baumannshöhle | Bilsteinhöhle | Binghöhle | Charlottenhöhle | Dechenhöhle | Dienstedter Karsthöhle | Drachenhöhle Syrau | Eberstadter Tropfsteinhöhle | Einhornhöhle (Harz) | Erdmannshöhle | Goetz-Höhle | Gußmannshöhle | Gutenberger Höhle | Heimkehle | Heinrichshöhle | Herbstlabyrinth | Hermannshöhle (Harz) | Hohler Fels | Iberger Tropfsteinhöhle | Kalkberghöhle | Kittelsthaler Tropfsteinhöhle | Kluterthöhle | Kolbinger Höhle | König-Otto-Tropfsteinhöhle | Kubacher Kristallhöhle | Laichinger Tiefenhöhle | Marienglashöhle | Maximiliansgrotte | Nebelhöhle | Niedaltdorfer Tropfsteinhöhle | Olgahöhle | Osterhöhle | Reckenhöhle | Schellenberger Eishöhle | Schertelshöhle | Schillat-Höhle | Schulerloch | Sontheimer Höhle | Sophienhöhle | Sturmannshöhle | Teufelshöhle bei Pottenstein | Teufelshöhle (bei Steinau) | Tschamberhöhle | Wendelsteinhöhle | Wiehler Tropfsteinhöhle | Wimsener Höhle

