Stadtpfarrkirche St. Georg (Freising)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Stadtpfarrkirche St. Georg ist die zentrale Pfarrkirche in Freising, die nördlich des Dombergs nahe dem Marienplatz liegt.
[Bearbeiten] Geschichte
Ab 1250 wurde die Seelsorge für die Stadt Freising vom Domberg in das Moosachtal auf einen Vorgängerbau der heutigen Georgskirche übertragen. Die heutige Kirche wurde im Jahr 1440 im spätgotischen Stil errichtet. Der 84 Meter hohe Westturm mit der Laternenkuppel, den man von Mai bis Oktober jeden Samstagnachmittag bis zur Balustrade besteigen kann, entstand von 1679 bis 1689 nach Plänen von Antonio Riva und gilt als der höchste Barockturm nördlich der Alpen. Die seelsorgerischen Aufgaben der aufgelösten Stiftspfarreien St. Andreas und St. Veit wurden 1837 St. Georg übertragen. Im 19. Jahrhundert wurde die Pfarrkirche neugotisch ausgestattet. Bis zum Jahr 2003 wurde die Kirche in der Fassung von 1497 restauriert. Der moderne Lamellenaltar, auf den eine Abbildung des nicht mehr vorhandenen gotischen Hochaltars geätzt ist, stammt vom Künstlerpaar Lutzenberger aus Bad Wörishofen.
[Bearbeiten] Glocken
Die Stadtpfarrkirche besitzt seit dem Jahr 1948 ein vierstimmiges Durgeläute aus Bronze mit der Schlagtonlinie c1–d1–e1–g1. Die Glocken d1, e1 und g1 wurden von Czudnochowsky in Erding gegossen. Die große c1-Glocke von Johann Gordian Schelchshorn im Jahr 1591. Darüber hinaus befindet sich noch eine kleine Sterbeglocke mit 105 kg aus dem Jahr 1694 im Turm, die allabendlich zum Abschluss des Angelusläuten zum Totengedenken erklingt.
Am Samstag um 15 Uhr wird mit den drei "neuen" Glocken d1–e1–g1 für fünf Minuten der Sonntag eingeläutet.
[Bearbeiten] Weblinks
48.40083333333311.743055555556Koordinaten: 48° 24′ 3″ N, 11° 44′ 35″ O

