Grosny

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Stadt
Grosny
Грозный
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Vorlage:Infobox Ort in Russland/Wartung/AltFöderationskreis Nordkaukasus
Republik Tschetschenien
Bürgermeister Muslim Chutschijew
Gegründet 1818
Stadt seit 1870
Fläche 305 km²
Höhe des Zentrums 130 m
Bevölkerung 231.215 Einw. (Stand: 2009)
Bevölkerungsdichte 758 Ew./km²
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7)8712
Postleitzahl 364000–364068
Kfz-Kennzeichen 20, 95
OKATO 96 401
Website http://www.groz-mer.ru/
Geographische Lage
Koordinaten 43° 19′ N, 45° 42′ O43.31666666666745.7130Koordinaten: 43° 19′ 0″ N, 45° 42′ 0″ O
Grosny (Russland)
Red pog.svg
Grosny (Republik Tschetschenien)
Red pog.svg
Republik Tschetschenien
Liste der Städte in Russland

Grosny (Grozny) (russisch Грозный, tschetschenisch Соьлж-ГIала/Sölsch-Ghala) ist die Hauptstadt der Tschetschenischen Republik im russischen Kaukasus. Sie hat 231.215 Einwohner (Stand: 2009)

Grosny
Klimadiagramm (Erklärung)
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Roshydromet
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Grosny
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 0,6 2,5 8,7 17,9 23,7 27,9 30,5 29,7 24,7 16,6 9,3 3,2 Ø 16,3
Min. Temperatur (°C) −6,2 −4,9 −0,5 5,4 11,0 15,4 18,2 17,2 12,7 6,1 1,8 −3,0 Ø 6,1
Niederschlag (mm) 19 21 23 33 57 72 57 44 33 30 26 24 Σ 439
Regentage (d) 5 5 5 5 7 8 6 6 5 6 6 6 Σ 70
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Quelle: Roshydromet

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Ein tschetschenischer Kämpfer in der Nähe des Präsidentenpalastes, Januar 1995

Die Stadt wurde während des Großen Kaukasuskrieges im Jahre 1818 unter General Alexei Jermolow als russische Festung am Terek-Nebenfluss Sunscha (Су́нжа) gegründet und erhielt zunächst den Namen Grosnaja krepost (dt. furchtgebietende Festung). Die Bevölkerung bestand zunächst aus russischen Kosaken. Als die Festung zur Stadt anwuchs, wurde der Name 1870 geändert.

In Grosny bestand das Kriegsgefangenenlager 237 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[1]

1989 hatte Grosny 397.000 Einwohner, davon waren 210.000 Russen, 121.000 Tschetschenen, 21.000 Inguschen und 14.000 Armenier.[2]

Während des Ersten und Zweiten Tschetschenienkrieges in den 1990er-Jahren wurden 80 Prozent der Stadt zerstört. Mittlerweile ist ein Großteil der Stadt wieder aufgebaut oder im Bau.

Im Dezember 2005 wandte sich das tschetschenische Parlament mit der Bitte an die russische Führung, Grosny in Achmadkala (Achmadburg) umzubenennen. „Mit dem alten Namen seien die dunkelsten Kapitel des tschetschenischen Volkes verbunden“, heißt es in dem Antrag. Der neue Name solle an den moskautreuen Präsidenten Achmat Kadyrow erinnern, der 2004 getötet wurde.[3]

Zuvor war die Stadt zwischen 1998-1999 zeitweise auch 'Джовхар-ГIала'/Dschowchar Ghala genannt worden, zu Ehren von Dschochar Dudajew.

[Bearbeiten] Sport

Der Fußballverein Terek Grosny wurde 2004 russischer Pokalsieger und durfte damit im UEFA-Cup starten.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Grosny ist das Zentrum eines bedeutenden Erdölförderungsgebietes, was die strategische Bedeutung der Stadt erklärt.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Achmad-Kadyrow-Moschee

Die am 17. Oktober 2008 eingeweihte Achmat-Kadyrow-Moschee ist mit zehntausend Plätzen die größte Moschee Russlands. Ihre Minarette sind 62 m hoch.[4]

[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen

  • Akademisches M.-D.-Millionschtschikow-Erdölinstitut Grosny
  • Offenes Geisteswissenschaftliches Institut
  • Staatliche Universität Tschetschenien
  • Staatliches Pädagogisches Institut Tschetschenien

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Grosny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
  2. Roland Götz/Uwe Halbach: Politisches Lexikon Rußland. Verlag C.H. Beck, München 1994, S. 331.
  3. BBC, 15. Dezember 2005, Chechnya wants Grozny name change
  4. WOSTOK, Nr. 3/2008, Wostok Verlag, Berlin 2008; S. 4
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