Bundesstraße 2

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 2 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Waldviertler Straße.
Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-B
Bundesstraße 2 in Deutschland
Bundesstraße 2
 European Road 533 number DE.svg
Karte
Verlauf der B 2
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Mescherin
(53° 18′ N, 14° 25′ O53.30675814.409058)
Straßenende: Mittenwald
(47° 24′ N, 11° 16′ O47.39760311.267444)
Gesamtlänge: 845 km

Bundesland:

Bundesstraße 2 in Berlin (Straße des 17. Juni)
Bundesstraße 2 in Berlin (Straße des 17. Juni)

Die Bundesstraße 2 (Abkürzung: B 2) ist mit rund 845 Kilometern die längste und eine der ältesten Bundesstraßen Deutschlands. Sie durchquert Deutschland in Nord-Süd-Richtung von der deutsch-polnischen Grenze bei Gartz (Oder) bis zur deutsch-österreichischen Grenze bei Mittenwald. Ihr historischer Vorläufer ist die mittelalterliche Via Imperii.

Geschichte[Bearbeiten]

Menschenkette entlang der Fernverkehrsstraße 2 in Leipzig (1989)

Die Bundesstraße 2 verläuft – im Nordosten Deutschlands beginnend – durch die Bundesländer Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Bayern. Sie entspricht etwa dem Verlauf der historischen Reichsstraße Via Imperii, bis auf die Abschnitte zwischen Leipzig und Hof (dort B 93 und B 173) und zwischen Augsburg und Oberau (dort B 17 und B 23).[1] Zwischen Berlin und Nürnberg verläuft sie im Wesentlichen nahezu parallel zur Bundesautobahn 9.

Ursprünge[Bearbeiten]

1816 entstand die Straße Potsdam – Wittenberg, 1828 entstand die Straße Berlin – Schwedt – Stettin.

Frühere Strecken und Bezeichnungen
  • Staatsstraße Nr. 12: Augsburg – Donauwörth – Nürnberg
  • Staatsstraße Nr. 37: (Gebenbach –) Hof – Schleiz
  • Staatsstraße Nr. 86: München – Weilheim – Partenkirchen
  • Staatsstraße Nr. 100: Nürnberg – Hof – Plauen

Die B 2 übernimmt ihren Verlauf im heutigen deutschen Gebiet weitgehend von der 1932 eingerichteten Fernverkehrs-, später Reichsstraße 2, die bis 1945 von der heutigen deutsch-polnischen Grenze über Stettin, Köslin, durch den ab 1918 polnischen Korridor und Danzig bis an die Weichsel bei Dirschau (heute Tczew) weiterführte. Dort mündete sie in die frühere Reichsstraße 1 (AachenBerlinKönigsberg). Dieser heute polnische Teil hat keine durchgehende Straßennummerierung. Abweichend von der ursprünglichen Streckenführung führt die Straße seit Mitte der dreißiger Jahre zwischen Leipzig und Hof über Gera, während der Verlauf zuvor über Altenburg, Zwickau und Plauen gegangen war.

Nach dem im Jahr 1938 erfolgen Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurden die Seefelder Straße und Brennerstraße (ScharnitzZirlInnsbruckBrenner) bis 1945 ebenfalls als Reichsstraße 2 geführt. Sie entsprach mit ihrem Verlauf durch Schwaben, Südbayern und Tirol teilweise der ehemaligen Via Raetia.

Streckenverlauf (ausführlich)[Bearbeiten]

Im Folgenden werden die von der B 2 aus erreichbaren Sehenswürdigkeiten am Rande der Strecke beschrieben.

Brandenburg / Berlin[Bearbeiten]

Die B 2 beginnt an der polnischen Grenze und durchquert das Bundesland Brandenburg von Nordosten nach Südwesten. Ihr Verlauf wird dabei von den Streckenabschnitten innerhalb der Stadt und des Bundeslandes Berlin unterbrochen.

