Syrinx

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Syrinx (Begriffsklärung) aufgeführt.
Nicolas Poussin, Pan und Syrinx

Syrinx (Σύριγξ) ist in der griechischen Mythologie der Name einer für ihre Keuschheit bekannten Nymphe, Tochter des Flussgottes Ladon, Begleiterin der Artemis.

In den Metamorphosen von Ovid (1. Buch, Vers 689–713) verschmäht die Nymphe Syrinx die Liebe Pans. Auf der Flucht vor ihm wird sie auf ihr Bitten hin am Fluss Ladon in Schilfrohr verwandelt. Als der Atem des frustrierten Gottes durch das Schilf streicht, entsteht ein ergreifender Klang. Pan schnitt sich daraufhin Schilfrohr und fertigte sich mit Hilfe von Wachs die Syrinx genannte Hirtenflöte (Panflöte) und spielte auf ihr seine Lieder.

Abgeleitet davon ist der wissenschaftliche Name des Stimmkopfes der Vögel, der ähnlich wie eine Orgelpfeife (oder eben Hirtenflöte) funktioniert. Er liegt bei den meisten Arten an der Gabelung zwischen Luftröhre und Bronchien und enthält schwingungsfähige Membranen, womit die Vögel singen.

Claude Debussy komponierte 1913 unter dem Titel Syrinx ein Stück für Querflöte solo, das hohe Ansprüche an den Interpreten stellt. Der griechische Mythos liegt außerdem dem 1917–18 komponierten Orchesterstück Pan og Syrinx (Pan und Syrinx) op.49 (FS 87) des dänischen Komponisten Carl Nielsen zugrunde. Auch die kanadische Rockband Rush hat den Namen im zweiten Teil ihres 1976 veröffentlichten Opus 2112 verarbeitet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Syrinx – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien