Trapper

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Trapper in Wildlederkleidung (nachgestellt)
Trapping heute

Ein Trapper (von engl. trapFalle“) ist ein Fallensteller und Pelztier-Jäger. Der Begriff wird vornehmlich für die Fallensteller Nordamerikas verwendet, die vor allem während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts während der letzten Hochphase des Pelzhandels in Nordamerika aktiv waren. Die meisten Felle wurden für Pelzbekleidung nach Europa exportiert. Auch waren damals in Europa Hüte aus Biberhaar, sogenannte Kastorhüte, sehr in Mode.[1] Die nordamerikanischen Trapper, wie John Colter und Jim Bridger, trugen erheblich zur Erkundung unbekannter Gebiete bei. Die Jagd wurde teilweise so rücksichtslos betrieben, dass an vielen Stellen einzelne Pelztierarten entweder ganz ausgerottet oder zumindest stark gefährdet waren. Mit der Einführung der Pelztierzucht, später durch wechselnde Mode und deshalb fallenden Fellpreisen nahm die Bedeutung des Fallenstellens erheblich ab.

Auch heute gibt es in Kanada und Alaska noch etwa 200.000 Trapper,[2] die meist nur zeitweise und als Nebenerwerb vom Fallenstellen leben. Inzwischen wurden viele Tierarten ganz oder teilweise unter Schutz gestellt oder sogar wieder neu angesiedelt, insbesondere in Kanada werden Jagd und Fang von staatlichen Behörden überwacht. Seit einigen Jahren steigt weltweit erneut die Nachfrage nach Pelzen, so dass sich der Fang für den Trapper wieder mehr lohnt.

Filme[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dietmar Kuegler: In der Wildnis die Freiheit – Trapper, Mountain Men, Pelzhändler – Der amerikanische Pelzhandel. Verlag für Amerikanistik, Wyk 1989, ISBN 3-924696-33-0

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze, 1911, Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und Kürschner-Zeitung“, Berlin. S. 597-598
  2. Kate Galbraith: Back in Style: The Fur Trade. December 24, 2006, The New York Times