Grosny
| Stadt
Grosny
Грозный
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Grosny (Grozny) (russisch Грозный, tschetschenisch Соьлж-ГIала/Sölsch-Ghala) ist die Hauptstadt der Tschetschenischen Republik im russischen Kaukasus. Sie hat 231.215 Einwohner (Stand: 2009)
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Stadt wurde während des Großen Kaukasuskrieges im Jahre 1818 unter General Alexei Jermolow als russische Festung am Terek-Nebenfluss Sunscha (Су́нжа) gegründet und erhielt zunächst den Namen Grosnaja krepost (dt. furchtgebietende Festung). Die Bevölkerung bestand zunächst aus russischen Kosaken. Als die Festung zur Stadt anwuchs, wurde der Name 1870 geändert.
In Grosny bestand das Kriegsgefangenenlager 237 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[1]
1989 hatte Grosny 397.000 Einwohner, davon waren 210.000 Russen, 121.000 Tschetschenen, 21.000 Inguschen und 14.000 Armenier.[2]
Während des Ersten und Zweiten Tschetschenienkrieges in den 1990er-Jahren wurden 80 Prozent der Stadt zerstört. Mittlerweile ist ein Großteil der Stadt wieder aufgebaut oder im Bau.
Im Dezember 2005 wandte sich das tschetschenische Parlament mit der Bitte an die russische Führung, Grosny in Achmadkala (Achmadburg) umzubenennen. „Mit dem alten Namen seien die dunkelsten Kapitel des tschetschenischen Volkes verbunden“, heißt es in dem Antrag. Der neue Name solle an den moskautreuen Präsidenten Achmat Kadyrow erinnern, der 2004 getötet wurde.[3]
Zuvor war die Stadt zwischen 1998-1999 zeitweise auch 'Джовхар-ГIала'/Dschowchar Ghala genannt worden, zu Ehren von Dschochar Dudajew.
[Bearbeiten] Sport
Der Fußballverein Terek Grosny wurde 2004 russischer Pokalsieger und durfte damit im UEFA-Cup starten.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Grosny ist das Zentrum eines bedeutenden Erdölförderungsgebietes, was die strategische Bedeutung der Stadt erklärt.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Die am 17. Oktober 2008 eingeweihte Achmat-Kadyrow-Moschee ist mit zehntausend Plätzen die größte Moschee Russlands. Ihre Minarette sind 62 m hoch.[4]
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
- Akademisches M.-D.-Millionschtschikow-Erdölinstitut Grosny
- Offenes Geisteswissenschaftliches Institut
- Staatliche Universität Tschetschenien
- Staatliches Pädagogisches Institut Tschetschenien
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Islambek Said-Zilimowitsch Albijew, Ringer
- Israil Magomedgirejewitsch Arsamakow, Gewichtheber
- Ramsan Chadschijew, ehemaliger tschetschenischer Fernsehkorrespondent und Journalist
- Ruslan Imranowitsch Chasbulatow, tschetschenischer Politiker und Professor der Wirtschaftswissenschaften
- Julija Andrejewna Jefimowa, russische Schwimmerin
- Anatoli Alexejewitsch Karazuba, russischer Mathematiker
- Alexei Wiktorowitsch Kallima, russischer Künstler
- Makka Umarowna Sagaipowa, tschetschenische Sängerin und Tänzerin
- Ljudmila Iwanowna Turischtschewa, russische Turnerin, dreifache Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin
- Olga Virezoub, russische Komponistin und Pianistin, in Grosny geboren
[Bearbeiten] Weblinks
- Portal der Stadt Grosny
- Grosny auf mojgorod.ru
- aktuelle Fotos aus Grosny
- Der Friede hat in Grosny keine Chance - Artikel in der Taz vom 25. Mai 2004
- Geld gewinnt die Schlacht um Grosny, Artikel im Spiegel vom 29. Februar 2008
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
- ↑ Roland Götz/Uwe Halbach: Politisches Lexikon Rußland. Verlag C.H. Beck, München 1994, S. 331.
- ↑ BBC, 15. Dezember 2005, Chechnya wants Grozny name change
- ↑ WOSTOK, Nr. 3/2008, Wostok Verlag, Berlin 2008; S. 4
Hauptstadt: Grosny
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