Kubacher Kristallhöhle

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Koordinaten: 50° 28′ 16″ N, 8° 17′ 45″ O

Die Kubacher Kristallhöhle bei Weilburg, Hessen ist eine Klufthöhle im oberdevonischen Kalk. Große Teile der Wände sind mit unzähligen Kalkspatkristallen und Perlsinter besetzt. Der Kristallschmuck der Wände gilt in dieser Form als einzigartig in Deutschland. Mit einer Länge von etwa 200 Metern, einer Breite bis zu 23 Metern und mit bis zu 30 Meter Höhe gilt die Höhle als der größte natürliche untertägige Einzelhohlraum, der in Deutschland zu besichtigen ist. Seine Entstehung ist mit den heutigen Theorien zur Höhlenentstehung noch nicht vollständig erklärbar.

Die Kubacher Kristallhöhle wurde auf ungewöhnliche Weise entdeckt. 1974 wurden vom Höhlenverein Kubach e. V. Suchbohrungen unter Zuhilfenahme einer Kamera durchgeführt, mit dem Ziel, eine Tropfsteinhöhle zu finden. Eine Höhle war 1881 beim Phosphoritbergbau angefahren worden, die genaue Lage war und ist jedoch nicht mehr bekannt. Entdeckt wurden im Frühjahr und Herbst 1974 zwei bisher unbekannte Höhlen, darunter die Kristallhöhle.

Die Kristallhöhle erreicht man über einen 150 Meter langen Stollen. Der Höhenunterschied beträgt etwa 44 Meter. Die Temperatur in der Höhle beträgt konstant neun Grad Celsius, die relative Luftfeuchtigkeit 85 Prozent. Die Höhle wird touristisch genutzt. Regelmäßig werden Führungen durchgeführt. Es besteht die Möglichkeit, die Höhle für Veranstaltungen zu mieten. In der Höhle wird jedes Jahr Halloween gefeiert, gelegentlich werden Konzerte gegeben.

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