Tacuarembó (Stadt)

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Tacuarembó
-31.717222222222-55.982777777778137Koordinaten: 31° 43′ S, 55° 59′ W
Karte: Uruguay
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Tacuarembó

Tacuarembó auf der Karte von Uruguay

Basisdaten
Staat UruguayUruguay Uruguay
Departamento Tacuarembó
Stadtgründung 27. Januar 1832 durch Bernabé Rivera
Einwohner 54.757 (2011)
Stadtinsignien
Flag of None.svg
Detaildaten
Höhe 137 m
Postleitzahl 45000[1]
Vorwahl +063
Zeitzone UTCUTC-3
Stadtvorsitz Wilson Ezquerra
Plaza 19 de Abril in Tacuarembó
Plaza 19 de Abril in Tacuarembó
Kathedrale von Tacuarembó

Tacuarembó ist eine Stadt in Uruguay. Sie ist die Hauptstadt des Departamento Tacuarembó.

Lage[Bearbeiten]

Sie liegt im zentralen Norden des Landes. Die Entfernung zur südlich gelegenen Landeshauptstadt Montevideo beträgt 390 Kilometer.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde am 27. Januar[2] 1832 von Bernabé Rivera[3] als Villa de San Fructuoso gegründet und am 17. Juni 1912 in Tacuarembó umbenannt.

Einwohner[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2011 betrug die ermittelte Einwohnerzahl 54.757, davon 26.332 männliche und 28.425 weibliche[4], nachdem 2004 noch 51.224 und 1996 lediglich 45.891 Einwohner zu verzeichnen waren.[5]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1963 1975 1985 1996 2004 2011
Einwohner 28.182 (?) 37.692 40.511 45.891 51.224 54.757

Quelle: Instituto Nacional de Estadística de Uruguay[6][7]

Bedeutung des Namens[Bearbeiten]

Tacuarembó hat als einzige Stadt in Uruguay einen Namen aus der Guaraní Sprache. Diese Namensgebung bezieht sich auf die vielen Schilfarten, die reichlich in der Gegend vorkommen.

Verkehr[Bearbeiten]

Tacuarembó ist über die im Stadtgebiet aufeinandertreffenden Rutas 5 und 26 erschlossen. Ferner liegt die Stadt an der Bahnstrecke Montevideo – Rivera, die aber nicht für den Personenverkehr genutzt wird. Zudem hat man durch den im Südosten der Stadt befindlichen Flughafen Tacuarembó Anschluss an den Flugverkehr.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Museo del Indo y del Gaucho in Tacuarembó stellt Kunstsammlungen der Indianer und der Gauchos sowie Waffen- und Handwerkzeugsammlungen aus. In der Stadt befindet sich zudem die Kathedrale von San Fructuoso (Catedral de San Fructuoso), deren Grundsteinlegung am 29. Juni 1899 erfolgte. Seit dem 3. November 1960 hat hier die Diözese von Tacuarembó ihren Sitz[8].

In der zweiten März-Woche eines jeden Jahres findet in Tacuarembó ein großes Festival der Gaucho-Kultur, die sogenannte Fiesta de la Patria de Gaucho, statt, das eines der größten seiner Art in Südamerika ist.[9]

Sport[Bearbeiten]

Der Tacuarembó FC spielte bis zur Saison 2010/2011 und erneut ab der Spielzeit 2014/15 in der Primera División. Die Heimspiele der Mannschaft werden im Estadio Raúl Goyenola ausgetragen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Carlos Gardel
  • Gustavo Alamón (* 1935), Künstler
  • Washington Benavidez (* 1930), Schriftsteller
  • Ángel Brunell (* 1945), Fußballspieler
  • Wilson Ezquerra (* 1958),r Politiker, Hochschullehrer, Fußballfunktionär und Unternehmer
  • Víctor Licandro (1918–2011), General und Politiker
  • Adrián Luna (* 1992), Fußballspieler
  • Jorge Majfud (* 1970), Schriftsteller
  • Richard Mascarañas (* 1979), Radrennfahrer
  • Ildefonso Pereda Valdés (1899–1996), Schriftsteller
  • Andrés Silva (* 1986),r Leichtathlet
  • Amalia Zaldúa (* 1927), Chorleiterin
  • Circe Maia (* 1932 in Montevideo,), Schriftstellerin, wuchs in Tacuarembó auf und unterrichtete später auch dort
  • Die Tango-Legende Carlos Gardel (* 1890 (Toulouse) oder zwischen 1883 und 1887 (Tacuarembó); † 24. Juni 1935) gab als Geburtsort die Stadt Tacuarembó, in Valle Edén, an. Allerdings ist höchst umstritten, ob er tatsächlich dort geboren wurde oder aus Frankreich stammt (und durch die anderslautende Angabe der Einberufung zum französischen Militärdienst zu entgehen versuchte).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tacuarembó – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Postleitzahlenverzeichnis der uruguayischen Post
  2. Informationen zur Stadtgeschichte auf www.tacuy.com.uy (spanisch)
  3. Eintrag in der Encyclopaedia Britannica
  4. Statistische Daten des Instituto Nacional de Estadística de Uruguay, abgerufen am 23. September 2012
  5. Statistische Daten des Instituto Nacional de Estadística de Uruguay (PDF; 639 kB)
  6. Statistische Daten des Instituto Nacional de Estadística de Uruguay 1963–1996 (DOC; 58 kB)
  7. Statistische Daten des Instituto Nacional de Estadística de Uruguay – Stand 2004 (MS Excel; 38 kB), abgerufen am 24. Oktober 2010
  8. Informationen zur Kathedrale auf www.tacuy.com.uy (spanisch)
  9. Informationen auf www.discoveryuruguay.com