Tommaso Riario Sforza

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Tommaso Kardinal Riario Sforza (* 8. Januar 1782 in Neapel; † 14. März 1857 in Rom) war ein Kardinal der katholischen Kirche.

Päpstliche Münze (Scudo) mit dem Wappen des Kardinalkämmerers Tommaso Kardinal Riario Sforza während der Sedisvakanz des Apostolischen Stuhles 1846 aus der Pius IX. als neuer Summus Pontifex hervorging

Leben[Bearbeiten]

Seit 1793 am Collegio Nazareno in Rom studierend, begann er am 19. April 1804 seinen Dienst an der päpstlichen Kurie als Referendar der Apostolischen Signatur. Seit 1806 Apostolischer Protonotar, wurde er noch vor dem 13. September 1806 Relator der Präfektur zur guten Regierung. Dies blieb er bis 1808. Seit dem 8. Dezember 1814 der Kongregation des Tridentinischen Konzils angehörend, wurde er am 9. März 1816 Apostolischer Delegat in Macerata und am 22. Juli 1816 Maestro di camara.

Papst Pius VII. kreierte Riario Sforza am 10. März 1823 zum Kardinal und ernannte ihn am 16. Mai 1823 zum Kardinaldiakon von San Giorgio in Velabro. Nachdem er am 28. September 1823 die Priesterweihe empfangen hatte, wurde er am 17. November 1823 Kardinaldiakon von Santa Maria in Domnica. Am 12. März 1825 zum Mitglied der ersten Staatskongregation ernannt, wurde er am 15. März 1826 Präsident der Subsidienkommission, am 1. Oktober 1826 Präfekt der Ökonomie der Propagandakongregation und von 1828 bis 1830 Camerlengo des Kardinalskollegiums.

Seit dem 17. April 1829 Apostolischer Legat der Provinz Forli, kehrte er nach dem Konklave von 1830 nicht mehr auf diesen Posten zurück, sondern blieb in Rom. Am 5. Dezember 1834 zum Apostolischen Legaten von Urbino und Pesaro ernannt, wechselte er am 19. Dezember 1834 als Kardinaldiakon zur Titelkirche Santa Maria in Via Lata. Die Beibehaltung seiner ersten Titelkirche wurde ihm noch bis 1837 zugestanden.

Als Kardinalprotodiakon wurde er am 24. Januar 1843 Präfekt der Kongregation zur guten Regierung und am 3. April 1843 Kardinalkämmerer der Römischen Kirche. Papst Pius IX. ernannte Riario Sforza am 27. Dezember 1847 zum Minister für Wirtschaft, Landwirtschaft, Industrialisierung und Beaux-Arts. Am 12. Februar 1848 verzichtete er jedoch auf sein Ministerium und wurde zugleich zum Präfekten der Kongregation für die öffentlichen Angelegenheiten ernannt. Von diesem trat er am 28. Februar 1848 zurück.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Agostino Kardinal Rivarola Kardinalprotodiakon
18421857
Luigi Kardinal Gazzoli