Rosow – Schwedt/Oder[Bearbeiten]

Bis 1945 begann die heutige Bundesstraße 2 als Reichsstraße 2 in Danzig. Als Ergebnis des Zweiten Weltkrieges beginnt sie seit 1945 am Grenzort Rosow wenige Kilometer südlich des Autobahngrenzüberganges der A 11. Durch die Stadt Gartz und am Schwedter Ortsteil Vierraden vorbei führt sie durch Tabakpflanzungen nach Schwedt, einer Stadt mit erdöl- und zelluloseverarbeitender Industrie, in der ein Straßenübergang in das polnische Chojna (Königsberg in der Neumark) abzweigt.

Schwedt/Oder – Berlin[Bearbeiten]

In Schwedt ist die B 2 eine großzügige Ortsumgehung, die gleichzeitig die PCK-Raffinerie und die B 166 (als Verlängerung der A 20) anbindet. Südlich davon ist die Bundesstraße bis Pinnow mit 2+1 Fahrstreifen ausgebaut.

Weithin sichtbar ist dann die Marienkirche der ehemaligen Kreisstadt Angermünde, die die Straße durch eine in den 1960er Jahren erbaute Ortsumfahrung nordwestlich hinter sich lässt. Hier quert sie die Bahnstrecken Angermünde–Bad Freienwalde (inzwischen stillgelegt), Berlin–Angermünde–Szczecin und Angermünde–Schwedt kreuzungsfrei. Zwischen dem Angermünder Ortsteil Herzsprung und dem Autobahndreieck Kreuz Barnim ist die B 2 unterbrochen.[2] Der alte Verlauf durch Chorin mit dem ehemaligen Zisterzienser-Kloster sowie der Verlauf über Eberswalde und Bernau wurde 2003 zur L 200 abgestuft. Die Bundesstraße 2 beginnt wieder am Autobahndreieck Kreuz Barnim, führt an Lindenberg vorbei und erreicht dann nach etwa 3,5 Kilometern die nordöstliche Berliner Stadtgrenze.

Berlin[Bearbeiten]

B 2 entlang der Berliner Allee in Berlin-Weißensee

Die Bundesstraße durchläuft Berlin in südwestlicher Richtung. Das Stadtgebiet beginnt im Ortsteil Stadtrandsiedlung Malchow des Bezirks Pankow. Der amtliche Straßenname bis zur Einmündung des Blankenburger Pflasterwegs ist „Bundesstraße 2“ (mit Straßenschild), eine Namensvergabe wurde nötig für die georeferenzierbare Adressierung der anliegenden Grundstücke. So ist „Bundesstraße 2 Nr. 20“ das anliegende Umspannwerk Malchow, das östlich im angrenzenden Lichtenberger Ortsteil Wartenberg liegt. Nach 2,2 Kilometern auf Berliner Gebiet wechselt der Straßenname im Ortsteil Malchow zu Dorfstraße, weiter führt die Trasse auf der Malchower Chaussee und wechselt nach Weißensee. Der weitere Verlauf führt über die Berliner Allee nach Prenzlauer Berg entlang der Greifswalder Straße und Otto-Braun-Straße zur historische Mitte Berlins. Am Alexanderplatz treffen die B 1, die B 2 und die B 5 zusammen. Ab hier bildet die B 2 mit der B 5 eine gemeinsame Trasse. Diese führt am Alexanderplatz vorbei via Alexanderstraße und Karl-Liebknecht-Straße. Dann führt die B 2 in Ost-West-Richtung auf der Museumsinsel über die Spree und verläuft Unter den Linden zum Pariser Platz. Ursprünglich durchquerte die B 2 hier das Brandenburger Tor, wo die Mauer zwischen 1961 und 1990 ein Weiterkommen unterband. Nach der Umgestaltung des Pariser Platzes zu einer Fußgängerzone wird die Trasse nunmehr südlich über Glinkastraße, Behrenstraße und Ebertstraße um den Platz herumgeführt. Am Platz des 18. März setzt sie ihren historischen Verlauf im Ortsteil Tiergarten fort und heißt ab hier Straße des 17. Juni. Vorbei an der Siegessäule und dem Ernst-Reuter-Platz führt die Straße über den Theodor-Heuss-Platz und die Heerstraße durch den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. In der Überquerung der Havelniederung über die Stößensee- und Freybrücke erreicht sie den Bezirk Spandau. An der Kreuzung mit der Wilhelmstraße knickt die B 2 in südwestliche Richtung ab (hier endet auch der parallele Verlauf mit der B 5), durchquert als Potsdamer Chaussee die Groß-Glienicker und die Gatower Heide und verlässt an der südwestlichen Stadtgrenze Berlin.

