Union der Komitees der Soldatenmütter Russlands

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Union der Komitees der Soldatenmütter Russlands (russisch Союз Комитетов Солдатских Матерей России / Transkription Sojus Komitetow Soldatskich Materei Rossii) lautet seit 1998 der Name einer 1989 gegründeten Menschenrechtsorganisation und Gruppe von Angehörigen von Militärpersonen, die sich um Missstände in der russischen Armee kümmern, so die berüchtigte Dedowschtschina. Während des ersten Tschetschenienkrieges wurden täglich 200 Beschwerdebriefe bearbeitet, in den ersten sechs Monaten des Krieges sprachen 10.000 Personen vor. Seit ihrer Gründung hat sich die Organisation zu mehr als 100 Regionalgruppen erweitert.

Sie organisierten die Freilassung von russischen Kriegsgefangenen der tschetschenischen Armee. Der Mitleidsmarsch der Mütter von Moskau in die tschetschenische Hauptstadt Grosny wurde vom russischen Militär gestoppt.

Im November 2004 gründeten 160 Mitglieder aus 50 Regionen eine politische Partei mit dem Namen Vereinte Volkspartei der Soldatenmütter (CKCMP).[1]

Den Vorsitz des Komitees in Sankt Petersburg führen Ella Poljakowa und Jelena Wilenskaja. Das Komitee arbeitet mit den evangelischen und katholischen Frauenverbänden, Frauen für den Frieden Düsseldorf und Schweiz, Mütter für den Frieden, Frauennetzwerk für Frieden, dem Kopelew-Forum, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Helsinki Citizens Assembly zusammen.

Wie zuvor schon andere Nichtregierungsorganisationen in Russland wurden die Soldatenmütter zur „gemeinnnützige Organisationen in der Funktion ausländischer Agenten“ erklärt, weil sie zum Teil aus den USA finanziert werden.[2] Während der Ukrainekrise 2014 veröffentlichten sie Zahlen, nach denen bis zu 15000 russischen Soldaten schon zum Kampf in die Ukraine geschickt worden wären.[3]

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Eva Maria Hinterhuber: Die Soldatenmütter Sankt Petersburg. Zwischen Neotraditionalismus und neuer Widerständigkeit. In: Osteuropa. Geschichte, Wirtschaft, Politik. Bd. 21, Münster/Hamburg/London 1999, ISBN 3-8258-3932-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. russland.rz
  2. NED 2011 Annual report. In: www.ned.org. Abgerufen am 4. Mai 2015.
  3. Bis zu 15'000 russische Soldaten wurden in die Ukraine geschickt. In: tagesanzeiger.ch. 1. September 2014, abgerufen am 4. Mai 2015.

Weblinks[Bearbeiten]