Syntex

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Laboratorios Syntex SA war eine pharmazeutische Firma, die Russell Earl Marker 1944 in Mexiko-Stadt mitgründete, um therapeutische Steroide (Progesteron, Cortison) aus mexikanischer Yamswurzel herzustellen. Syntex wurde 1994 von der Roche Gruppe vollständig übernommen und integriert.

Syntex Pharm AG[Bearbeiten]

Die Syntex Pharm AG (Syntex Pharm Ltd, Syntex Pharm SA), mit Sitz bei Roche Diagnostics International AG in Steinhausen, ZG ist eine Vertriebsfirma für Pharmaprodukte.[1]

Forscher[Bearbeiten]

Wissenschaftler, die im Laufe des Bestehens des Unternehmens dort forschten waren unter anderem:

  • Russell Earl Marker. Er hat die Firma 1945 verlassen und nahm seine Notizbücher über Progesteron mit, im Streit über Finanzen und finanziellen Ausgleich.
  • George Rosenkranz. Er hatte an der ETH Zürich studiert und leitete pharmazeutische Forschung in Kuba. Er kam zu Syntex, um Marker zu ersetzen und stellte Djerassi an.
  • Carl Djerassi. Er kam 1949 zu Syntex als Associate Director der chemischen Forschung. Er beaufsichtigte die erste Synthese von Norethindron, des ersten oral aktiven Progestins, der zur Entwicklung von einem der ersten oralen Antikonzeptika führte.
  • Luis E. Miramontes. Er kam 1950 von der UNAM zu Syntex, als Forscher unter der Leitung von Djerassi. Ihm gelang die erste Synthese eines mündlich aktiven Progestins (15. Oktober 1951). Dieses Steroid war Alpha-Ethynyltestosteron, mit generischen Namen Norethisteron oder Norethindron, das zur Entwicklung von einigen der ersten oral verabreichten Empfängnisverhütungsmitteln führte.

Antibabypille[Bearbeiten]

Syntex initiierte pharmakologische und pharmakinetische klinische Untersuchungen in Madison, Wisconsin. Es zeigte sich, das es das aktivste, oral verabreichte Progesteron seiner Zeit war. Syntex reichte im November 1951 diese Erfindung zur Patentierung ein. Im August 1953 reichte G.D. Searle and Company Laboratories, einer der Konkurrenten, ein Patentgesuch für Synthese von Norethynodrel, ein Norethindron-Isomer ein. Die Synthese erfolgte unter säurehaltigen Bedingungen, und verletzte somit das Patent von Syntex nicht.

Searle erhielt ihr Patent noch vor Syntex. Bis 1964 teilten sich drei Firmen, einschliesslich Syntex, den Markt für Antibabypillen auf.

Literatur und Referenzen[Bearbeiten]

  • Carl Djerassi: Steroids Made It Possible, American Chemical Society, Washington DC, 1990.
  • Carl Djerassi: Steroids, 1994 January, 59(1):58-9.
  • Carl Djerassi: This Man's Pill: Reflections on the 50th Birthday of the Pill, Oxford University Press, 2001.
  • Lara V. Marks: Sexual Chemistry: A History of the Contraceptive Pill, Yale University Press, New Haven CT, 2001.
  • Max F. Perutz: I Wish I’d Made You Angry Earlier: Essays on Science, Scientists, and Humanity, Cold Spring Harbor Laboratory Press, 1997.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag der «Syntex Pharm AG» im Handelsregister des Kantons Zug