Potsdam – Lutherstadt Wittenberg[Bearbeiten]

Die B 2 auf dem 1804 errichteten Damm durch die Seddiner Seen

Wiederum wird das Land Brandenburg durch die Bundesstraße 2 im Stadtgebiet Potsdam, Ortsteil Groß Glienicke, erreicht. Der weitere Verlauf führt in einem Bogen um den Krampnitzsee, kommt über die Potsdamer Ortsteile Fahrland und Neu Fahrland und der Überquerung des Sacrow-Paretzer Kanals an der sehenswerten Russischen Kolonie Alexandrowka vorbei. Über die Nedlitzer Straße, Am Schragen, Jägerallee und Hegelallee wird an deren westlichem Ende der Abzweig der Bundesstraße 273 erreicht. Die B 2 verläuft weiter über die Schopenhauerstraße, den Luisenplatz, Zeppelinstraße, die Breite Straße, die sie teilweise parallel mit der Bundesstraße 1 nutzt, überquert über die Lange Brücke die Havel und passiert den Potsdamer Hauptbahnhof. Im weiteren Verlauf hat sie auf rund einen Kilometer Länge zwei parallele Führungen, einmal als Leipziger Straße und Michendorfer Chaussee und zum anderen als Brauhausberg verläuft die Straße vorbei am Telegrafenberg in südlicher Richtung und verlässt Potsdam, indem sie den Berliner Außenring der Bahn überquert. Michendorf wird östlich auf einer Umgehungsstraße umfahren. Südlich von Michendorf besteht ein Anschluss an die A 10. Zwischen Michendorf und Beelitz durchquert die Straße auf einem 1804 errichteten Damm die Seddiner Seen. Bis zum Bau des Dammes verlief die Verbindung Potsdam – Beelitz auf einer Poststraße östlich um den See herum über Kähnsdorf und Saarmund. Die Stadt Beelitz, die in einem bekannten Spargelanbaugebiet liegt, wird ebenfalls über eine östlich der Stadt verlaufende Umgehungsstraße umfahren. Die Straße erreicht Treuenbrietzen, danach wird der Fläming überquert: Hier befindet sich die Wasserscheide zwischen Havel und Elbe. Der dort liegende Treuenbrietzener Ortsteil Marzahna ist der letzte Ort der B 2 im Bundesland Brandenburg.

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Ab der Landesgrenze von Brandenburg verläuft die B 2 durch das Bundesland Sachsen-Anhalt, durchquert Sachsen, verläuft dann wieder auf einem relativ kurzen Stück durch Sachsen-Anhalt und erreicht dann Thüringen.

Lutherstadt Wittenberg[Bearbeiten]

Nach Überqueren der Landesgrenze wird mit Kropstädt der erste Ortsteil der Lutherstadt Wittenberg erreicht. Das geschlossene Siedlungsgebiet der Stadt beginnt mit der Berliner Chaussee, einer abschüssigen Allee mit altem Baumbestand. Der Übergang vom Fläming in die Elbaue lässt gleichzeitig erste Blicke auf die Altstadt und die weltberühmten Reformationsstätten zu. Im Bereich der Altstadt folgt die Berliner Straße der ehemaligen Stadtbefestigung, um dann den Kreuzungskomplex Amtsgericht zu erreichen – von dort ist die Schlosskirche zu sehen. Über die Hafenbrücke (über die Bahnstrecke Węgliniec–Roßlau) wird die Südumfahrung Wittenberg erreicht – die B 2 wird vierstreifig und vereint sich mit der B 187. An der Ampelkreuzung Elbbrücke trennen sich beide Bundesstraßen wieder. Die B 2 überquert die Elbe über die im Jahr 2000 eröffnete vierstreifige Elbbrücke.

