Vinohrady

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Vinohrady
Vinohrady führt kein Wappen
Vinohrady (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Hlavní město Praha
Gemeinde: Praha
Geographische Lage: 50° 5′ N, 14° 27′ O50.07555555555614.445833333333Koordinaten: 50° 4′ 32″ N, 14° 26′ 45″ O
Einwohner: 54.516 (1. März 2001)
Aufteilung Vinohradys auf die einzelnen Prager Stadtbezirke im Jahr 1960

Vinohrady (früher Královské Vinohrady, deutsch Königliche Weinberge) ist ein Stadtteil in der tschechischen Hauptstadt Prag, östlich der Neustadt gelegen.

Bei der Gebietsreform des Jahres 1960 wurde der Stadtteil insgesamt fünf Stadtbezirken zugeteilt: Der größte Teil wurde Prag 2 zugeschlagen. Der langgestreckte östliche Zipfel wurde der Länge nach zwischen Prag 3 und Prag 10 aufgeteilt. Zwei kleinere Flächen fielen an Prag 1 bzw. Prag 4.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Vinohrady wurde von mittelalterlichen Weinbergen abgeleitet, die sich an den südwestlichen Hängen hinter den Toren der Stadt, über dem Rossmarkt (Koňský trh), im Jahre 1848 umbenannt in Wenzelsplatz, befanden.

1849 war das Dorf selbstständig, 1875 wurde der nördliche Teil abgetrennt und in Žižkov umbenannt. Die österreichische Monarchie wollte die Zentralisierung der Stadt verhindern und erhob 1879 Královské Vinohrady zu einer Königsstadt.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Stadtteil in Richtung heutiges Nationalmuseum verstärkt Häuser für die obere Mittelschicht gebaut. Nach den 1920er Jahren erfolgte die Urbanisierung in Richtung Ohrada und Malešice. Von 1892 bis 1894 stand in Vinohrady das Karussell von Vinohrady, das später in den Letná-Park umzog. 1897 wurde Vinohrady an das Verkehrsnetz der elektrischen Straßenbahnen, 1978 und 1980 an das der Metro angeschlossen.

Die Stadt zählte 1913 84.000 Einwohner, 1922 waren es 90.000. Hinter Prag und Brünn war es somit die drittgrößte Stadt auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik. Im gleichen Jahr wurde sie mit anderen Dörfern und Städten der Umgebung in die Hauptstadt eingemeindet. Heute gehört dieser Stadtteil aufgrund der horrenden Mieten zu den Luxuswohngegenden Prags. Zentrum des Stadtteils sind der Platz des Friedens (Náměstí Míru), die Straße Vinohradská třída sowie der Park Riegrovy sady. 1991 hatte der Stadtteil 65752 Einwohner. Im Jahre 2001 bestand Vinohrady aus 2317 Wohnhäusern, in denen 54516 Menschen lebten. Der Anteil der hier lebenden, nicht zuletzt westlichen Ausländer ist inzwischen relativ hoch.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Bereits 1897 wurde in Vinohrady eine Straßenbahnlinie gebaut, die das Nationalmuseum mit Flora verband.

Heute ist Vinohrady durch die U-Bahn-Linien A und C sowie die Straßenbahnlinien 4, 6, 10, 11, 16, 22 und 23 mit dem Stadtzentrum und den anderen Stadtteilen verbunden.

Der Busverkehr spielt abgesehen von der Linie 135 im öffentlichen Personennahverkehr dieses Stadtteils eine nur untergeordnete Rolle.

Bedeutende Bauten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Öffentliche Gebäude[Bearbeiten]

Vinohradsker Wasserturm
  • Gebäude des Tschechischen Rundfunks (1929-1931)
  • Hauptbahnhof (1901-1909, Kaisers Franz Josefs-Bahnhof, Wilson-Bahnhof)
  • Volkshaus (Národní dům) (1893-1894)
  • Markthalle (Vinohradská tržnice) (1902)
  • Wasserturm (Vinohradská vodárenská věž) (1891)

Friedhöfe und Krematorien[Bearbeiten]

  • Krematorium Prag (1929-1932)
  • Friedhof Weinberge (1885) mit dem Grab von Václav Havel

Kapellen und Kirchen[Bearbeiten]

  • Kapelle der Heiligen Familie (Kaple Sv. Rodiny) (1755)
  • Hus-Kollegium (Husův sbor) (1932-1935)
  • Kirche der Hl. Ludmila (Kostel Sv. Ludmily) (1888-1893)
  • Kirche des heiligsten Herzens des Herrn (Kostel nejsvětějšího srdce Páně) (1928-1932)

Parks und Gärten[Bearbeiten]

Privathäuser, Villen[Bearbeiten]

Villa Šaloun
  • Doppelhaus der Brüder Čapek (Dvojdům bratří Čapků) (1928-1929)
  • Villa Gröbe (Gröbova vila) (1871-1888)
  • Kotěrova vila (1908-1909)
  • Laichterův dům (1908-1909)
  • Schnirchův dům (1875)
  • Šalounova vila (1908-1909): Wohnhaus und Atelier des Bildhauers Ladislav Šaloun, der das Hus-Denkmal auf dem Altstädter Ring schuf.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vinohrady – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien