Burlington (Vermont)

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Burlington
Spitzname: Queen City
Church Street, Burlington
Church Street, Burlington
Siegel von Burlington
Siegel
Lage in Vermont
Burlington (Vermont)
Burlington
Burlington
Basisdaten
Gründung: 1785 (1865 Incorporated)
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Chittenden County

Koordinaten: 44° 30′ N, 73° 14′ W44.49199-73.23936261Koordinaten: 44° 30′ N, 73° 14′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 42.417 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 1.588,7 Einwohner je km²
Fläche: 40,1 km² (ca. 15 mi²)
davon 26,7 km² (ca. 10 mi²) Land
Höhe: 61 m
Postleitzahlen: 05401-05403, 05405-05408
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-10675

GNIS-ID: 1456663
Webpräsenz: www.ci.Burlington.VT.usVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite
Bürgermeister: Miro Weinberger[1]

Burlington ist mit rund 42.500 Einwohnern[2] die größte Stadt des US-Bundesstaates Vermont und Sitz der Countyverwaltung (County Seat) von Chittenden County. Die Stadt ist die Heimat der University of Vermont.

Geographie[Bearbeiten]

Burlington liegt etwa 65 km nordwestlich von Montpelier, 110 km nördlich von Rutland und 150 km südöstlich von Montréal. Das Stadtzentrum befindet sich auf einem Hügel mit Blick auf den Lake Champlain. Entlang der nördlichen Stadtgrenze fließt der Winooski River. Durch die Lake Champlain Transportation Company besteht außer im Winter in allen Jahreszeiten ein regelmäßiger Fährverkehr zwischen Burlington und dem Staat New York.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde 1763 gegründet, aber Siedler ließen sich hier erst in den 1770er Jahren nieder, als am Winooski River ein militärisches Fort gebaut wurde. Nach dem Unabhängigkeitskrieg (1775–1783) rodeten Kolonisten das Land und machten es urbar für die Landwirtschaft. 1787 wurde die erste Stadtversammlung abgehalten. Die University of Vermont wurde 1791 als Agricultural College of Vermont in Burlington gegründet. Das hierfür benötigte Land war von Ira Allen, dem Bruder des amerikanischen Freiheitskämpfers Ethan Allen, gestiftet worden.

Bis 1812 hatte Burlington den Status einer der führenden Hafenstädte der Nation erlangt. Es war der Hauptort für den Import kanadischen Holzes. Dadurch wuchs die Bevölkerung schnell auf 2.000 Einwohner an. Während des Britisch-Amerikanischen Krieges (1812) beherbergte Burlington einen Armeeposten und ein Militärkrankenhaus. Die Rolle der Stadt im Krieg war dennoch vergleichsweise gering, trotz ihrer geographischen Nähe zur kanadischen Grenze.

1823 wurde der Lake Champlain Canal eröffnet, der eine durchgehende Schiffsverbindung von New York City bis Montreal ermöglichte. Dadurch wuchs die Bedeutung des Burlingtoner Hafens noch mehr, denn hier wurden Holz und landwirtschaftliche Erzeugnisse südwärts nach New York City und Albany (New York), sowie Fabrikwaren in den Nord-Osten des Bundesstaates New York verschifft. Bis 1830 hatte Burlington rapide zu wachsen begonnen und avancierte bald zur größten Stadt des Landes. Durch die ideale Lage am Lake Champlain wurde die Stadt zum Magneten für Industrie und Gewerbe und zum Zentrum des Handels mit Kanada.

Durch die Fertigstellung der Eisenbahnstrecke nach Rutland im Jahre 1849 konnte die Holzfällerindustrie Burlingtons weiter wachsen. Als Winooski 1862 an die Central Vermont Railroad angebunden wurde, sicherte dies auch das Aufblühen der Molkereiindustrie, die nun ihre Ware in anderen Teilen Neuenglands sowie in Québec verkaufen konnte.

1864 wurde der nordwestliche Teil der Stadt zur City of Burlington erklärt und der ländlicher geprägte südliche Teil wurde zum heutigen South Burlington.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1880 1890 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010
Einwohner[3] 11.385 14.590 18.640 20.468 18.640 24.789 27.686 33.155 35.531 38.633 37.712 39.127 39.824 42.417

Wirtschaft[Bearbeiten]

Burlington ist Hauptsitz von Burton Snowboards, einem der weltweit führenden Herstellern von Snowboards und Equipment.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Für Vermonter Verhältnisse ist das Klima in Burlington recht mild. Es gibt vier frostfreie Monate im Sommer und im Winter drei Monate, in denen die Temperatur fast immer unter Null Grad Celsius liegt. Der Schneefall beträgt pro Jahr normalerweise 2 Meter.

Burlington, Vermont
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
46
 
-4
-14
 
 
41
 
-3
-13
 
 
57
 
4
-6
 
 
70
 
12
1
 
 
79
 
20
7
 
 
88
 
24
13
 
 
93
 
27
15
 
 
103
 
26
14
 
 
84
 
21
9
 
 
73
 
14
4
 
 
80
 
7
-1
 
 
62
 
-1
-9
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: National Weather Service, US Dept of Commerce; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Burlington, Vermont
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −3,8 −2,5 4,1 12,0 19,6 24,3 27,3 25,5 20,6 13,9 6,7 −0,9 Ø 12,3
Min. Temperatur (°C) −13,6 −12,8 −5,6 1,2 7,4 12,6 15,4 14,4 9,3 3,7 −1,3 −9,2 Ø 1,9
Niederschlag (mm) 46,2 41,4 56,6 70,1 79,2 88,1 92,7 103,1 83,8 73,2 79,5 61,5 Σ 875,4
Sonnenstunden (h/d) 4,1 5,2 6,2 6,9 8,1 9,0 9,7 8,3 6,7 5,1 3,0 3,0 Ø 6,3
Regentage (d) 8,2 6,7 9,1 9,8 10,9 10,6 9,2 10,6 8,7 8,9 10,9 10,0 Σ 113,6
Luftfeuchtigkeit (%) 70 68 67 65 66 69 69 73 75 73 73 73 Ø 70,1
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
−3,8
−13,6
−2,5
−12,8
4,1
−5,6
12,0
1,2
19,6
7,4
24,3
12,6
27,3
15,4
25,5
14,4
20,6
9,3
13,9
3,7
6,7
−1,3
−0,9
−9,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
46,2
41,4
56,6
70,1
79,2
88,1
92,7
103,1
83,8
73,2
79,5
61,5
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Siehe auch[Bearbeiten]

Luftbild von Burlington

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burlington, Vermont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mayor's Office
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3. Einwohnerzahl 1880–2010 lt. Volkszählungsergebnissen
  4. Im Herbst 2005 wurde in Burlington beschlossen, der Stadt Moss zu helfen, die durch den Hurrikan Katrina verwüstet war; es wurde ein Benefiz-Konzert veranstaltet, um Geld für die Hilfe zu sammeln.