Vilcabamba (Peru)

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-13.08333-73.01667Koordinaten: 13° 5′ 0″ S, 73° 1′ 0″ W

Edmundo Guillen und Elżbieta Dzikowska in den Ruinen von Vilcabamba, Foto von Tony Halik von 1976

Vilcabamba (Willkapampa, Quechua Wilka ‚heilig‘ und pampa ‚Ebene‘ = „heiliges Gebiet“) war das letzte Rückzugsgebiet der Inka in Peru, nachdem die Spanier ihr Reich erobert hatten. In diesem Gebiet, das vom Río Vilcabamba durchflossen wird, befinden sich die Orte Vilcabamba Viejo (Espíritu Pampa) und Vilcabamba Nuevo (San Francisco).

Heute existiert in diesem Bereich der Distrikt Vilcabamba mit Sitz in Lucma als Verwaltungseinheit der Provinz La Convención, dessen Sitz in Quillabamba liegt, des Departamento Cusco.

Vilcabamba befindet sich zwischen den großen Flüssen Apurimac und Vilcanota/Urubamba in etwa im Dreieck von Choquequirao (ca. 120 km westlich von Cusco), Chaullay/Santa Ana (ca. 20 km nordwestlich von Machu Picchu) und Espíritu Pampa (ca. 110 km westlich von Machu Picchu).

Nachdem sich Manco Cápac II. gegen die Spanier gestellt hatte, floh er nach Vilcabamba und leistete den Eindringlingen von dort aus Widerstand. Nach seiner Ermordung setzten seine beiden Söhne Sayri Túpac und Titu Cusi Yupanqui den Kampf fort. Nach deren Tod beanspruchte Túpac Amaru 1570 die Inkawürde. Am 24. Juli 1572 eroberten die Spanier Vilcabamba Viejo und nahmen Túpac Amaru fest.

In dem Gebiet gibt es zahlreiche Ruinen aus der Inka-Zeit. Vilcabamba ist in Teilen noch unerforscht, was teilweise auf die schwere Erreichbarkeit und auch auf die Aktivitäten des Sendero Luminoso zurückzuführen ist. Entdeckt wurde es erst in den 1960er Jahren durch amerikanische Luftbildaufnahmen. Seither wurden immer wieder Neuentdeckungen vermeldet.[1]

Inkaruinen in dem Gebiet[Bearbeiten]

  • Vitcos: In der Nähe von Huancacalle. Mutmaßlicher Palast von Manco Capac II.
  • Yurak Rumi oder (Ñusta Hisp'ana): Heiligtum, 1 km von Vitcos entfernt. Quechua für „der weiße Stein“, auch als Ñusta España oder Chuquipalta bekannt.
  • Espiritu Pampa: Mutmaßliche Stadt von Túpac Amaru I.
  • Puncuyoc: Sehr gut erhaltenes Inka-Gebäude in sehenswerter Umgebung.
  • Choquequirao: Große Inka-Anlage mit sehr gut erhaltenen Gebäuden
  • Corihuayrachina: Im März 2002 wurde von der Entdeckung von Corihuayrachina durch eine National Geographic Expedition am Berg Cerro Victoria (ca. 5 km nördlich von Choquequirao) unter der Leitung von Peter Frost berichtet.
  • Cota Coca: Wenig später, im Juni 2002, wurde dann durch die Royal Geographical Society nachgelegt und von der Entdeckung von Cota Coca (etwa 2 km nordwestlich von Choquequirao) durch Gary Ziegler und Hugh Tompson berichtet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gregory Deyermenjian: Vilcabamba Revisited. In: South American Explorer. (SAE) 1985, Nr. 12, S. 4- 11 (PDF-Datei).