Southern Winds

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Southern Winds
IATA-Code: A4
ICAO-Code: SWD
Rufzeichen:
Gründung:
Betrieb eingestellt: 2005
Sitz: Córdoba, ArgentinienArgentinien Argentinien
Mitarbeiterzahl: ca. 800
Flottenstärke:
Ziele: Südamerika, Europa
Southern Winds hat den Betrieb 2005 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Southern Winds war eine argentinische Fluggesellschaft, die in den 1990er und zu Beginn der 2000er Jahren die zweitgrößte Airline des Landes nach Aerolíneas Argentinas war. In die Schlagzeilen geriet sie 2005 vor allem durch einen Drogenskandal, der zur Schließung der Firma geführt hat.

Obwohl die Airline durch die Wirtschaftskrise Argentiniens um die Jahrtausendwende stark angeschlagen war, bot sie ab 2003 als zweite argentinische Fluglinie Interkontinentalflüge nach Spanien an.

Drogenskandal[Bearbeiten]

Im September 2004 wurden zwei Gepäckstücke mit 60 kg Kokain in einem Flug der SW von Buenos Aires nach Madrid gefunden. Die Ermittlungen der argentinischen Behörden führten im Februar 2005 zur Verhaftung mehrerer Mitarbeiter der Fluglinie, denen vorgeworfen wurde, ein ausgeklügeltes Drogenschmuggel-System zu betreiben. Auch SW-Gründer Juan Maggio wurde von den Behörden verhört, jedoch aus Mangel an Beweisen einer Verwicklung in den Skandal zunächst auf freien Fuß gesetzt. Der Prozess führte zu einer dramatischen Verschlechterung der Situation der Fluglinie, die nur noch wenige Ziele in Argentinien anflog und ihre Flüge nach Europa und in die USA eingestellt hat. Im Juli 2005 wurde die Linie an ein Gastronomieunternehmen aus Ushuaia verkauft. Die Zukunft der Airline ist jedoch weiterhin unklar.

Ende 2005 stellte Southern Winds den Flugbetrieb ganz ein, als das einzige verbliebene Flugzeug wegen eines Defektes repariert werden musste. Danach war sie vor allem durch die Proteste der Angestellten in den Schlagzeilen. Obwohl die Airline bereits längere Zeit nicht mehr operiert und bereits mehrere Verhandlungen um ihren Verkauf oder Zerschlagung stattfanden, die allerdings scheiterten, existiert sie rechtlich weiterhin, ihre Zukunft ist unklar.

Quellen[Bearbeiten]