Lutherstadt Wittenberg – Leipzig[Bearbeiten]

Nach Passage der Elbbrücke werden bis zum Ortsteil Pratau noch mehrere Flutbrücken passiert: Der eingedeichte Bereich der Elbe ist hier zwei Kilometer breit. Bei dem Elbhochwasser 2002 war die Elbbrücke bis Pratau für den Verkehr gesperrt. Vor Eutzsch wird die Bundesstraße wieder zweispurig, sie wird durch den Ort geführt. Der Verkehrsstrom, der über die Elbe gebündelt war, wird hier wieder entflochten: In Eutzsch beginnt die Bundesstraße 100 nach Bitterfeld und 1,5 km südöstlich des Ortes die B 182 nach Torgau. Eine Umgestaltung (Ortsumfahrung) ist Bestandteil des vorrangigen Bedarfs des Bundesverkehrswegeplans.[3]

Bei Kemberg verlässt die B 2 die Elbaue und erreicht die Dübener Heide – ein landschaftlich reizvoller sowie wildreicher Abschnitt. An der Strecke befindet sich ein Denkmal von historischer Bedeutung, der Lutherstein. Bis hierher soll Martin Luther im Jahre 1519 von Wittenberger Studenten begleitet worden sein, als er zum Streitgespräch nach Leipzig zur Disputation mit Johannes Eck aufbrach. Danach wird Eisenhammer erreicht, eine kleine Siedlung in völliger Waldlage – durchschnitten von der Bundesstraße. Hier befindet sich die letzte produzierende Köhlerei der Dübener Heide (Stand: 2013). Letzter Ort vor der Landesgrenze zu Sachsen ist Tornau. Von hier aus kann man Söllichau und das NVA-Bunkermuseum Kossa erreichen.

Sachsen[Bearbeiten]

In Sachsen passiert man zunächst die Kurstadt Bad Düben. Die Bundesstraße folgt zunächst einer neuen Trassierung, wird dann aber wieder durch den Ort geführt: Es folgt die Brücke über die Mulde. In Krensitz kreuzt man die Bahnstrecke Halle–Cottbus.

Krostitz[Bearbeiten]

Auf dem weiteren Verlauf der B 2 fährt man durch Krostitz, wo man auf der rechten Seite die alten – vom Verfall bedrohten – Gebäude der ehemaligen Malzfabrik sehen kann. In einer neuen Anlage in der Ortslage wird das Bier „Ur-Krostitzer“ gebraut.

Leipzig[Bearbeiten]

Vor Leipzig werden mehrere Gewerbegebiete passiert. Nach der Einmündung der B 184 wird die B 2 vierstreifig und nimmt den Charakter einer Stadtautobahn an. Es folgt das Kreuz mit der A 14 (Anschlussstelle Leipzig-Mitte), das auch Verteilerfunktionen zur Leipziger Messe und zum Flughafen Leipzig/Halle hat.

Die B 2 durchquert die Ortsteile Wiederitzsch, Eutritzsch, Zentrum-Ost, Reudnitz-Thonberg, Stötteritz und stellt dann die Grenze zwischen den Ortsteilen Connewitz und Südvorstadt dar. Am Südrand der Stadt durchquert die B 2 Teile des Leipziger Auwaldes und verlässt die Stadt am östlichen Pleiße-Ufer. Der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Schleußiger Weg und dem Autobahnkreuz Leipzig-Süd (mit der A 38) sollte bis 2020 als Teil der A 72 ausgebaut werden, was jedoch von Leipzigs Stadtrat abgelehnt wird. Am 20. Februar 2013 entschied man daher, die A72 nicht bis Leipzig zu verlängern. Sie endet also zukünftig am Kreuz Leipzig Süd.

