The Doobie Brothers
| The Doobie Brothers, 1982 | ||
| Allgemeine Informationen | ||
| Genre(s) | Countryrock, Boogie Rock | |
|---|---|---|
| Gründung | 1969 als Pud 1970 als The Doobie Brothers |
|
| Auflösung | 1982 | |
| Neugründung | 1986 | |
|
|
||
| Tom Johnston | ||
| Gregg Murph (bis 1969) | ||
| John Hartman | ||
|
|
||
|
Keyboard, Gesang
|
Guy Allison | |
|
Schlagzeug
|
Michael Hossack | |
|
Gesang, Gitarre
|
Tom Johnston | |
|
Gitarre
|
John McFee | |
|
Alt- Tenor- und
Baritonsaxophon |
Marc Russo | |
|
Gesang, Gitarre
|
Patrick Simmons | |
|
Bass, Gesang
|
John Cowan | |
|
Schlagzeug
|
Ed Toth | |
|
|
||
|
Gitarre
|
Jeff Baxter | |
|
Bass
|
Dave Shogren | |
|
Schlagzeug
|
Michael Hossack | |
|
Gesang, Gitarre,
Keyboard |
Michael McDonald | |
|
Bass
|
Tiran Porter | |
|
Schlagzeug
|
Keith Knudsen | |
|
Schlagzeug
|
Chet McCracken | |
| Cornelius Bumpus | ||
|
Bass
|
Skylark | |
The Doobie Brothers sind eine US-amerikanische Rockband.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
The Doobie Brothers wurden 1969 von Tom Johnston, John Hartman, Skip Spence (ex-Moby Grape) und Gregg Murph in Südkalifornien als Pud gegründet. Murph verließ bald die Band, als Ersatz kam Dave Shogren. 1970 kam Patrick Simmons dazu. Doobie ist eine Slang-Bezeichnung für einen Zwei-Blatt-Joint. Angeblich fiel bei einer gemütlichen Kiffer-Runde irgendwann der Satz: "Now we’re all doobie brothers", prompt wurde die Band umbenannt – in The Doobie Brothers.
Ende 1970 bekam der Produzent Ted Templeman ein Demo in die Hände. Das hatte zur Folge, dass die Band einen Vertrag bei Warner Brothers bekam und Anfang 1971 die erste LP Doobie Brothers veröffentlicht werden konnte. Das Album floppte kommerziell. Es präsentierte einen Country/Rhythm and Blues-Rock, der auf Gitarrenrhythmen im Stile der San Francisco-Bands wie Quicksilver Messenger Service aufgebaut war.
1972 verließ Shogren die Gruppe, für ihn kam als Ersatz Tiran Porter als Bassist. Zusätzlich wurde Michael Hossack als zweiter Schlagzeuger engagiert. Das 72er Album Toulouse Street verkaufte sich dank eingängiger Melodien und rockender Rhythmen sowie der Single-Hits "Listen to the Music" und "Jesus is just alright" sehr gut. Das Nachfolgealbum The Captain and Me war dank des ersten Top Ten Hits "Long Train Runnin'" und "China Grove" noch erfolgreicher und hielt sich über ein Jahr in den Billboard Charts. Ende 1973 stieg Hossack aus, der durch Keith Knudsen ersetzt werden konnte.
1974 veröffentlichten die Doobie Brothers das Album What Were Once Vices Are Now Habits auf dem erstmals der Gitarrist Jeff Baxter, vormals bei (Steely Dan) mitwirkte, der im gleichen Jahr festes Mitglied wurde. Die erste Singleauskopplung "Another Park, Another Sunday" erreichte gerade die Top 40 und konnte nicht an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen. Dafür erfreute sich die B- Seite der Single, der von Patrick Simmons geschriebene Bluegrass-Titel, "Black Water" zunehmender Beliebtheit. Der Song erreichte im Frühjahr 1975 die Spitze der Charts und verkaufte sich 1 Million mal. Mit der 75er LP Stampede konnten die Doobies ihren Erfolgskurs weiter halten. Sehr erfolgreich war die Single "Take Me In Your Armes", ein Motown Klassiker. Aufgrund ständigen Tourens der Band erkrankte der Sänger, Gitarrist und Songwriter Tom Johnston ernsthaft und schied bald aus gesundheitlichen Gründen aus. Ersetzt wurde er durch den Sänger und Keyboarder Michael McDonald, der bereits mit Jeff Baxter bei Steely Dan mitgewirkt hatte. Diese Entscheidung sollte sich noch bezahlt machen, da die Doobies durch den Wegfall von Johnston klamm an neuen Songs für das Nachfolgealbum waren. Für das Album Takin' It to the Streets (1976) steuerte McDonald die Hälfte der Songs bei und nahm auch starken Einfluss auf den Stil, der nun deutlich mehr Jazz Elemente aufwies und keyboardlastiger werden sollte, eine Mischung aus Soul-Pop bot. Sehr erfolgreich waren die Singles "Takin' It To The Streets" sowie "It Keeps You Running". Das Album erreichte Platin.
