Tscholponata

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Tscholponata
Чолпоната
Wappen fehlt
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Tscholponata (Kirgisistan)
Tscholponata
Tscholponata
Basisdaten
Staat: Kirgisistan Kirgisistan
Gebiet: Yssykköl
Koordinaten: 42° 39′ N, 77° 5′ O42.64833333333377.083611111111Koordinaten: 42° 38′ 54″ N, 77° 5′ 1″ O
Einwohner: 12.000
Felsen an einem Berghang bei Tscholponata mit Petroglyphen; im Hintergrund der See Yssykköl

Tscholponata (kirgisisch Чолпоната) ist ein Badeort am Nordufer des Yssykköl-Sees in Kirgisistan, 240 km östlich der Hauptstadt Bischkek und 135 km westlich von Karakol.

Die ganzjährliche Bevölkerung beläuft sich auf etwa 12.000. Der Ort enthält zahlreiche aus der Sowjetzeit stammende Hotels, Sanatorien und Gästehäuser, um die vielen Sommergäste aufzunehmen, die während der Sowjetzeit in organisierten Massenferien hier Erholung fanden, heute zumeist in kleinen Gruppen oder als Familiengäste urlauben. Wegen des relativ warmen Seewassers, des flachen Strandes und des verlässlich warmen Sommerwetters erfreut sich Tscholponata auch heute wieder großer Beliebtheit bei Touristen aus Kirgisistan, Kasachstan und Usbekistan, und der Blick über den See nach Süden auf die gewaltigen Gipfel des Tianshan-Gebirges ist beeindruckend. Allerdings wären erhebliche Modernisierungsinvestitionen notwendig, um anspruchsvollere Gäste aus dem Ausland anzuziehen. Viele der Hotels sind inzwischen im Besitz von Investoren aus Kasachstan, die erste Erneuerungen vornehmen. Die Trinkwasserversorgung der Stadt, die modernen Ansprüchen insbesondere hinsichtlich der Hygiene nicht mehr genügte, wird inzwischen mit Geldern der Weltbank renoviert.

Die Felszeichnungen von Tscholponata[Bearbeiten]

Zwei km nordöstlich der Ortschaft befindet sich eine archäeologische Stätte mit ca. 2000 Felszeichnungen, die vor allem aus der Skytenzeit stammen (8. bis 3. Jhd. vor Christus). 90 % der Felszeichnungen stellen Tiere dar, wie Steinböcke, Pferde und Kamele. Die übrigen Zeichnungen sind meistens Darstellungen von Jagdszenen.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Luc Hermann, Les pétroglyphes de Tcholpon-Ata, Paris, 2010 http://www.bod.fr/index.php?id=1786&objk_id=429117