Leipzig – Pegau[Bearbeiten]

Bei Pegau verlässt die B 2 Sachsen

Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Sie führt über Zeitz bis Giebelroth wieder durch Sachsen-Anhalt.

Thüringen[Bearbeiten]

Das Bundesland Thüringen wird ab der Landesgrenze mit Sachsen-Anhalt von der B 2 in südlicher Richtung durchquert.

Gera[Bearbeiten]

Unmittelbar an der Landesgrenze erreicht die B 2 das Stadtgebiet von Gera. Sie führt vorbei an den Ortsteilen Hermsdorf und Cretzschwitz und seit Fertigstellung des Stadtrings in einem Bogen über die bisher grüne Feldflur zur neuen Anschlussstelle Kreuz Gera. Dort wird sie über die Autobahn bis zur Anschlussstelle Gera-Leumnitz geführt. Von dort gemeinsam mit der B 92 am Flugplatz in Gera-Leumnitz vorbei über die Osttangente vorbei an Zschippern und Pforten bis Höhe Heizkraftwerk Gera-Süd. Hier trennt sie sich am sogenannten Omega von der B 92 und führt in nördliche Richtung an Debschwitz vorbei, biegt westlich über die Heinrichsbrücke und verlässt Gera südlich über den Ortsteil Weißig.

Weiterer Verlauf[Bearbeiten]

Im weiteren Verlauf führt die B 2 durch Auma und Schleiz. Zwischen 1951 und 1966 wurde der Transitverkehr durch die DDR von der Anschlussstelle Schleiz der heutigen A 9 über die heutige B 2 (damals F 2) und den Grenzübergang Juchhöh/Töpen bis zur Anschlussstelle Hof-Nord an der heutigen A 72 umgeleitet, weil die Saalebrücke im Verlauf der A 9 seit 1945 zerstört war und erst 1966 wieder freigegeben wurde.

Südlich von Schleiz bis Gefell ist die B 2 wegen der parallel verlaufenden A 9 zur Landesstraße L3002 herabgestuft worden.[4]

Bayern[Bearbeiten]

Als letztes Bundesland durchzieht die B 2 von Thüringen bis zur österreichischen Grenze Bayern.

Hof – Bayreuth[Bearbeiten]

In Hof trifft die B 2 am Friedhof auf die B 173. Gemeinsam überqueren die beiden Bundesstraßen 2 und 173 die Saale und trennen sich danach wieder. Die B 2 führt schließlich als Ernst-Reuter-Straße in Form einer vierstreifigen Stadtautobahn wieder aus der Stadt nachdem sie aus historischen Gründen auch das innerste Stadtzentrum durchquert hat. Eine Optimierung der Fahrtstrecke streckengleich zur B 173 von der Lessingstraße über den Schützenweg und die Kulmbacher Straße zur Ernst-Reuter-Straße scheitert daran dass die Stadt Hof aus Straßenkostenunterhaltsgründen es bevorzugt möglichst viele Straßenkilometer als Bundesstraße ausgewiesen zu haben. Hierdurch werden jedoch grade Schwerlastfahrzeuge mit Navigationssystemen durch den Stadtkern mit engen Kreuzungsradien und engen Einbahnstraßen geführt.

  • Straßenverlauf in Hof
    • Schleizer Straße
    • Lessingstraße
    • Konrad-Adenauer-Platz
    • Poststraße (nur in Fahrtrichtung Süden)
    • Kreuzsteinstraße (nur in Fahrtrichtung Süden)
    • Marienstraße (Abschnitt zwischen Kreuzsteinstraße und Konrad-Adenauer-Platz nur in Fahrtrichtung Norden)
    • Luitpoldstraße
    • Jahnstraße
    • Berliner Platz
    • Ernst-Reuter-Straße

Sie verläuft weiter in Richtung Süden nach Konradsreuth. Von dort führt die Strecke über Münchberg und nach Gefrees.

