Thonburi

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Thon Buri
ธนบุรี
Daten
Provinz: Bangkok
Fläche: 8,551 km²
Einwohner: 117.536 (2013)
Bev.dichte: 16.231,6 E./km²
PLZ: 10600
Geocode: 1015
Karte
Karte von Bangkok, Thailand mit Thon Buri
Stadtbezirke von Bangkok

Thonburi (Thai ธนบุรี) ist eine der 50 Khet (Bezirke) von Bangkok, der Hauptstadt von Thailand. Es liegt am westlichen Ufer des Maenam Chao Phraya und war einst eine eigenständige Provinz Thonburi.

Thonburi grenzt an sieben andere Bezirke, im Uhrzeigersinn von Norden: Bangkok Yai, Phra Nakhon (auf dem anderen Ufer des Chao Phraya), Khlong San, Bang Kho Laem (auf dem anderen Ufer des Chao Phraya), Rat Burana, Chom Thong und Phasi Charoen.

Geschichte[Bearbeiten]

1772 machte der neu ernannte König Taksin Thonburi zu seiner Hauptstadt, nachdem die alte Hauptstadt Ayutthaya durch die Birmanen zerstört worden war. Von hier aus festigte er die Herrschaft über ganz Siam.

Zu jener Zeit war Bangkok ein kleines Fischerdorf am gegenüberliegenden Flussufer, beide Orte galten unter den Europäern als „Ort mit den zwei Festungen“.

Der heutige Bezirk Thonburi wurde zunächst „Amphoe Ratchakhrue“ (Thai: ราชคฤห์) genannt, da ein gleichnamiger Tempel (Wat) in der Nähe lag. Am 11. Juli 1916 wurde er in „Amphoe Bang Yi Ruea“ umbenannt, da sich die Verwaltung in diesem Khet befand. Schließlich bekam er am 17. April 1939 seinen heutigen Namen „Thonburi“. [1] Zu jener Zeit gehörte er noch zur Provinz Thonburi, die aber im Dezember 1971 mit Bangkok zur heutigen Bangkok Metropolitan zusammengelegt wurde.

Wat Kalayanimit vom Fluss aus gesehen
Santa Cruz Kirche

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Taksin-Statue im Wat Welurachin
  • Taksin-Monument mitten auf dem riesigen Kreisverkehr Wong Wien Yai (วงเวียนใหญ่) (obwohl technisch gesehen das Monumernt auf der Khlong San-Seite der Grenze zwischen den Khet Thonburi und Khlong San liegt); das Bildnis ist von Prof. Silpa Bhirasri gestaltet und wurde am 17. April 1954 entschleiert[2].
  • Santa Cruz Kirche – wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts am Ufer des Chao Phraya erbaut, als Thonburi die Hauptstadt des neuen siamesischen Reiches geworden war. Zu jener Zeit wohnten in dieser Gegend viele portugiesische Kaufleute und Missionare.
  • Wat Kalayanimit (Umschrift auch als „Kanlayanimitr“) – großer buddhistischer Tempel (Wat) am Ufer des Chao-Phraya-Stromes. Der riesige sitzende Buddha im Haupt-Wihan wird Luang Phor Thor, von der chinesischen Bevölkerung allerdings Sam Po Kong genannt. Auf dem Tempelgelände befindet sich außerdem die größte Bronze-Glocke von Thailand.
  • Wat Intharam Woraviharn – buddhistischer Tempel (Wat) mit vielen chinesischen Stilelementen. Dieser Tempel wurde bereits von König Taksin renoviert. Seine Asche ist hier in einer großen Chedi beigesetzt.
  • Wongwian Yai Bahnhof – Ausgangspunkt eines pittoresken Bahn-Ausflugs parallel zum „Khlong Mahachai“ (welcher der Bahnlinie seinen Namen gab) bis nach Samut Sakhon an der Mündung des Maenam Tha Chin in den Golf von Thailand (siehe Weblinks).

Verkehr[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Im Bezirk Thonburi befinden sich die Rajabhat-Universität Bansomdejchaopraya sowie die Rajabhat-Universität Thonburi.

Verwaltung[Bearbeiten]

Der Bezirk ist in sieben Unterbezirke (Kwaeng) eingeteilt:

Nr. Name Thai Einw.[4]
1. Wat Kanlaya  วัดกัลยาน์ 10.112
2. Hiran Ruchi หิรัญรูจี 13.259
3. Bang Yi Ruea บางยี่เรือ 23.433
4. Bukkhalo บุคคโล 17.749
5. Talat Phlu ตลาดพลู 17.872
6. Dao Khanong ดาวคะนอง 18.411
7. Samre สำเหร่ 16.700

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. พระราชกฤษฎีกาเปลี่ยนนามอำเภอ กิ่งอำเภอ และตำบลบางแห่ง พุทธศักราช ๒๔๘๒ Royal Gazette, Band 56, Ausg. 0 ก vom 17. April 1939, S. 354-364 (in Thai)
  2. Wadee Kheourai: Around Thailand in 99 Days : English for Tourism. Bangkok 1999. S. 31.
  3. Maeklong Railway News 2003-2005 (auf Englisch)
  4. Einwohnerstatistik 2013 (Thai) Department of Provincial Administration. Abgerufen am 5. August 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

13.725100.48583333333Koordinaten: 13° 44′ N, 100° 29′ O