Tschuktschensee

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Die Tschuktschensee zwischen Sibirien und Alaska
Chukchi Sea.JPG

Die Tschuktschensee (engl. Chukchi Sea, russ. Чуко́тское мо́ре/Tschukotskoje more) ist ein Randmeer des Nordpolarmeeres.

Die Tschuktschensee liegt nördlich der Nahtstelle von Amerika und Asien und erstreckt sich unmittelbar nördlich des Polarkreises von etwa 66,5° bis 80° nördlicher Breite und von 160° bis 180° westlicher Länge. Die Fläche beträgt rund 582.000 km²,

Im Norden geht die Tschuktschensee in das „Eismeer“ über und grenzt im Nordwesten an die Wrangelinsel und damit an die Ostsibirische See. Im Osten stößt sie an Nordwest-Alaska (USA) und im Nordosten an die Beaufortsee. Im Süden grenzt sie an die Beringstraße, die zum Beringmeer überleitet. Die westliche Abgrenzung ist Ostsibirien (Russland, Asien); dort liegen die Tschuktschen-Halbinsel und das Ostsibirische Bergland.

Das nach dem ostsibirischen Volk der Tschuktschen benannte Meer ist mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur 77 Metern sehr flach. Nur in der Zeit von Juli bis Oktober ist sie entlang der sibirischen Küste schiffbar. Zahlreiche Tier- und Vogelarten sind hier Sommergäste.

Ölbohrungen[Bearbeiten]

Seit 2010 ist Royal Dutch Shell in dem Gebiet aktiv und arbeitet an einer Ausbeutung der Ölvorkommen in dem arktischen Meer. Auch ConocoPhillips und Statoil Chart wollen ab 2014 beziehungsweise 2015 in der Tschuktschensee bohren. Die vergleichsweise teure Förderung in der Arktis steht in Konkurrenz zu den durch Fracking gewonnenen Schiefergas und -öl in den USA. Für den russische Teil der Tschuktschensee interessieren sich unter anderem Gazprom und seine internationalen Partner.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tschuktschensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

69.688611111111-171.45527777778Koordinaten: 69° 41′ 19″ N, 171° 27′ 19″ W