Das Teilstück der B 2 nördlich von Gefrees durch das Lübnitz Tal ist bekannt für Senkungen und Kurven, die häufig zu Unfällen führten. Am deutlichsten ist dies an der Brücke zu bemerken, die über die Lübnitz führt. An dieser Stelle ereigneten sich vor allem Schwerlastunfälle. Ein geplanter Neubau der B 2 in diesem Bereich, welcher eine neue Brücke sowie einen begradigten Straßenverlauf vorsah, wurde vom Straßenbauamt abgelehnt. Hinsichtlich des ständig zunehmenden Verkehrs (zurzeit rd. 2600 Fahrzeuge täglich einschließlich des Schwerlastverkehrs) war die Lübnitztalbrücke für ca 10 Jahre gesperrt. Während dieser Zeit führte die B 2 über eine Behelfsbrücke direkt neben der Lübnitztalbrücke. 2012 wurde die Lübnitztalbrücke nach einer Generalsanierung wieder für den Verkehr freigegeben. In der Brücke wurde hinter der erhalten gebliebenen Fassade aus Sandstein ein neuer Rahmen aus Stahlbeton eingearbeitet.[5]

Engstelle in der Ortsdurchfahrt der B 2 in Bad Berneck

Von Gefrees aus führt die Strecke vorbei an der Burgkapelle Stein weiter durch die Altstadt von Bad Berneck nach Bayreuth. Auf dem Weg nach Bayreuth erreicht die B 2 kurz nach Benk den Bindlacher Berg und durchquert Bindlach. Der Bindlacher Berg war bis Anfang der 1990er Jahre Militärstandort der US-Streitkräfte. Von Bindlach aus führt die Straße am ehemaligen Bayreuther Kasernengelände im Stadtteil Laineck vorbei, bevor sie Bayreuth erreicht.

Bayreuth – Nürnberg[Bearbeiten]

Bayreuth und der Stadtteil Wolfsbach werden in Richtung Süden durchlaufen, ehe die B 2 durch das mittelalterlich geprägte Creußen führt. Weiter südlich werden Schnabelwaid und Pegnitz erreicht. Zwischen Bayreuth (Josephsplatz) und Pegnitz-Neudorf ist die Straße mit der Bundesstraße 85 identisch, südlich von Neudorf auf etwa 2 km Länge mit der Bundesstraße 470.

Ab Pegnitz führt die B 2 in einem Verlauf, zum Teil stark gewunden und auf relativ hohem Niveau (400–550 m ü. NN), am östlichen Rand der Fränkischen Schweiz entlang. Hier verläuft sie u. a. durch Leupoldstein, den Markt Hiltpoltstein mit seiner engen und steilen Ortsdurchfahrt und der Burg Hiltpoltstein und vorbei an der Stadt Gräfenberg mit ihrer historischen Altstadt. Ab Weißenohe (ehemaliges Benediktinerkloster, Brauerei) verlässt die B 2 das Albplateau der Fränkischen Schweiz und der Straßenverlauf wird wieder großzügiger. Im Bereich des Marktes Eckental umgeht sie seit Ende 2008 den Ortsteil Eschenau und steigt zweistreifig auf den „Geschaidter Berg“, wo sie die Ortsteile Großgeschaidt und Kleingeschaidt voneinander trennt, um über die Ortsumfahrung Heroldsberg durch den Nürnberger Reichswald die Stadtgrenze Nürnbergs zu erreichen.

