Stausee Ottenstein

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Stausee Ottenstein
Luftaufnahme der Staumauer; links unten im Bild das Umspannwerk welches über dem Krafthaus liegt
Luftaufnahme der Staumauer; links unten im Bild das Umspannwerk welches über dem Krafthaus liegt
Lage: Niederösterreich
Zuflüsse: Kamp
Stausee Ottenstein (Niederösterreich)
Stausee Ottenstein
Koordinaten 48° 35′ 50″ N, 15° 19′ 10″ O48.59722222222215.319444444444Koordinaten: 48° 35′ 50″ N, 15° 19′ 10″ O
Daten zum Bauwerk
Höhe des Absperrbauwerks: 69 m
Kraftwerksleistung: 48.000 kW
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 490 m ü. A.
Wasseroberfläche 4,3 km²dep1
Speicherraum 73 Mio m³

Der Stausee Ottenstein ist der oberste der drei Kampstauseen im niederösterreichischen Waldviertel. Darunter liegen der Stausee Dobra und der Thurnberger Stausee.

Hinter der 69 m hohen Gewölbestaumauer wird das Wasser des Kamps aufgestaut. Bei Vollstau beinhaltet der Stausee 73 Millionen m³ Wasser. Die Wasserfläche beträgt dann 4,3 km² und reicht bis zum Stift Zwettl.

Das Rückstaugebiet liegt zum Teil auf dem während der NS-Zeit entvölkerten Truppenübungsplatz Allentsteig. Der Stausee wurde von der EVN in den 1950er Jahren errichtet und dient als Oberbecken für das am 6. Juli 1957[1] eröffnete Speicherkraftwerk Ottenstein. Das Kraftwerk wird heute durch die evn naturkraft betrieben.[2]

Im Maschinenhaus sind vier Francis-Turbinen mit einer Nennleistung von je 12 MW installiert. Der Nenndurchfluss beträgt insgesamt 100 m³/sek. Das abgearbeitete Wasser fließt direkt in den Dobra-Speicher ab. Weiters bestehen 2 Pumpen mit einer Leistung von je 9 MW die das Wasser vom Speicher Dobra wieder in den Stausee Ottenstein pumpen können.[3]

Über dem Stausee liegt die Burg Ottenstein und die Ruine Lichtenfels. Der Stausee selbst belebt den Tourismus der Region. So sind sportliche Betätigungen möglich. Auch Erholungsheime sind angesiedelt.

In die Schlagzeilen ist der Stausee beim Hochwasser 2002 gekommen, da durch möglicherweise falsches Ablassen das Hochwasser begünstigt worden sein soll. Es wurde aber niemandem ein schuldhaftes Vorgehen nachgewiesen.

Kamplauf
Staumauer des Kraftwerks Ottenstein bei Nacht
Staumauer des Kraftwerks Ottenstein mit dem Krafthaus, in welchem die Pumpen und Turbinen untergebracht sind

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Kampkraftwerk Ottenstein vollendet. In: Arbeiter-Zeitung, 2. Juli 1957, S. 3, Spalte 2 oben.
  2. Internetseite der evn naturkraft mit der Liste der Kraftwerke
  3.  Zemanek Friedrich et al:: Wasserkraft in Niederösterreich –erneuerbare Energie für Mensch und Umwelt. In: EVN Wasser, Maria Enzersdorf, EVN-AG Energie-Versorgung Niederösterreich. IDN: 499886 / IDA: GRWA-3066, Nr. 1. Aufl., 2003, S. 27 S. : Ill., graph. Darst..

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stausee Ottenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien