MasterCard
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| MasterCard International | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | US57636Q1040 [1] |
| Gründung | 1951 [2] |
| Sitz | Harrison (New York) |
| Leitung | Richard N. Haythornthwaite |
| Mitarbeiter | 5.600 (2010) |
| Branche | Finanzdienstleistung |
| Website | www.mastercard.com |
Mastercard International (eigene Schreibweise: MasterCard) ist, mit etwa 5.000 Mitarbeitern, eine der beiden großen weltweiten Kreditkartenorganisationen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Das Unternehmen
Mastercard International vergibt Lizenzen an Banken in aller Welt für die Ausgabe ihrer Karten (Issuing-Lizenzen) und für die Anwerbung von Vertragsunternehmen (Acquiring-Lizenzen). Die Akzeptanz der Mastercard liegt bei etwa 29 Millionen Vertragsunternehmen und etwa 1 Million Bargeldauszahlungsstellen weltweit (Stand August 2009). In Deutschland wird die Karte von etwa 515.000 Vertragsunternehmen akzeptiert.
Das Produktportfolio von Mastercard International umfasst die Kreditkarte MasterCard (in Europa in der Zeit von 1964 bis 2003 als Eurocard ausgegeben), die Debitkarten Maestro (vor allem in Europa), Debit MasterCard/MasterMoney (nur USA) und MasterCard electronic (vor allem in Osteuropa und Asien), sowie die Bargeldbezugskarte Cirrus. Außerdem gibt es eine MasterCard Prepaid, die per Überweisung oder Dauerauftrag mit Geld aufgeladen wird. Hierbei entsteht kein Risiko, seinen persönlichen Kreditrahmen zu überziehen. Eine Variante dieser Karte ist die MasterCard Prepaid Jugendliche, die für einzelne Händlerkategorien wie zum Beispiel Glücksspiel und/oder Erotikangebote gesperrt werden kann. Für Zahlungen im Internet gibt es die, laut dem Unternehmen, sichere Zahlungsform MasterCard SecureCode.
Mastercard ist gemeinsam mit Europay International (Eurocard) und Visa einer der Gründer der EMV-Spezifikation für Kreditkarten mit Chip.
1951 brachte die Franklin Bank in New York City die erste Mastercard heraus. Heute kann man bei 29 Millionen Akzeptanzstellen in mehr als 210 Ländern rund um den Globus mit Mastercard zahlen. 2010 ist MasterCard (Platz 67, 11,7 Mrd US-Dollar) nach Visa (Platz 18, 24,9 Mrd US-Dollar) und American Express (Platz 52, 13,9 Mrd US-Dollar) die dritt-wertvollste Kreditkarten-Marke der Welt.[3]
[Bearbeiten] MasterCard Paypass
MasterCard-Karten mit Paypass-Logo ermöglichen durch ihren RFID-Chip kontaktlose Zahlungen bis zu einem bestimmten Limit ohne den Karteninhaber zu authentifizieren. Das Limit liegt in der Eurozone bei 25€. Es ist möglich Paypass-Transaktionen mit einem höheren Betrag durchzuführen, allerdings muss dann eine Authentifizierung des Karteninhabers durch Unterschrift oder PIN-Eingabe vorgenommen werden. Welche Methode davon zulässig ist, hängt von den Einstellungen der Karte ab. In manchen Ländern (darunter Deutschland) ist eine Authentifizierung per PIN möglich, andere Märkte (z.B. Österreich oder die Schweiz) erlauben dies nicht, hier kann in einem solchen Fall gegebenenfalls die Karte gesteckt und eine herkömmliche kontaktbehaftete Transaktion durchgeführt werden. Auf Basis von Paypass können sowohl Kreditkarten als auch als Debitkarten (z.B. Maestro Paypass) herausgegeben werden. Da die Kommunikation zwischen "Karte" und Terminal kontaktlos erfolgt, muss es sich nicht um eine Karte handeln, die Paypass-Funktionalität kann auch mit RFID-Stickern, RFID-Uhren oder NFC-Telefonen etc. umgesetzt werden.
Der Kunde beziehungsweise Zahler autorisiert die Zahlung, indem er seine Kreditkarte mit kontaktloser Zahlungsfunktion vor ein entsprechendes Terminal des Händlers beziehungsweise Zahlungsempfängers hält. Das Terminal liest die erforderlichen Daten kontaktlos aus und bestätigt seinerseits den Zahlungsvorgang durch ein akustisches und optisches Signal. Bei dieser kontaktlosen Form der bargeldlosen Zahlung wird vom Zahler nicht mehr verlangt, dass er seine Bank- oder Kreditkarte aus der Hand gibt, in ein Terminal einschiebt, seine PIN eingibt, eine Bestätigungstaste drückt oder einen Beleg unterschreibt. Die kontaktlose Zahlung spart also Zeit und ist in der Handhabung einfacher als alle anderen bisherigen Zahlungsverfahren, einschließlich der Barzahlung.
[Bearbeiten] Kritik
Am 6. Dezember 2010 gab ein Sprecher von Mastercard bekannt, dass der Zahlungsverkehr mit WikiLeaks eingestellt wurde. Grund sei die Regel, wonach Kunden gesperrt würden, die „illegale Handlungen direkt oder indirekt unterstützen oder erleichtern“.[4] Dieser Schritt geschah in engen zeitlichem Zusammenhang mit Maßnahmen anderer US-amerikanischer Finanzdienstleister wie PayPal und Visa, die ebenfalls nach jüngsten Enthüllungen Schritte unternahmen, um Spendenmöglichkeiten an WikiLeaks zu deaktivieren.
Einen Tag nach der Deaktivierung der WikiLeaks-Konten durch MasterCard war der Internetauftritt des Unternehmens mehrere Stunden nicht mehr erreichbar - Folge der Operation Payback.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ ISIN auf Finanzen100.de (abgerufen am 9. Dezember 2010)
- ↑ Mastercard Unternehmensbeschreibung. Mastercard, Mai 2010, abgerufen am 11. Januar 2011.
- ↑ Millward Brown Ranking 2010
- ↑ MasterCard pulls plug on WikiLeaks payments. CNET, 4. Dezember 2010, abgerufen am 7. Dezember 2010.
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