Toronto Transit Commission

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Toronto Transit Commission
Logo der Toronto Transit Commission
Basisinformationen
Unternehmenssitz Toronto, Ontario
KanadaKanada Kanada
Webpräsenz TTC Webseite
Vorstand Karen Stintz, Vorsitzende
Betriebsleitung Peter Milczyn
Mitarbeiter über 12.000
Umsatz 834,13[1]dep1
Linien
U-Bahn 3
Straßenbahn 11
Bus 140
Anzahl Fahrzeuge
U-Bahnwagen 706
Straßenbahnwagen 248
Sonstige Fahrzeuge 1.782 Busse
Statistik
Fahrgäste 471.233.000 (2009)
Fahrleistung 107.609 km (Bus)
11.850 km (Straßenbahn)
74.512 (U-Bahn)
Haltestellen 69
Einzugsgebiet Toronto, Mississauga, Vaughan, Richmond Hill, Markhamdep1
Einwohner im
Einzugsgebiet
5,6 Mil. in Greater Toronto Area

Toronto Transit Commission (TTC) ist der Name der Torontoer Verkehrsbetriebe. Gegründet wurde die TTC 1954; sie ging aus der Toronto Transportation Commission aus dem Jahr 1921 hervor. Die Ursprünge von privat betriebenen Verkehrsunternehmen gehen auf das Jahr 1849 mit der Williams Omnibus Bus Line zurück.

Das TTC unterhält drei U-Bahnlinien und eine Schnellbahnzuglinie, die eine östliche Fortsetzung der U-Bahn bildet. Das Netz verfügt über 69 Haltestellen. Trotz der wenigen Linien ist das Torontoer U-Bahn-Netz nach der U-Bahn New York und der U-Bahn Mexiko-Stadt das drittgrößte Nordamerikas.[2] Neben der U-Bahn verfügt die TTC über ein Straßenbahn- und Busliniennetz. 2007 beförderte TTC täglich 1,5 Millionen Passagiere und rund 459.769.000 in der Summe für das komplette Jahr. Im Durchschnitt nutzen 49 % aller Fahrgäste die Busse, 37 % die U-Bahnen und 13 % die Straßenbahnen.[3] Straßenbahnen sind in Toronto rot gefärbt, die innerstädtischen Busse sind rot-weiß.

Tickets[Bearbeiten]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2011 nicht mehr aktuell zu sein: "welches bis 2010 für das gesamte Greater Toronto Area realisiert werden soll." Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Token (Vorder- und Rückseite)

Neben Bargeld und gedruckten Tickets können Fahrgäste auch sogenannte Tokens für eine Fahrt nutzen. Seit dem 1. Januar 2010 kostet eine einfache Fahrt für einen Erwachsenen 3 $. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Mehrfachfahrten zu lösen oder Tickets für einen Tag, eine Woche, einen Monat oder zwölf Monate zu lösen. In Toronto gibt es über 1200 lizenzierte Verkaufsstellen für TTC-Tickets. Seit 2008 kann auch die sogenannte Presto card genutzt werden. Das ist ein Chipkartensystem, welches bis 2010 für das gesamte Greater Toronto Area realisiert werden soll. Bisher ist es nur für Einstiege im Innenstadtbereich rund um die Union Station nutzbar.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten privatbetriebene Nahverkehrverbindungen fuhren im Jahre 1850. Einige Jahre später wurden einige Routen direkt durch die Stadt betrieben. 1921 wurde die Toronto Transit Commission (TTC) gegründet, welche alle Routen übernommen hatte und diese betreibt. In den darauffolgenden Jahren wurde der Nahverkehr unter anderem durch Straßenbahnen bedient. 1954 eröffnete die TTC die erste U-Bahn-Linie, welche immer wieder ausgebaut und verlängert wurde, um auch Vororte mit der Innenstadt zu verbinden.

Organisation[Bearbeiten]

Die TTC-Zentrale befindet sich auf der Yonge Street 1900 in Höhe der Davisville Avenue. Das Bürogebäude ist auch unter dem Namen William C. McBrien Building bekannt, welches im Jahre 1957 fertiggestellt wurde. Die TTC verfügt zudem über mehrere Betriebshöfe und Werkstätten die sich auf mehrere Standorte verteilen.

