Tepoztlán

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Tepoztlán
Tepoztlan.JPG
Basisdaten
Staat: Mexiko
Bundesstaat: Morelos
Höhe: 1700 m
Einwohner: 36.145 (2005)
Fläche: 242.646 km²
Zeitzone: UTC-6
Postleitzahlen: 62520 - 62529
Telefonvorwahl: (+52) 739
Offizielle Website: www.tepoztlan.gob.mx
Stadtpräsident: Efrén Villamil Demesa (PRD)
18.985-99.1Koordinaten: 18° 59′ N, 99° 6′ W
Karte: Mexiko
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Tepoztlán

Tepoztlán ist eine Stadt im mexikanischen Staat Morelos im Herzen des Tepotzlán-Tales, rund 75 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt gelegen. Der Ort zählt seit 2002 zu den Pueblos Mágicos.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name "Tepoztlán" kommt aus dem Nahuatl und leitet sich von den Worten "Tepoztecatl" (= aztekische Gottheit) und "tlan" (nahe) ab, bedeutet also: "nahe bei Tepoztécatl". Er steht auch im Zusammenhang mit einer präkolumbischen Pyramide, El Tepozteco. Diese wurde zwischen 1150 und 1350 erbaut und liegt auf 2.000 m Höhe oberhalb von Tepoztlán. Diese Pyramide ist das Symbol für die nie vollendete Unterwerfung der Mexica-Stämme durch die spanischen Eroberer, die im Jahre 1522 in Tepoztlán ankamen.

Geographie[Bearbeiten]

Das Zentrum Tepoztláns liegt von Bergen eingeschlossen auf einer Höhe von 1.400 Metern und hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 18° C. In diesem subtropischen Klima gedeihen über das ganze Jahr vielerlei exotische Früchte. Der Ort wurde als Pueblo Mágico (deutsch: Magischer Ort) ausgezeichnet. Die Gemeinde selbst erstreckt sich über Hochwälder von über 2000 Metern bis in fast tropische Niederungen mit Trockenzonen (la Obrera) von nur 1100 Metern. Entsprechend vielfältig sind Vegetation und Fauna. Die Regenzeit dauert von Juni bis Oktober.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der 240 Quadratkilometer große Nationalpark verfügt über eine Artenvielfalt, die in seiner Lage von 1.500 bis 2.900 Metern über dem Meeresspiegel begründet ist. Neben den subtropischen Ebenen gibt es auch zerklüftete Täler und unzugängliche Felshöhen.

Tepoztlán

Die archäologisch interessante Zone mit dem Tepozteco, einer zwischen 1150 und 1350 erbauten, auf 2.000 Metern Höhe liegenden Pyramide, wird von aus ganz Mexiko herreisenden Pilgern besucht. Dazu müssen sie einen mühevollen und gefährlichen Aufstieg über 430 Meter Höhenunterschied überwinden. Die Pyramide ist das Symbol für die nie vollendete Unterwerfung der Mexica-Stämme durch die spanischen Eroberer. Ausgeprägt ist diese auf vorspanischer Zivilisation beruhende Eigenart besonders im sozialen Leben: Fremde werden zwar als Besucher willkommem geheißen, werden aber nicht in überlieferte Gebräuche eingeweiht oder als gleichberechtigte Nachbarn akzeptiert. Ein sozialistisch erscheinendes Modell der gemeinsamen Bodenbestellung und des gemeinsamen Grundbesitzes, dessen Regulierung auf monatlicher Versammlung Aller beruht, gab das Modell für die mexikanische Revolution ab: das Land dem, der es bearbeitet; das System der ejidos. Des Weiteren war Tepoztlán die Winterresidenz der mexikanisch-aztekischen Herrscher.

Auf dem Markt vor und neben der Kathedrale werden außer regionalen Speisen und Getränken auch Heilpflanzen und Heilfrüchte angeboten, für die Tepoztlán bekannt ist und die zum größten Teil von indianischen Naturheilern (Curanderos) direkt vor Ort angewandt werden.

Im Seitental des Chalchihuitl wurden angeblich seit langem unbekannte Flugobjekte (mit Fotos und Augenzeugen) gesichtet. Die Schamanen führen dies als Beweis ihrer Abstammung von Tlaloc, dem Gott der Wolken und des Wassers, an.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Museo y Centro de Documentación Histórica de Tepoztlán und der Karneval von Tepoztlán.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tepoztlán – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien