Unitarian Universalist Association

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Schriftzug am Gebäude einer UUA-Gemeinde

Die Unitarian Universalist Association (UUA, deutsch: Unitarische Universalistische Vereinigung) ist eine liberale Religionsgemeinschaft in den Vereinigten Staaten, die 1961 aus dem Zusammenschluss der American Unitarian Association und der Universalist Church of America entstanden ist. Sitz der UUA ist an der Beacon Street in Boston, Massachusetts. Die UUA besteht aus 20 Distrikten, 1.042 Gemeinden und 157.920 Mitgliedern und 1.623 Predigern. [1]. Gegenwärtiger Präsident der UUA ist Peter Morales.

Die Unitarian Universalist Association ist Mitglied in der International Council of Unitarians and Universalists.

Geschichte[Bearbeiten]

Siehe auch: Unitarismus und Universalist Church of America

Die nordamerikanischen Unitarier-Universalisten entstanden 1961 aus der Fusion der nordamerikanischen Unitarier mit den Universalisten. Gespräche über eine Union beider Kirchen gab es bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Die beiden Kirchen standen sich vor allem in ihrer liberalen Positionierung nahe. Auch wenn sich die nordamerikanischen Unitarier-Universalisten heute nicht mehr als ausdrücklich christlich verstehen, wurden sowohl die nordamerikanischen Unitarier als auch die Universalisten im 19. Jahrhundert als genuin christliche Kirchen gegründet. Beide Kirchen entstanden im Umfeld des nordamerikanischen Protestantismus. Sie waren geprägt vom Gedanken der Aufklärung als auch von Einflüssen aus dem Pietismus, Puritanismus und der Täuferbewegung. Die erste universalistische Gemeinde in Nordamerika wurde 1779 in Gloucester in Massachusetts gegründet. Die erste unitarische Gemeinde folgte 1786, indem sich die zuvor anglikanische Gemeinde der King's Chapel in Boston mehrheitlich in Zurückweisung der Vorstellung der Trinität dem Unitarismus zuwandte. 1802 wurde auch die erste von den Pilgervätern in Amerika gegründete puritanische Gemeinde in Plymouth unitarisch. 1825 wurde schließlich die American Unitarian Association als Dachverband der nordamerikanischen Unitarier gegründet. 1866 wurde die Universalist General Convention als Dachverband der nordamerikanischen Universalisten gegründet. Letztere benannte sich 1942 in Universalist Church in America um.

Traditionell stehen die Unitarier theologisch vor allem für die Zurückweisung der Vorstellung einer Dreieinigkeit Gottes, sie sehen Gott als eine und nicht als drei Personen. Der Universalismus steht für die Allaussöhnung (Apokatastasis) und lehnte entsprechend Vorstellungen einer ewigen Verdammnis des Menschen ab. Inzwischen sind die christlichen Fundamente der amerikanischen Unitarier-Universalisten aber weitgehend marginalisiert und die Unitarian Universalist Association versteht sich auch für Angehörige anderer religiöser Auffassungen offen. Sie kann in diesem Sinne auch als synkretistisch verstanden werden. Um die Christen unter den nordamerikanischen Unitarier-Universalisten zu betreuen, gründete sich bereits 1945 die Unitarian Universalist Christian Fellowship (UUCF). Für die Sammlung unitarisch-universalistischer Buddhisten gründete sich zu Beginn der 1990er Jahre die Universalist Buddhist Fellowship (UUBF). Beide wirken innerhalb der Unitarian Universalist Association (UUA). Außerhalb der UUA haben sich in den letzten Jahren Gemeinschaften wie die Christian Universalist Association (CUA) und die Unitarian Christian Emerging Church (UCEC) gegründet, die die christliche Grundlage des Universalismus bzw. des Unitarismus wieder stärker betonen. Bis 2002 wurden auch die unitarisch-universalistischen Gemeinden in Kanada von der UUA betreut, inzwischen wurde diese Aufgabe gänzlich vom Canadian Unitarian Council (CUC) übernommen.

Unitarische Kirche in Burlington (Kirchengebäude der First Unitarian Universalist Society Burlington)
Universalist National Memorial Church in Washington DC

In den 1990er Jahren hat die UUA ein Welcoming Congregation Program (deutsch Einladene Gemeinde-Programm) initiiert, um öffentlich auszudrücken, dass auch Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender (LGBT) in den Gemeinden der UUA willkommen sind [2].

Prinzipien[Bearbeiten]

Die UUA hat keine für ihre Mitglieder verbindliche und zentrale Glaubensaussage. Ihre Mitglieder sind in diesem Sinne frei ihren eigenen spirituellen und religiösen Weg zu gehen. Dennoch hat sich auch die UUA unter dem Namen Principles and Purposes (deutsch Prinzipien und Zwecke) ein Prinzipienprogramm gegeben, das zentrale Aspekte des unitarisch-universalistischen Glaubensverständnisses wiedergeben und ausdrücklich auch Mitglieder mit nicht-christlichen Vorstellungen ansprechen soll. Zentrale Punkte sind beispielsweise die angeborene Würde des Menschen, das Eintreten für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit, die gegenseitige Akzeptanz und die Unterstützung für spirituelles Wachstum und das Einstehen für eine freie und verantwortliche Suche nach Wahrheit und Sinn.

Präsidenten der UUA[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Unitarian Universalists – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UUA: Statistik
  2. The Welcoming Congregation Program. Unitarian Universalist Association, abgerufen am 27. Dezember 2013.