Nürnberg – Schwabach – Roth[Bearbeiten]

Ende der B 2 bei Schwabach
Am Ende der Schweinauer Hauptstraße in Nürnberg trennen sich die Bundesstraßen 2 (rechts) und 14 (vorn)

Im Bereich der Stadt Nürnberg mündet die B 2 in den innerstädtischen Ring, die B 4R. Im Süden der Stadt im Bereich des Fernmeldeturmes verlässt sie gemeinsam mit der B 14 den Ring als Schweinauer Hauptstraße in Richtung Südwesten. An deren Ende, südlich der Südwesttangente und des Main-Donau-Kanals trennen sich die beiden Bundesstraßen wieder und die B 2 verläuft als Weißenburger Straße zweistreifig in Richtung Schwabach. Nach Durchquerung der Stadt Schwabach verläuft die B 2 ein kurzes Stück zusammen mit der Autobahn 6, um schließlich zwischen den Städten Schwabach und Roth als autobahnähnlich ausgebaute Straße weiterzuführen.

Seit Mitte der 1980er Jahre ist der Ausbau der B 2 von Nürnberg-Reichelsdorf zum unfertigen Autobahnkreuz Schwabach-Roth der A 6 geplant. Das ist in der Bevölkerung heftig umstritten, da die geplante Trasse durch die Rednitzniederungen führt und nach Ansicht des BUND einzigartige Gräserlandschaften zerstören würde. Mit der Realisierung des Ausbauplanes würde sich eine (nutzbare) Umgehung der Stadt Schwabach ergeben, was eine erhebliche Entlastung des innerstädtischen Verkehrs zufolge hätte. Die Trasse würde dann als Bundesstraße 2a über das Autobahnkreuz hinaus nach Schwabach-Limbach, Nürnberg-Katzwang und Nürnberg-Reichelsdorf auf den dort bereits für diesen Anschluss vorgesehenen Frankenschnellweg führen, von dort über das Autobahnkreuz Nürnberg-Hafen auf die A 73. Diese Trasse war zunächst als A 77 geplant, deren Realisierung aber zugunsten der bestehenden Version zurückgestellt wurde.

Roth – Donauwörth[Bearbeiten]

Im Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Roth A 6 und Donauwörth war die A 77 als vierstreifiger Ersatz zur alten B 2 vorgesehen. Entgegen den Planungen wurde der Bau der Autobahn zurückgestellt und ein Ausbau der bestehenden B 2 priorisiert.

Vom Ende der vierstreifig ausgebauten B 2n (zwischen den Anschlussstellen Roth und Roth-Kiliansdorf) bis Donauwörth finden weitere Baumaßnahmen in Richtung eines dreistreifigen Ausbaus statt. Der Abschnitt Pleinfeld-Süd bis Ellingen-Nord ist bereits dreistreifig fertiggestellt. Zwischen Ellingen-Mitte und Weißenburg-Nord ist der vierte Fahrstreifen realisiert, kurz hinter der Kreuzung Dietfurt-Treuchtlingen bis zur südlichen Grenze des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen nach Langenaltheim ist die Fahrbahn ebenfalls dreistreifig fertig. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde 2007 die Ortsumgehung von Röttenbach im Landkreis Roth fertiggestellt.

Vorerst nur geplant, aber im „vordringlichen Bedarf“ eingestellt (geplante Fertigstellung bis 2015) sind die Ortsumgehungen von Untersteinbach und Wernsbach (Landkreis Roth) und Dettenheim (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen).

Projekte, die im weiteren Bedarf stehen, wie die Ortsumgehung von Dietfurt, werden derzeit nicht geplant. Mit einer Fertigstellung ist frühestens nach 2015 zu rechnen.

Seit September 2012 ist der Abschnitt zwischen Kaisheim und Donauwörth ein Teilstück der Romantischen Straße.

Donauwörth – Augsburg[Bearbeiten]

Zwischen Donauwörth und Augsburg ist die B 2 vierstreifig ausgebaut. Hier verläuft sie auf oder parallel zur alten Römerstraße Via Claudia Augusta. Sie stellt damit als Teilstück den Ersatz der ursprünglich geplanten A 91 von Füssen nach Feuchtwangen dar.