Das sehr jazzige 77er Album Livin' on the Fault Line wurde von der Kritik als "unoriginell" bezeichnet, erreichte aber dennoch die Top 10 und erhielt Gold Status. Ende 1977 stieg Tom Johnston endgültig aus, da für seinen eher rocklastigen Stil kein Platz mehr in der Band war.
Im November 1978 veröffentlichten die Doobies das Album Minute by Minute. Damit erreichte die Band erstmals Platz 1 der US-amerikanischen Alben-Charts und den Höhepunkt ihrer Karriere. Es hielt sich fünf Wochen an der Spitze und brachte der Band dank der Nr. 1 Single "What A Fool Believes" 1979 zwei Grammys ein. Mit "Minute By Minute" und "Depending On You" folgten zwei weitere Single Hits. Auf dem Peak ihres Erfolges drohte die Gruppe auseinanderzubrechen. Jeff Baxter und John Hartman stiegen aus und wurden durch Cornelius Bumpus (Saxophon), Chet McCracken (Percussion, Schlagzeug) und John McFee (Gitarre, ex-Clover) ersetzt.
Im Herbst 1980 konnten die Doobies mit One Step Closer ihre Erfolgsserie fortsetzen. Das Album löste bei den Fans Begeisterung, bei den Kritikern jedoch Langeweile aus. 1982 trennten sich die Doobie Brothers, da Michael McDonald sich für eine Solo-Karriere entschieden hatte. 1983 erschien das Doppel-Live-Album Farewell Tour, das die Abschiedstour der Band dokumentierte.
1987 kam es zu einer Reunion der Doobie Brothers mit Johnston, Simmons, Hartman, Hossack, Porter und Bobby LaKind. Das 89er Comeback Album Cycles blieb nicht weit hinter den alten Verkaufszahlen zurück und enthielt mit der Single "The Doctor" wieder einen Top Ten Hit. Aufgrund des Erfolges veröffentlichten sie 1991 das Album „Brotherhood“. Der Versuch, sich von dem gewohnten Westcoast-Rock zu entfernen, missglückte kläglich; das Album floppte. Im März 1991 stieß McDonald wieder zu den Doobies. Am 24. Dezember 1992 starb LaKind an einem Gehirntumor.
1993 tourten die Doobies in der Besetzung Johnston, Simmons, Hossack, Knudsen, McFee durch die USA. Im Dezember schaffte es ein Remix von Long Train Runnin' (Original auf The Captain and Me 1973) in die britischen Top 10 der Single-Charts. Eine Überarbeitung von Listen to the Music erschien im Mai 1994. Einen Monat später tourten die Doobies mit Foreigner durch die USA und kamen auch nach Europa. 1995 tourten sie wieder mit Foreigner und später mit der Steve Miller Band durch das Land. 1996 erschien das Live-Album Rockin' Down the Highway.
Mit dem Album Sibling Rivalry (2000) hatten die Doobies wieder ihren alten Sound gefunden. Kommerziell war das Album allerdings ein Flop.
2002 wurden die Alben Cycles und „Brotherhood“ auf dem Label ((One Way)) wiederveröffentlicht. Die Remasters enthalten Bonustracks. Auf Cycles von 1989 wurde Anything For Love, zuvor nur auf der Hit Single The Doctor enthalten hinzugefügt, sowie der Extended Remix des zweiten Hits Need A Little Taste Of Love. Auf „Brotherhood“ von 1991 finden sich mit All Your Dreaming und Fool You, Crazy Me zwei bislang unveröffentlichte Titel, sowie als dritter Bonus eine Acoustic Version von Rollin´On.
2004 starb Cornelius Bumpus an einem Herzinfarkt, 2005 Keith Knudsen an den Folgen einer Krebserkrankung.
Nach zehn Jahren erschien 2010 mit World Gone Crazy erstmals wieder eine CD mit neuem Material. Neben der normalen CD mit 11 Titeln, enthält die Deluxe Fassung die zwei Bonus Tracks Little Prayer und New York Dream sowie eine DVD mit einer Dokumentation der 40-jährigen Bandgeschichte. Auf der japanischen Veröffentlichung sind noch zwei weitere Bonus Tracks. Der Instrumental Delta Devil Dog sowie das Demo Lie To Me. Das Album erreichte im Oktober 2010 die Top 40 der Billboard Charts.
Bis heute haben die Doobie Brothers mehr als 40 Millionen Alben verkauft.
[Bearbeiten] Diskografie
[Bearbeiten] Alben
- The Doobie Brothers (1971)
- Toulouse Street (1972) (US #21)
- The Captain and Me (1973) (US #7)
- What Were Once Vices Are Now Habits (1974) (US #4)
- Stampede (1975) (US #4)
- Takin' It to the Streets (1976) (US #8)
- Livin' on the Fault Line (1977) (US #10)
- Minute by Minute (1978) (US #1)
- One Step Closer (1980) (US #3)
- Farewell Tour [Live] (1983) (US #79)
- Cycles (1989) (US #17)
- Brotherhood (1991) (US #82)
- Rockin' Down the Highway: The Wildlife Concert [Live] (1996) (Seit 2004 auch als DVD)
- Best of the Doobie Brothers Live [Live] (1999)
- Sibling Rivalry (2000)
- On Our Way Up (2001) (unveröffentlichte Titel 1969-1970)
- Cycles (Remaster mit Bonus tracks) (2002)
- Brotherhood (Remaster mit Bonus tracks) (2002)
- Divided Highway (2003) (Die Lieder wurden den Alben Cycles und Brotherhood entnommen.)
- Live at Wolf Trap [Live] (2004) (Seit 2005 auch als DVD)
- World Gone Crazy (2010) (US # 39) , (US Rock Charts # 14)
[Bearbeiten] Singles
- Listen To The Music (1972) (US # 11 )
- Jesus Is Just Alright (1972) (US # 35 )
- Long Train Running (1973) (US # 8 )
- China Grove (1973) (US # 15 )
- Another Park, Another Sunday (1974) (US # 32 )
- Eyes Of Silver (1974) (US # 52 )
- Nobody (1974) (US # 58 )
- Black Water (1975) (US # 1 )
- Take Me In Your Armes (Rock Me) (1975) ( US # 11 )
- Sweet Maxine (1975) (US # 40 )
- I Cheat The Hangman (1976) (US # 60 )
- Takin´It To The Streets (1976) ( US # 13 )
- Wheels Of Fortune (1976) ( US # 87 )
- It Keeps You Running (1977) (US # 37 )
- Little Darling ( I Need You ) (1977) (US # 48 )
- Echoes Of Love (1977) (US # 68 )
- What A Fool Believes (1979) (US # 1 )
- Minute By Minute (1979) (US # 14 )
- Depending On You (1979) (US # 25 )
- Real Love (1980) (US # 5 )
- One Step Closer (1980) (US # 24 )
- Wynken, Blynken And Nod (1981) (US # 76 )
- Keep This Train A Rollin (1981) (US # 62 )
- Here To Love You (Remix) (1982) (US # 65 )
- You Belong To Me (1983) (US # 79 )
- The Doctor (1989) (US # 9 )
- Need A Little Taste Of Love (1989) (US # 45 )
- Dangerous (1991) (US # 2 Rock )
- People Gotta Love Again (2000) (US# 26 AC)
- Far From Home (2011) (US # 20 AC )
- A Brighter Day (2011) (US # 18 AC )
[Bearbeiten] Weitere Veröffentlichungen
- Best of the Doobies "smoke the doobie" (1976) (US #5)
- Best of the Doobies, Vol. 2 (1981) (US #39)
- Long Train Runnin' - Best (1992) [1972–80, Zounds, alle Titel digital remastert]
- Long Train Runnin': 1970-2000 [Box Set] (1999)
- Greatest Hits (2001) (US #142)
- Doobie's Choice (2002)