St. Georg (Sélestat)

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Vierungsturm und südliches Querhaus mit romanischen Seitenportal
Der Kirchturm
Blick durch das Kirchenschiff auf die Orgel

Die Sankt-Georgs-Kirche von Schlettstadt (Église Saint-Georges de Sélestat) ist eine der größten und imponierendsten gotischen Kirchen des Unterelsass (Bas-Rhin).

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Kirche wurde 1230 bis 1490 von Straßburger Dombaumeistern im Stile französischer Kathedralen über Fundamenten eines karolingischen Vorgängerbaus und unter Einbeziehung eines romanischen Portals errichtet.

Das Gebäude trug äußerlich und innerlich schwere Schäden durch die Französische Revolution und den Zweiten Weltkrieg davon, durch die sie zahlreiche Skulpturen, Glasfenster und den Lettner einbüßte.

Die Kirche wurde mehrfach restauriert und befindet sich gegenwärtig in einem befriedigenden Zustand.

Ausmaße[Bearbeiten]

Die bekannten Ausmaße sind wie folgt:[1]

  • Außenlänge: 64,85 m
  • Höhe des Mittelschiffs: 20 m
  • Innenbreite gesamt: 18,70 m
  • Länge des Chors: 21,85 m
  • Höhe des Fassadenturms: 60 m

Ausstattung[Bearbeiten]

Die erhaltene Ausstattung (früh- bis spätmittelalterliche Bleiglasfenster im Chor, gotische Wandmalereien und barocke Kanzel mit Samson als Träger im Langhaus, große Rinkenbach-Orgel von 1896 über dem Eingang) gilt regional als erstrangig. Die Turmuhr ist ein Werk von Jean-Baptiste Schwilgué. Das Geläut besteht aus vier Glocken aus den Jahren 1879 und 1924 in den Schlagtönen c1, e1, g1 und a1.[2]

In der Sankt-Georgs-Kirche befindet sich die Grabstätte des Humanisten Beatus Rhenanus, dessen Privatbibliothek heute in der Humanistenbibliothek zu bewundern ist.

Die Orgel wurde 1896 von dem Orgelbauer Martin Rinckenbach erbaut. Sie ersetzte ein Instrument, das 1768 von Andreas Silbermann erbaut worden war, und 1896 an die Dominikaner-Kirche in Colmar verkauft wurde. Die Orgel hatte ursprünglich 43 Register (mit Barker-Maschinen in der Grand Orgue). 1952 wurde die Disposition geringfügig durch den Orgelbauer Georg Schwenkedel verändert. Zuletzt wurde das Instrument durch Alfred Kern restauriert.[3]

I Grand Orgue C–d3
Principal 16'
Bourdon 16'
Principal 8'
Bourdon 8'
Flûte majeure 8'
Prestant 4'
Flûte 4'
Nasard 22/3'
Doublette 2'
Cornet V (D)
Mixture III-IV 11/3'
Cymbale III
Basson 16'
Trompette 8'
Clairon 4'
II Positif C–g3
Quintaton 16'
Lieblich gedackt 8'
Salicional 8'
Prestant 4'
Flûte 4'
Nasard 22/3'
Doublette 2'
Tierce 13/5'
Cymbale III 2/3'
Cromorne 8'
Tremblant doux
III Récit expressif C–g3
Rohrfloete 8'
Salicional 8'
Geigenprincipal 8'
Voix céleste 8'
Floete traverse 4'
Doublette 2'
Basson 16'
Trompette solo 8'
Basson-Musette 8'
Voix humaine 8'
Tremblant
Pédale C–f1
Soubasse 16'
Flûte 16'
Principalbass 8'
Flûte 8'
Violoncelle 8'
Flûte 4'
Bombarde 16'
Trompette 8'
  • Koppeln: II/I, III/I, I/P, II/P, III/P

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. L'église gothique Saint-Georges XIII - XIV et XVème siècles (Französisch)
  2. [1]
  3. Nähere Informationen zur Orgel

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St. Georg (Sélestat) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.267.4566666666667Koordinaten: 48° 15′ 36″ N, 7° 27′ 24″ O