Santa Maria in Domnica

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Santa Maria in Domnica alla Navicella[1]
Patrozinium: Gottesmutter Maria
Weihetag: 7. Jh.
Rang: Basilica minor
Orden: Priesterbruderschaft der Missionare
des heiligen Karl Borromäus
(FSCB)
Kardinaldiakon: William Joseph Levada
Pfarrgemeinde: Santa Maria in Domnica alla Navicella
Anschrift: Via della Navicella, 10
00184 Roma
Santa Maria in Domnica
Apsis-Mosaik

Die Basilika Santa Maria in Domnica (lat.: Sanctae Mariae in Domnica), auch Santa Maria alla Navicella, vollständig Santa Maria in Domnica alla Navicella, ist ein Kirchengebäude in Rom. Sie steht auf dem Scheitel des Celio. Der Name in Domnica ist wohl von der antiken Bezeichnung Dominicum für christliche Kultplätze abgeleitet. Den zweiten Beinamen verdankt die Kirche dem antiken Schiffchen (italienisch Navicella) das vor der Kirche aufgestellt wurde und wohl eine Votivgabe von Matrosen an das Heiligtum der Isis war.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Renaissance-Decke

In der Antike, zu Beginn der Entstehungsgeschichte Roms war der Caelius ein grüner Hügel mit Heiligtümern in Hainen und an Quellen. Daran erinnert der ursprüngliche Name Mons Querquetulanus (Eichenhügel) und die Porta Querquetulana in der Servianischen Mauer. Schon in vorchristlicher Zeit entwickelte sich der Caelius zu einem dichtbebauten, innerstädtischen Wohnviertel. Spätestens Anfang des 3. Jahrhunderts entstand am Standort der heutigen Kirche die Kaserne der V. Kohorte der Vigiles, das heißt der Feuerwehr. Bei der Restaurierung des angrenzenden Parks der Villa Celimontana wurden zwei Säulenbasen mit entsprechenden Inschriften aus der Zeit des Kaisers Caracalla gefunden. Im Gotenkrieg wurde der Aquädukt des Claudius zerstört, dessen Ruinen noch in unmittelbarer Nähe von Santa Maria in Domnica sichtbar sind. Damit brach die Wasserversorgung des Stadtviertels zusammen und es wurde schnell entvölkert und auch die Kaserne der Vigiles verfiel. Wann in den Ruinen des Baus eine christliche Kirche entstand ist unbekannt. Die Diakonie Santa Maria wurde erstmals in der Regierungszeit von Papst Leo III. erwähnt.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Papst Paschalis I. ließ um das Jahr 820 auf den Fundamenten der Vorgängerbauten die heutige Basilika errichten. Für die dreischiffige Basilika wurden Spolien wie ionische und korinthische Kapitelle verwendet. Das Mosaik in der Apsis stammt auch aus dieser Zeit. 1513 ließ Kardinal Giovanni de' Medici, der spätere Papst Leo X. die Kirche im Stil der Renaissance erneuern. Aus dieser Umbaufassade stammt unter anderem die prächtige Kassettendecke.

Ausstattung[Bearbeiten]

Die Orgel wurde 1910 von dem Orgelbauer Natale Balbiani erbaut. Das Instrument stand zunächst in der Kapelle des Militärkrankenhauses del Celio, und gelangte erst in den 1930er Jahren in die Basilika Santa Maria in Domnica. Die Orgel wurde 2011 restauriert. Sie hat 11 Register auf einem Manualwerk und Pedal. Die Trakturen sind pneumatisch.

Manualwerk C-a3
Principale Forte 8'
Principale 8'
Flauto 8'
Viola 8'
Voce Celeste 8'
(Fortsetzung)
Ottava 4'
Flauto 4'
Ottava acuta
Decimaquinta 2'
Ripieno IV
Pedal C-d1
Subbasso 16'

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz-Joachim Fischer: „Rom. Zweieinhalb Jahrtausende Geschichte, Kunst und Kultur der Ewigen Stadt“, DuMont Buchverlag, Köln 2001, S. 236-237. ISBN 3-7701-5607-2
  • Claudio Rendina: „Le Chiese di Roma“, Newton & Compton Editori, Roma 2007. ISBN 978-88-541-0931-5
  • Guglielmo Matthiae: „Santa Maria in Domnica“, Le Chiese di Roma Illustrate - Marietti, Roma.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diözese Rom

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Santa Maria in Domnica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

41.88472222222212.495555555556Koordinaten: 41° 53′ 5″ N, 12° 29′ 44″ O