Fahrzeugflotte[Bearbeiten]

Ein TTC Orion VII Bus, Linie 102, Markham Rd. Route

Busse[Bearbeiten]

Heute bilden die größte Einheit an Fahrzeugen bei der TTC die Busse. Vor 1960 spielten diese jedoch eine untergeordnete Rolle im Vergleich zu den Straßenbahnen. Der reguläre Busbetrieb wurde 1921 eingeführt und war sehr wichtig für die Orte und Vororte in Toronto, die nicht mit den Straßenbahnen angefahren werden konnten. Man hat zwar 1920 versuchsweise Trolley Busse betrieben, diese wurden jedoch durch normale Busse ersetzt. Der letzten Trolleybus-Verbindungen wurde zwischen 1991 und 1993 eingestellt. Die Busse wurden durch neue modernen Orion VII hybrid electric Niederflurbusse ersetzt. TTC bestellte kurz daraufhin weitere Busse dieser Art, was zu einer Gesamtanzahl von 500 Fahrzeugen führte. Damit rückte Toronto näher zum zweiten Rang, nach New York City, welches die Baugleichen Busse betrieben haben. 2001–2006 bestellte TTC weitere Orion VIIs welche sich nur geringfügig von den vorhergehenden unterschieden. Ab 2007 wurde der Fuhrpark teilweise modernisiert. Die ältere Busse die zwischen 1991 und davor noch in Betrieb waren, wurden durch neuere modernere Busse ersetzt. Diese verfügen über ein moderneres Design und Technologie. Die nächste größere Modernisierung der Fahrzeugflotte ist im Jahr 2012 vorgesehen. Mit der Fahrzeugflotte gehört die Toronto Transit Commission zum drittgrößten Busbetreiber in Nordamerika, nach New York City und Los Angeles.

Toronto Subway[Bearbeiten]

Hauptartikel: Toronto Subway
Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2012 nicht mehr aktuell zu sein: "Die ersten Züge sollen im Frühjahr 2011 ausgeliefert werden." Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Ein U-Bahnzug der TTC

Die Toronto Subway besteht aus drei Hauptverbindungen. Das von der städtischen Verkehrsgesellschaft Toronto Transit Commission (TTC) betriebene Netz hat eine Streckenlänge von 68,3 Kilometern und umfasst 69 Stationen. Die Yonge-University-Spadina Line ist die längste Verbindung, welche im Jahre 1954 eröffnet und zuletzt 1996 verlängert wurde, verfügt über 31 Stationen. Die zweite Verbindung ist die Bloor-Danforth Line, eine Ost-West Verbindung die 1966 eröffnet und zuletzt 1980 verlängert wurde. Am östlichen Endpunkt der Bloor-Danforth Line schließt sich die Verbindung der 1985 eröffneten Scarborough RT an, die nach McCowan im Stadtteil Scarborough führt und sich in technischer Hinsicht von den übrigen Linien unterscheidet. Die dritte Verbindung stellt die 2002 eröffnete Sheppard Line dar. Diese Strecke unter der Sheppard Avenue verbindet Don Mills mit Sheppard-Yonge, wo zur Yonge-University-Spadina Line umgestiegen werden kann.

Die Stationen werden von 678 Fahrzeugen angefahren, diese sind meist zu 4- oder 6-Wagen-Zügen zusammengekuppelt. Ab 2010 liefert Bombardier einen neuen Zugtyp aus, den Toronto Rocket. Die Züge verkehren täglich zwischen 6 Uhr früh bis 1:30 Uhr in der früh am nächsten Tag. Sonntags fahren die Züge erst um 9 Uhr vormittags bis zum Betriebsschluss. In den nächtlichen Ruhepausen sind die U-Bahnen und die unterirdischen Stationen geschlossen. In der Nacht werden zumeist Reinigungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt. Als Ersatzverkehr für die Bahnen dienen Nachtbusse, die die ganze Nacht durchfahren. Mitte der 90er Jahre begannen die Bauarbeiten an der Eglinton West Subway Line, das Projekt wurde jedoch kurz vor Anbruch der Arbeiten vorübergehend auf Eis gelegt. 2007 wurden Überlegungen angestellt, diese Linie soweit auszubauen, dass eine direkte Verbindung vom Toronto Pearson International Airport in die Innenstadt und nach Scarborough möglich ist.

Aktuelle Planungen zufolge plant die TTC eine Verlängerung der Yonge-University-Spadina Line nach Nordwesten zur York University, Steeles Avenue und dem Vaughan Metropolitan Centre in der York Region. Die Provinzregierung gab am 23. März 2006 bekannt, dass sie dieses Projekt mit 670 Millionen Dollar bezuschussen würde. Was etwa einen Drittel der kompletten Investitionssumme ausmachen würde. Des Weiteren ist eine nördliche Verlängerung in Planung, die von der York Region und der Provinz von Ontario vorangetrieben wird. Dieses Projekt würde die Yonge line nördlich bis zum Richmond Hill Centre Transit Terminal Richmond Hill in der Nähe des Highway 7 führen.

Im September 2006 erteilte die Stadt die Genehmigung zum Kauf von 234 neuen U-Bahn Zügen, da die bisher eingesetzten ihre maximale Lebensdauer erreicht haben. Diese Züge werden von Bombardier Transportation in Thunder Bay gebaut.

