Tornau (Gräfenhainichen)

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51.63722222222212.588888888889118Koordinaten: 51° 38′ 14″ N, 12° 35′ 20″ O

Tornau
Höhe: 118 m
Fläche: 25,81 km²
Einwohner: 559 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 06772
Vorwahl: 034243

Tornau ist ein Ortsteil der Stadt Gräfenhainichen im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt.

Kirche Tornau

Geografie[Bearbeiten]

Tornau liegt etwa fünf Kilometer nördlich von Bad Düben im Naturpark Dübener Heide.

Geschichte[Bearbeiten]

Tornau gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Düben.[1] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Bitterfeld im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1944 gehörte.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Köhlerei am Eisenhammer
  • Köhlereiweg mit zahlreichen Holzstelen und Skulpturen des Künstlers Wolfgang Köppe[3]
  • Kirche aus dem 17. Jahrhundert, Kirchturm von 1778, mehrfach Erneuerungen und wiederholter Sanierungsbedarf, zuletzt wegen Hausschwamm[4]
  • Heimatstube mit einer Ausstellung von Geräten für Haushalt und Hof
  • Galeriecafé mit wechselnden Ausstellungen verschiedener nationaler und internationaler Künstler
  • Biberstele im Hammerbachtal an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und dem Freistaat Sachsen. Sie symbolisieren die Beseitigung der Landesgrenzen.
  • Köhlerei am Eisenhammer als die letzte produzierende Köhlerei der Dübener Heide mit kleinem Tierpark und einem Anschauungsmodell eines alten Kohlenmeilers

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 2 die Leipzig und Wittenberg verbindet, führt durch Tornau. Die Landesstraße 130, die die Bundesstraßen 2 und 183/107 verbindet, kreuzt den Ort.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tornau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.
  2. Der Landkreis Bitterfeld im Gemeindeverzeichnis 1900
  3. Homepage mit Biographie von Wolfgang Köppe
  4. Mitteldeutsche Zeitung über Geschichte und Mitteldeutsche Zeitung über Sanierungen