Tha Chin

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Dieser Artikel behandelt den Fluss Tha Chin. Zur Stadt, die früher Tha Chin hieß, siehe Samut Sakhon
Tha Chin
แม่น้ำท่าจีน

Makhamthao-Fluss / Suphan-Buri-Fluss / Chaisi-Fluss
Chaophrayarivermap.png
DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Zentralthailand
Flusssystem Chao Phraya
Ursprung Abzweigung vom Chao Phraya bei Chainat
15° 13′ 33″ N, 100° 4′ 44″ O15.225722222222100.07875
Mündung Golf von Thailand bei Samut Sakhon13.513166666667100.274277777780Koordinaten: 13° 30′ 47″ N, 100° 16′ 27″ O
13° 30′ 47″ N, 100° 16′ 27″ O13.513166666667100.274277777780
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 765 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 13.681 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Touristenboote auf dem Tha Chin bei Nakhon Chaisi

Touristenboote auf dem Tha Chin bei Nakhon Chaisi

Der Maenam Tha Chin (Thai: แม่น้ำท่าจีน - gesprochen: [mɛ̂ː náːm tâː ʤiːn], etwa: Fluss des chinesischen Hafens) ist ein Fluss in Zentral-Thailand. Er hat viele Namen:

Einige Kilometer südlich von Samut Sakhon mündet er in den Golf von Thailand.

Das Einzugsgebiet des Tha Chin ist ein Gebiet von 13.681 km² Fläche, es ist Teil des Einzugsgebiets des Chao Phraya.[1]

Wasserstraßen-System[Bearbeiten]

Der Tha Chin wurde schon früh durch künstlich gegrabene Kanäle (Khlongs) mit dem restlichen Netzwerk der Wasserstraßen in Zentral-Thailand verbunden:

  • Der „Khlong Yong“ führt genau in Ost-West-Richtung von Nonthaburi zum Tha Chin. Er wurde bereits in der Ayutthaya-Periode erbaut.
  • Der „Khlong Mahasawak“ beginnt am Khlong Bangkok Noi genau auf der heutigen Grenze zwischen der Bangkok Metropolis und der Provinz Nonthaburi. Er führt ebenfalls fast genau in Ost-West-Richtung parallel zur Eisenbahnstrecke von Bangkok nach Süd-Thailand bis er einige Kilometer nördlich von Nakhon Chai Si in den Tha Chin mündet. Er wurde im Jahr 1860 von chinesischen Lohnarbeitern gegraben. Er ist 676 Sen (etwa 27,04 km) lang, 7 Wa (etwa 14 m) breit und 6 Sok (etwa 3 m) tief. Er wurde vom König in Auftrag gegeben, um den Transport von Zuckerrohr und Reis von Nakhon Chai Si zur Hauptstadt zu beschleunigen, und um das anliegende Land zu kultivieren.
  • Der „Khlong Phasi Charoen“ beginnt im Distrikt (Khet) Thonburi in Bangkok, wo er direkt in den Khlong Bangkok Yai mündet. Er führt in südwestlicher Richtung, bis er bei Ban Bang Yang ( Provinz Samut Sakhon) in den Tha Chin mündet. Er wurde 1865 in der Regierungszeit von König Mongkut (Rama IV.) im Auftrag des chinesischen Opium- und Zuckerrohr-Farmers Phra Phasi Sombatboribun gegraben. Der Kanal war seinerzeit unter dem Namen Prakat Khut Khlong Phasi Charoen bekannt und diente zunächst dem Transport der landwirtschaftlichen Erzeugnisse seines Auftraggebers. Später durften alle Boote diese Wasserstraße benutzen, sie mussten allerdings einen Wegezoll bezahlen.
  • Dort, wo von Osten kommend der Khlong Pasi Charoen in den Tha Chin mündet, beginnt etwa in der gleichen Höhe am westlichen Ufer des Tha Chin der „Khlong Damnoen Saduak“, der weiter südwestlich fließt, bis er bei Ban Nok Khwaek ( Provinz Samut Songkhram) einige Kilometer südöstlich von Ratburi in den Mae Klong mündet.
  • Der „Khlong Mahachai“ beginnt ebenfalls im Distrikt Thonburi in Bangkok am Khlong Bangkok Yai. Er führt südwestlich, fast parallel zur gleichnamigen Mahachai-Eisenbahnlinie bis nach Samut Sakhon, wo er im Stadtzentrum in den Tha Chin mündet. Dieser Kanal besteht bereits seit der Ayutthaya-Zeit, es wird in den Chroniken erwähnt, dass er wahrscheinlich 1704 von König Suriyentharathibodi erbaut wurde.
  • Etwas weiter westlich führt der „Khlong Sunak Hon“ ebenfalls nahezu parallel zur Eisenbahnlinie von Samut Sakhon bis Samut Songkhram, wo er in den Mae Klong mündet. Er wurde in der Regierungszeit von König Nang Klao (Rama III.), wahrscheinlich um 1829 von chinesischen Lohnarbeitern gegraben.

Quellen[Bearbeiten]

  • Shigeharu Tanabe: "Historical Geography of the Canal System in the Chao Phraya River Delta". Journal of the Siam Society, Bd. 65 (1977), T. 2. Online [1] (PDF, letzter Zugriff am 1. November 2012; 5,19 MB).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiken zu Basins of Thailand