V Pay

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Logo von V Pay

V Pay (Eigenschreibweise: V PAY) ist eine von Visa Inc. eingeführte Debitkarte. Sie ist eine europäische, auf der EMV-Technologie -also auf Chiptechnologie- basierende Bankkarte mit PIN-Funktion.[1] Die für die Transaktion nötigen Daten sind nur im Chip, nicht aber im Magnetstreifen gespeichert, Magnetstreifenskimming ist damit unmöglich,[2],insgesamt hat es bisher seit Einführung keinen Skimming-Fall gegeben.[3][2] Im Gegensatz zum Konkurrenzsystem von Maestro-Card Maestro ist der Einsatz fast ausschließlich in Europa und dort auch nicht flächendeckend möglich.[3]

Akzeptanz[Bearbeiten]

V Pay kann in der Europäischen Union, Andorra, Gibraltar, Island, Israel, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, Schweiz und der Türkei[4] zur Zahlung bei Händlern oder zum Abheben von Geld an Geldautomaten eingesetzt werden.

Eine Benutzung außerhalb des benannten Raums, etwa in der Ukraine, Russland, den USA oder Asien ist nicht möglich, dort kann die Karte nicht gelesen werden (weder an Geldautomaten noch im Handel).[5]

Generell wird die V-Pay-Karte dort akzeptiert, wo das V-Pay-Zeichen angebracht ist. V-Pay-Karten deutscher Banken enthalten außerdem immer auch die Anwendung Girocard (sogenanntes Co-Branding) und funktionieren daher auch an allen deutschen Akzeptanzstellen mit dem Girocard-Logo (ausländische V-Pay-Karten hingegen nicht zwangsläufig, außer der Händler hat einen entsprechenden Akzeptanzvertrag). Auch ELV-Zahlungen mit Unterschrift sind in Deutschland mit deutschen V-Pay-Karten möglich.

Paywave[Bearbeiten]

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Paywave funktioniert nach meiner Quellenlage nur mit Visakredikarten --Imbericle (Diskussion) 11:28, 3. Okt. 2013 (CEST)

Paywave ist ein Near Field Communication-Bezahlsystem. „Visa payWave enables you to make contactless payments using a standard […] debit card.“

Unterschied zur Maestro-Card[Bearbeiten]

Ein Konkurrenzprodukt ist die Maestro-Card von Mastercard, die weltweit funktioniert. Diese funktioniert sowohl durch PIN-Eingabe mit EMV-Technologie als auch mit PIN oder Unterschrift per Magnetstreifen-Technologie, wenn EMV nicht verfügbar ist.

Geschichte[Bearbeiten]

V Pay wurde ab 2006, neben der schon existenten Debitkarte Visa Electron, zunächst in Frankreich, Deutschland und Italien eingeführt.[6] Seit etwa 2010 erfolgte die Ausgabe vermehrt in Deutschland. In der Schweiz gibt es sie seit Anfang 2014.

V Pay erfüllt die Anforderungen europäischer Kreditinstitute und des einheitlichen europäischen Zahlungsmarktes (SEPA – Single Euro Payments Area). Die Banken werden von V Pay unterstützt, zu einem offenen und transparenteren europäischen Zahlungsmarkt zu migrieren, und profitieren außerdem von ihren Investitionen in die EMV-Technologie.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.vpay.com/de/main.html Abgerufen am 22. September 2012.
  2. a b Angela Barandun: „Banken proben den Aufstand gegen den Plastikgeld-Platzhirsch“, Tages-Anzeiger vom 18. Dezember 2013 (abgerufen 5. August 2014).
  3. a b Tom König: „Warteschleife: Visa, die Freiheit nehm ich dir“, Spiegel-Online vom 12. August 2013 (abgerufen 5. August 2014).
  4. vpay.com Abgerufen am 25. April 2013.
  5. Süddeutsche Zeitung: Zahlungsmittel in der Ukraine: V-Pay-Karten funktionieren nicht. Abgerufen am 22. September 2012.
  6. V PAY: So akzeptieren Sie die Visa-Debitkarte Abgerufen am 2. März 2013.
  7. Alles zur DKB V-Pay-Karte