Augsburg – München[Bearbeiten]

Zwischen den Anschlussstellen Augsburg-West und Augsburg-Ost der A 8 ist die Streckenführung unterbrochen. Sie führt dann im Stadtgebiet Augsburg durch die Stadtteile Hammerschmiede, Lechhausen, Innenstadt, Herrenbach und Hochzoll.

Weiter verläuft die Bundesstraße über Kissing, Mering, Merching (Landkreis Aichach-Friedberg), Althegnenberg, Hattenhofen, Mammendorf, Fürstenfeldbruck, Puchheim, Germering (Landkreis Fürstenfeldbruck) nach München. Die Straße ist im gesamten Teilstück als zweistreifige Straße ausgebaut und bisweilen recht kurvig. Auch werden einige Waldstücke durchfahren. In München-Pasing verläuft die B 2 weiter auf der Landsberger Straße bis zum Mittleren Ring (B 2 R).

München – Mittenwald[Bearbeiten]

Vierspurige Umfahrung Farchant
B2 bei Mittenwald Richtung Scharnitzpass

Dieser Teil der B 2 ist auch unter dem Namen „Olympiastraße“ bekannt. Sie wurde 1936 anlässlich der Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen zweistreifig fertiggestellt. Auf kürzeren Teilstücken nördlich von Murnau und am Hirschberg ist sie dreistreifig. Zwischen München und Starnberg wurde sie durch die Bundesautobahnen A 95 und A 952 ersetzt. Die B 2 führt weiter über Weilheim und Murnau und folgt dabei ungefähr dem Verlauf der Römerstraße Via Raetia nach Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald bis zum Grenzübergang Scharnitz, der die Grenze nach Österreich darstellt. Nördlich von Weilheim bietet sich bei Schloss Pähl ein außergewöhnlicher Panoramablick auf die Alpen und Teile des Landkreises Weilheim-Schongau.

Verkehrsentlastung Starnberg[Bearbeiten]

In Starnberg ist zur Entlastung seit fast drei Jahrzehnten ein Tunnel geplant, der als „B 2-Tunnel“, „Amtstunnel“ oder auch „Entlastungstunnel“ bezeichnet wird. Dieser Tunnel soll die Stadt vom Durchgangsverkehr entlasten und ermöglicht zusammen mit der als Westumfahrung bezeichneten Teilumfahrung von der B2 zur St 2069 die Abstufung der B2 oberirdisch, sowie der St 2069 und der St 2070, wodurch eine bessere Steuerung auch des Ziel- und Quellverkehrs in der Stadt möglich wird. In der Starnberger Bevölkerung bildeten sich Aktionsgemeinschaften, die sich gegen bzw. für den „B 2-Tunnel“ einsetzen (Pro und Kontra einer B 2-Umfahrung). Nach reiflicher Abwägung aller Vor- und Nachteile hat sich der Stadtrat, letztmals im November 2008, einstimmig für den B 2-Entlastungstunnel und die Westumfahrung entschieden.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Filmemacher Franz Xaver Gernstl hat der Bundesstraße 2 eine eigene Filmreihe gewidmet und in bislang sieben ein- und zweistündigen Filmen Leute und Städte entlang der Bundesstraße 2 porträtiert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 2 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. die Landstraßenkarte von 1501 von Erhard Etzlaub, Liechtenstein Map Collection (Houghton Library), Harvard University Library
  2. Netzknotenkarte Landkreis Barnim (PDF; 4,4 MB)
  3. Bundesverkehrswegeplan, Anlage Sachsen-Anhalt (PDF; 87 kB)
  4. Roland Bollmann: Bild eines Stationsschildes entlang der Strecke. In: göttengrün.de. Abgerufen am 9. Dezember 2011 (JPEG Bildformat).
  5. Artikel der Lokalzeitung "Frankenpost"
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing