Vertrag von Tlatelolco
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| Verträge über Kernwaffenfreie Zonen | |||
|---|---|---|---|
| Vertrag (von) | Region | Unterzeichner / Ratifikation |
Jahr Unterzeichnung / in Kraft |
| Antarktisvertrag | Antarktis | 12 / 45 | 1959 / 1961 |
| Tlatelolco | Lateinamerika / Karibik | 33 / 33 | 1967 / 1969 |
| Rarotonga | Südpazifik | 13 / 13 | 1985 / 1986 |
| Bangkok | Südostasien | 10 / 10 | 1995 / 1997 |
| Pelindaba | Afrika | 50 / 26 | 1996 / - |
| Semei | Zentralasien | 5 / 5 | 2006 / 2009 |
Der Vertrag von Tlatelolco ist ein internationaler Vertrag, der das Testen, das Stationieren, den Besitz, sowie die Herstellung von Kernwaffen in der Karibik und Lateinamerika verbietet. Er wurde am 14. Februar 1967 in Tlatelolco, einem Stadtteil von Mexiko-Stadt, unterzeichnet und trat am 25. April 1969 in Kraft. Er war der erste Vertrag, der einen bewohnten Landstrich zur kernwaffenfreien Zone erklärt, nachdem bereits 1961 im Antarktisvertrag festgehalten wurde, dass die Antarktis kernwaffenfrei bleibt.
Der Vertrag wurde inzwischen von allen 33 Staaten Lateinamerikas und der Karibik ratifiziert. Der letzte Staat war Kuba am 22. Oktober 2002. Zu dem Vertrag gibt es zwei Zusatzvereinbarungen, die auch die USA, Großbritannien und die Niederlande, die Überseeterritorien in der Region besitzen, für eben diese an den Vertrag bindet. Die zweite Zusatzvereinbarung verbietet auch Frankreich, der Volksrepublik China und Russland, diesen Vertrag zu unterlaufen.
Für ihren Einsatz für diesen Vertrag erhielten Alfonso García Robles und Alva Myrdal 1982 den Friedensnobelpreis.

