Umkehr

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Unter Umkehr versteht man grundsätzlich jeden vollständigen Richtungswechsel. Die Umkehr hat also drei Teile:

  • Einsicht in den falschen Weg
  • Umkehr bis zu einem bekannten Punkt
  • Aufbruch in eine neue Richtung.

Auch die Konversion (v. lat. conversio „Umwendung“, „Umkehr“) ist mit dem Begriff Umkehr verwandt.

Religiöse Umkehr[Bearbeiten]

Siehe Hauptartikel: Buße (Religion)

Eine besondere Bedeutung hat die Umkehr im religiösen und ethischen Bereich. Hierzu gehört der Begriff der Buße. Der

Umkehr und Reue im Judentum[Bearbeiten]

In der jüdischen Tradition hat der Begriff Teschuwa (hebräisch für Reue, Umkehr)[1] einige Bedeutungen. Die Teschuwa umfasst alle Bereiche des jüdischen Lebens. In den Pirke Awot (hebräisch für „Sprüche der Väter“) wird ermahnt: "Kehre einen Tag vor deinem Tode um. (2:10)".

Der Monat Elul des jüdischen Kalenders gilt als Zeit der Teschuwa, der "Umkehr zu Gott". Diese erstreckt sich von Rosch haSchana über die folgenden zehn Tage der Umkehr bis zum Jom Kippur. Dies ist der heiligste und feierlichste Tag des jüdischen Jahres, mit Schwerpunkt auf Reue und Versöhnung, mit sich selbst, mit den Mitmenschen und mit Gott.

Umkehr im Christentum[Bearbeiten]

Im Christentum leitet die Umkehr über die Erkenntnis der eigenen Schuld (Ijob 42,6 EU) zu den rechtschaffenen Werken des neuen Lebens (Apg 26,20 EU), die die Abkehr von der bisherigen Lebensführung einschließen (Röm 6,1f EU).

Der Begriff, der die Übernahme anderer Glaubensgrundsätze beschreibt, die Konversion, steht in engem Bezug zur Umkehr.

Umkehr und Reue im Islam[Bearbeiten]

Der Koran besagt an zahlreichen Stellen, dass Allah barmherzig ist, und vergibt. Die formale Bezeichnung hierfür nennt sich Tavbe oder im Türkischen Tövbe.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "(...) Im Geist des Judentums ist das Suchen nach Gott die Umkehr zu Gott; unser Denken an Ihn ist Erinnerung, ein Versuch, die Tiefe unserer verdrängten Liebe zum Sprechen zu bringen. Das hebräische Wort für Reue - teschuva - bedeutet Umkehr. Es bedeutet aber auch Antwort. Rückkehr zu Gott heißt, Ihm antworten. Denn Gott schweigt nicht. (...)" Abraham Joshua Heschel: Gott sucht den Menschen - Eine Philosophie des Judentums; in der Reihe: Information Judentum, Band 2, Hrsg. von Zehuda Aschkenasy, Ernst Ludwig Ehrlich und Heinz Kremers, Neukirchener Verlag, 1992, S. 109