Petr Bezruč

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Petr Bezruč, 1900

Petr Bezruč, mit dem bürgerlichen Namen Vladimír Vašek (* 15. September 1867 in Troppau; † 12. Februar 1958 in Olmütz), Sohn von Antonín Vašek, war tschechischer Schriftsteller und Dichter.

Leben[Bearbeiten]

Er studierte in Prag klassische Philosophie, später war er Beamter der Bahnhofspost in Brünn (Brno). Seine Gedichte publizierte er meist in der Beilage der Zeitschrift Čas (Zeit) und einigen Gedichtsammlungen - Schlesische Lieder (Slezské písně). Er liebte die Umgebung von Ostrava und Český Těšín und verbrachte viel Zeit in der Gebirgslandschaft der Mährisch-Schlesischen Beskiden. Er erhielt u. a. die Auszeichnung Nationaler Künstler der Tschechoslowakei (1945).

Werke[Bearbeiten]

Einen großen Einfluss übte auf ihn der Aufenthalt in Frýdek-Místek aus. Hier lernte er die sozialen und nationalen Verhältnisse der Region Beskiden kennen. Auf seine Gedichte wirkte sich auch seine Lungen- und Nervenkrankheit aus.

Einige, jedoch problematische, Theorien besagen, dass es sich in der Tat um ein Werk einer anderen Person (oder mehrerer Personen) handelt und Bezruč fremde Gedanken benutzte.

Bezruč schilderte in seinen Werken die Not und das Elend der mährischen Arbeiter, in seinen Texten sind jedoch auch viele antisemitische Passagen anzutreffen.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • 70 000
  • Básně, 1964
  • I nejvíce znavená řeka jednou do moře dospěje přece...: Výbor z dopisů Petra Bezruče Stanislavu Augustovi
  • Jen jedenkrát: Zásilky času 1899-1914, 1980
  • Labutinka, 1963
  • Písně 1899-1900, 1953
  • Povídky ze života, 1957
  • Přátelům i nepřátelům: Paralipomena, 1958
  • Slezské písně (Schlesischen Lieder), 1899-1928
  • Studie z Café Lustig, 1889
  • Stužkonoska modrá, 1930
  • Verše milostné, 1967
  • Verše starého ještěra, 1957
  • Wahrheit klirrender Ketten
  • Zpěvy o zemi slunečné, 1947

In deutscher Übertragung[Bearbeiten]

  • Schlesische Lieder. Aus dem Tschechischen übs. von Rudolf Fuchs. Mit einem Vorwort von Franz Werfel. München: Kurt Wolff Verlag, 1916; zweite, erweiterte Auflage 1937 (Verlag Julius Kittels Nachfolger Leipzig - Mährisch Ostrau), mit einem langen Vorwort von Rudolf Fuchs, online
  • Wahrheit klirrender Ketten
  • Lieder eines schlesischen Bergmanns. Aus dem Tschechischen übs. von Rudolf Fuchs. München: Kurt Wolff Verlag, 1926. 65 S.
  • Lieder eines Rebellen: Auslese aus den "Schlesischen Liedern. Autorisierte Nachdichtung und Vorw. von Georg Mannheimer. Brünn: Pokorný, 1931.
  • Das blaue Ordensband. Nachgedichtet aus dem Čech. von Georg Mannheimer. Brünn: Pokorný, 1932.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Oskar Donath: "Jüdisches in der neuen tschechischen Literatur." In: Samuel Steinherz (Hg.): