Theodor Frings

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Theodor Frings (* 23. Juli 1886 in Dülken; † 6. Juni 1968 in Leipzig) war ein deutscher germanistischer Mediävist und Linguist.

Leben[Bearbeiten]

Grabstätte Theodor Frings auf dem Südfriedhof in Leipzig

Der Sohn eines Buchbinders bei Krefeld studierte Germanistik und Romanistik in Leipzig und Marburg. Er promovierte 1910 bei Ferdinand Wrede in Marburg mit dem Thema "Studien zur Dialektgeographie des Niederrheins zwischen Düsseldorf und Aachen"[1]. Im Jahre 1919 wurde Frings Professor für deutsche und niederländische Philologie an der Universität Bonn. 1927 wurde er Professor für Germanistik an der Universität Leipzig. 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat. In den Jahren 1946–1965 war er Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

Zu seinen Basisgedanken gehört die Überzeugung, dass Sprachgeschichte ein wesentlicher Kern der Menschheitsgeschichte ist.

Ehrungen[Bearbeiten]

Im Gedenken an Theodor Frings verleiht die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig den Theodor-Frings-Preis. 1949 erhielt er den Nationalpreis der DDR II. Klasse für Wissenschaft und Technik. 1961 erhielt er als Teil des Kollektiv des Deutschen Wörterbuches den Nationalpreises der DDR I. Klasse für Wissenschaft und Technik.

Trivia[Bearbeiten]

Kurz vor seinem Tod verlieh ihm die Dülkener Narrenakademie die Ehrendoktorwürde.[1]

Werke[Bearbeiten]

  • Grundlegung einer Geschichte der deutschen Sprache / von Theodor Frings. - 3. erweit. Aufl. - Halle (Saale) : Max Niemeyer
  • Geschichte des Rheinlandes von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart. VonH. Aubin, Th. Frings … 1. Essen an der Ruhr 1922. XII, 435 S. 1989 B 722
  • Rheinische Sprachgeschichte. Essen an der Ruhr 1924. 54 S.
  • Aus der Wortgeographie der Rhein - und Niederlande. Heidelberg 1924 in: Beiträge zur germanischen Sprachwissenschaft. Festschrift für Otto Behaghel. S.194–232 (Germanische Bibliothek. II. Abt. Bd 15) 1959 B 974
  • Sprache und Siedlung im mitteldeutschen Osten. Leipzig 1932. 35 S.,Taf.(Berichte über die Verhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Philol.-histor. Klasse. 84,6)Z 2824 b-84,6 Frings Eduard Sievers. [Mit einem] Schriftenverzeichnis von Elisabeth Karg-Gasterstädt. Leipzig 1933. 92 S. (Berichte über die Verhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Philol.-histor. Klasse. 85,1) Z 2824 b-85,
  • Sprache und Siedlung im mitteldeutschen Osten. Berlin 1933 in: Forschungen und Fortschritte. 9. S.3Z 602 - 9
  • Die Grundlagen des Meißnischen Deutsch: ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte der deutschen Hochsprache. Halle (Saale) 1936. 24 S., Taf.Fr 52 083

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b "Ein Dülkener in Leipzig" in Rheinische Post vom 26. November 1985