Tora-Bora

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Tora-Bora

Tora-Bora ist ein 1986 angelegter künstlicher Höhlenkomplex in den Bergen Afghanistans, etwa 40 km südlich von Dschalalabad in der Provinz Nangarhar. Es wurde allgemein angenommen, dass der Komplex befestigte Anlagen und ein weitreichendes Tunnelsystem beherbergt. Tora Bora ist in der westlichen Welt vor allem deshalb bekannt geworden, weil Osama bin Laden hier in der Zeit nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 vermutet wurde. Die tief in die Berge hineingetriebene Anlage wurde angeblich nach vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Bin-Laden-Firmengruppe Saudi Binladin Group (SBG) und dem amerikanischen Geheimdienst mit Baukosten von mehr als einer Milliarde US-Dollar nahe der pakistanischen Grenze angelegt, um den gegen die Sowjetunion kämpfenden Mudschaheddin ein geräumiges Waffen- und Ausbildungslager sowie ein medizinisches Zentrum zur Verfügung zu stellen.

Der Komplex wurde in den Medien als kilometerlanges Tunnelsystem mit Bunkeranlagen, Generatoren für eine Stromversorgung, Lüftungssystem und umfangreichen Schlaf- und Aufenthaltsräumen beschrieben. Afghanische und US-Streitkräfte haben im Dezember 2001 in der Schlacht um Tora Bora den Komplex erobert. Sie konnten keine großen unterirdischen Festungen finden, nur kleine Bunker, Außenposten und wenige kleine Trainingscamps[1]. Den meisten der gegnerischen Kämpfer gelang die Flucht nach Pakistan durch das raue Gelände. Es ist unklar, ob Tora-Bora jemals eine Festung war. Wahrscheinlicher ist, dass es ein zweckmäßiger Ort zum Verstecken und Flüchten vor einer feindlichen Invasion war. Diese Möglichkeiten wurden schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts von Guerilla-Kämpfern genutzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel im Time Magazine (englisch) von Matthew Forney (11. Dez. 2001)

34.11666666666770.216666666667Koordinaten: 34° 7′ 0″ N, 70° 13′ 0″ O