Eine Straßenbahn in Toronto

Straßenbahn[Bearbeiten]

Hauptartikel: Straßenbahn Toronto

Das Straßenbahnnetz in Toronto zählt zu den wenigen Verkehrsnetzen, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts betrieben werden. Das Straßenbahnsystem kam man zurückdatieren auf die Zeit, als noch Pferde mit Pferdekutschen im Jahre 1861 das Nahverkehrssystem betrieben hatten. Die erste elektrisch betriebene Straßenbahn fuhr im Jahr 1892, als die Infrastruktur und das Stromnetz für 600-Volt-Züge ausgebaut war. Die Straßenbahnen verkehren schwerpunktmäßig in der Downtown Area. Das Straßenbahnnetz umfasst eine Länge von 75 km. Diese sind überwiegend nach west-östlicher Richtung verlegt. Die Fahrzeuge sind nur für den Einrichtungsbetrieb ausgelegt, was den Einsatz von Wendeschleifen an Streckenenden erforderlich macht.

Serviceangebote[Bearbeiten]

OneStop Flachbildschirm Informationsanzeige in der U-Bahn station, Dundas Station.

Fahrrouten und Fahrtzeiten können durch die TTC Info Nummer 416-393-INFO erfragt werden. Individuelle Fahrpläne können auf der Webseite der TTC eingesehen und zusammengestellt werden. Google Maps unterstützt die TTC seit Oktober 2010. Am 15. Dezember 2008 installierte die TTC an hochfrequentierten Stationen ein neues Fahrgastinformationssystem, das Next Vehicle Information System (NVIS). Das NVIS zeigt den nächsten ankommenden Zug an und das Fahrtziel. Die Spadina und Harbourfont Straßenbahnlinien waren die ersten Stationen die mit diesem System ausgestattet wurden. Des Weiteren wurden auch viele U-Bahn Stationen mit einem neuen Fahrgastinformationssystem ausgestattet. Das System in den U-Bahnhöfen werden als OneStop media screens bezeichnet und bestehen aus einem Flachbildschirm, der relevante Informationen über die ankommenden Linien der Züge mit Fahrtrichtung und die Wartezeit anzeigt. Des Weiteren werden auch die Uhrzeit und andere Informationen den Fahrgästen angezeigt.

Sicherheitseinrichtungen[Bearbeiten]

Sicherheitsprogramme in öffentlichen Verkehrsmitteln, die von der TTC auferlegt wurden, umfassen:

  • Haltestellenwunsch (nicht im Straßenbahnverkehr) - Allein fahrende Jugendliche und Frauen können in der Zeit zwischen 9 Uhr abends und 5 Uhr in der Früh dem Fahrer einen bestimmten Haltepunkt mitteilen, wo sie aussteigen wollen. Diese können auch zwischen zwei Haltestationen liegen. Sinn und Zweck ist es, dass alleinfahrende Jugendliche und Frauen weite Wege in der Dunkelheit erspart bleiben und diese schneller an einen sicheren Ziel sein können und somit nächtliche Überfälle reduziert werden.
  • Kameraüberwachungen - Insgesamt verfügt die TTC über 12000 Überwachungskameras in den U-Bahnsystemen, den Bussen und Straßenbahnen.
  • Toronto EMS Paramedics - Die Toronto EMS Sanitäter sind in den größeren U-Bahn-Stationen während der morgendlichen und der abendlichen Rush-Hour in Bereitschaft, um schneller vorort zu sein, falls ein medizinischer Notfall eintritt.
  • Notfall Stromunterbrechungs Stationen - sind gekennzeichnet durch eine blaue Farbe und befinden sich an den Enden der jeweiligen U-Bahn Station, diese verfügen über ein Telefon, mit dem man die TTC Fahrkontrolle anrufen kann. Diese Schutzeinrichtung soll den Strom der stromführenden Schiene unterbrechen, falls jemand in die Gleisbett fällt.
  • Emergency Stopping Mechanism - dieses System verfügen alle U-Bahnen der TTC. Diese dienem dem sofortigen Anhalten des Zuges, falls jemand zwischen Zug/Bahnsteigkante oder in der Tür eingeklemmt wird und der Zug dennoch anfahren sollte.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. TTC-Jahresbericht 2007 (PDF-Datei; 4,38 MB)
  2. http://www.ctv.ca/servlet/ArticleNews/story/CTVNews/1122072619227_40/?hub=CTVNewsAt11
  3. American Public Transportation Association auf Internetseite apta.com: APTA Transit Ridership Report - Fourth Quarter 2006 (PDF-Dokument), Erklärung der Abkürzungen: PDF-Dokument, abgerufen am 23. März 2009