Ursprung Buam

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Ursprung Buam
Ursprung buam.gif
Allgemeine Informationen
Genre(s) Volksmusik
Gründung 1993
Website www.ursprungbuam.com
Gründungsmitglieder
Martin Brugger
Andreas Brugger
Manfred Höllwarth

Ursprung Buam ist eine volkstümliche Musikgruppe aus dem Zillertal, Österreich.

Gruppenmitglieder[Bearbeiten]

Martin Brugger (* 12. November 1976) studierte Rechtswissenschaft an der Universität Innsbruck. Er begann mit 16 Jahren unter der Führung seines Großvaters Geige zu spielen. Sein Bruder Andreas Brugger (* 29. Dezember 1978) studierte ebenfalls an der Universität Innsbruck Rechtswissenschaft und spielt in der Gruppe steirische Harmonika. Manfred Höllwarth (* 5. April 1962) lernte den Beruf des Waffenschmiedes und war mehrere Jahre als volkstümlicher Musikant unterwegs. Auch er lernte unter der Führung des Großvaters der Brüder Brugger die Harfe und den Kontrabass zu spielen.

Werdegang[Bearbeiten]

Auf einer Silvesterfeier, wo Martin Brugger und sein Bruder Andreas Brugger musizierten, beschlossen sie gemeinsam mit ihrem Cousin Manfred Höllwarth, der nebenbei viele Jahre als volkstümlicher Musikant unterwegs war, das Trio Die Ursprung Buam zu gründen. Unter der Führung vom musikalisch geprägten Großvater der Brüder Brugger wurde die Band 1993 auf die Beine gestellt. Ein erster Platz bei der Volkstümlichen Hitparade im ORF verhalf ihr zu großer Popularität in Österreich, auch in anderen Ländern wie der Schweiz, Deutschland oder den Beneluxstaaten wurden die Ursprung Buam immer bekannter. Im Jahr 2001 wurden sie mit dem Amadeus - Austrian Music Award zur besten Volksmusikgruppe Österreichs gekürt. 2007 wurden sie erstmals für den Echo nominiert.

Bis 2007 brachte die volkstümliche Musikgruppe 13 CDs heraus, wovon zehn Alben in Österreich den Preis der Goldenen Schallplatte bekamen. Sie wurde als erfolgreichste Volksmusikband Österreichs bezeichnet. 2008 kam der Episodenspielfilm Die Österreichische Methode in die Kinos.[1] Für diesen Film steuerten die Ursprung Buam den Titel Zwei rehbraune Augen bei.

Kontroverse um Rassismus und Sexismus[Bearbeiten]

Im Jahr 2009 warfen das österreichische Internetportal derStandard.at und die österreichische Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek der Gruppe Rassismus und Sexismus vor. Besonders ein Onlinespiel, bei dem mit einer Steinschleuder eine Kellnerin beschossen und diese über Treffer auf ihre weiblichen Geschlechtsmerkmale entkleidet werden kann, sorgte für Aufregung. Außerdem wurde der Text zum Lied Achmed als Herabwürdigung von Muslimen bezeichnet.[2][3]

„Ja Achmed, du lieber Achmed, du Saudi-Arabier lach' net, von uns und unseren Frauen kannst du nur träumen im Wüstenland (…) lieber Achmed… verlass'n Heimat, Frau und Kind und alles da drunt'n, drei Tage fliegen sie nur im Kreis, da fällt der Motor aus, sie landen sanft im Wüstenland, jetzt sind sie wieder z'haus.“

Ursprung Buam – Achmed

Infolge dieser Vorwürfe wurde ein Auftrittsverbot der Gruppe in der ORF/ZDF/SF-Koproduktion Wenn die Musi spielt gefordert. Da die Ursprung Buam eine Pressemitteilung veröffentlichten, in der sie sich von Rassismus und Frauenfeindlichkeit distanzierten und zudem das umstrittene Onlinespiel von der Homepage nahmen, kamen die Sendeanstalten dieser Forderung nicht nach.[4]

2013 sorgte für Aufsehen, dass dem Ursprung-Buam-Mitglied Martin Brugger versehentlich Hunderte Fische durch von einem Landwirt ausgebrachte Gülle vergiftet wurden.[5]

Diskografie[Bearbeiten]

  1. Nummerierter Listeneintrag

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[6] Anmerkungen
DE AT CH
1998 A Riesenstimmung aus den Zillertal 24
(12 Wo.)
1999 Echt zillertalerisch
1999 Aufgeigt weacht 18
(10 Wo.)
2000 I bin der Teufelsgeigerbua 51
(2 Wo.)
2000 A urige Weihnacht 24
(5 Wo.)
2001 Damenwahl hamma heit 16
(18 Wo.)
2002 Don Camillo und Peppone 5
(16 Wo.)
2003 Romeo & Julia 6
(16 Wo.)
2004 Die schönsten Jodler 41
(7 Wo.)
2004 Das Beste der Ursprung Buam 27
(2 Wo.)
2004 Der Geigenspieler aus dem Zillertal 25
(9 Wo.)
2004 S'Original vom Zillertal 6
(21 Wo.)
2005 Ein Casanova kann nicht aufgeig'n 80
(2 Wo.)
6
(16 Wo.)
2006 Zwei rehbraune Augen 92
(3 Wo.)
5
(11 Wo.)
74
(1 Wo.)
2007 A fesches boarisches Madl 56
(2 Wo.)
5
(14 Wo.)
69
(6 Wo.)
2007 Live im Zillertal 21
(9 Wo.)
2008 Grande Canale 62
(2 Wo.)
5
(15 Wo.)
36
(6 Wo.)
2008 Echte Volksmusik 19
(9 Wo.)
78
(1 Wo.)
2009 Hereinspaziert ins Zillertal 51
(2 Wo.)
18
(18 Wo.)
52
(5 Wo.)
2010 Amors Pfeil 89
(1 Wo.)
12
(13 Wo.)
42
(4 Wo.)
2011 Mück'n fliagn 55
(1 Wo.)
6
(13 Wo.)
74
(1 Wo.)
2012 Adam und Eva 96
(1 Wo.)
6
(11 Wo.)
100
(1 Wo.)
2012 Das Beste - Live 31
(8 Wo.)
2013 Gamsjaga 90
(1 Wo.)
2
(15 Wo.)
94
(1 Wo.)
2014 A Geig'n muass her 5
(… Wo.)
32
(… Wo.)

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 2004: Aufgeigt weacht im Zillertal
  • 2006: Hitmix
  • 2007: Ursprung Buam Sonder Edition
  • 2007: Diamanten der Volksmusik
  • 2007: Star Edition
  • 2008: Unsere schönsten volkstümlichen Schlager
  • 2009: Erfolgshits der Ursprung Buam

DVDs[Bearbeiten]

  • 2005: Die großen Erfolge
  • 2005: Ein Casanova kann nicht aufgeige'n
  • 2007: Ursprung Buam − Live im Zillertal
  • 2012: Das Beste - Live

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Internet Movie Database: Die Österreichische Methode
  2. http://diepresse.com/home/techscience/internet/490738/index.do
  3. Rassismus und Sexismus im Volkstümlichen vereint - Zitronen - dieStandard.at › Meinung
  4. http://www.wunschliste.de/news/5283
  5. "Ursprung Buam": Hunderte Fische von Musik-Star vergiftet, Heute.at Robert Loy: "Ursprung Buam": Hunderte Fische von Musik-Star vergiftet, auf heute.at
  6. Chartquellen: DE AT CH

Weblinks[Bearbeiten]