Sylvester Boettrich

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Sylvester Boettrich, auch Böttrich (* ?; † 1940) war im Ersten Weltkrieg Direktor der türkischen Feldeisenbahn.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Im Ersten Weltkrieg diente Boettrich als königlich preußischer Major. In Friedenszeiten war er als türkischer Oberstleutnant zunächst Chef der Eisenbahn-Abteilung im osmanischen Generalstab, im Krieg dann Chef der türkischen Feldeisenbahn.[1] Außerdem war er Mitglied der deutschen Militärmission in der Türkei. Er unterzeichnete am 16. Oktober 1915 einen Befehl,[2] der die Entlassung und darauf folgende Deportation Tausender beim Bau der Bagdadbahn eingesetzten Armenier genehmigte,[3] und der damit zum Völkermord an den Armeniern beitrug.[4][5][6] Dieser Befehl erfolgte gegen den Widerstand der deutschen Bahngesellschaft.

Nach seiner Rückkehr aus der Türkei war Boettrich Bataillonskommandeur des 30. Infanterieregiments.

Boettrich starb 1940 im Rang eines Oberstleutnant a.D..

[Bearbeiten] Orden und Ehrenzeichen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Klaus Wolf: Gallipoli 1915. Das deutsch-türkische Militärbündnis im Ersten Weltkrieg, 2008, Seite 237 (Auszug)
  2. Martin Tamcke: „Dich, Ararat, vergesse ich nie!“ Neue Beiträge zum Schicksal Armeniens, 2006, Seite 77 (Digitalisat)
  3. Die Bagdadbahn
  4. Huberta von Voss: Porträt einer Hoffnung - die Armenier. Lebensbilder aus aller Welt, 2005, Seite 82 (Digitalisat)
  5. Gerhard Hirschfeld: Enzyklopädie erster Weltkrieg, 2008, Seite 343 (Digitalisat)
  6. Vahakn N. Dadrian: The history of the Armenian genocide, 2004, Seite 261 (Digitalisat (engl.))
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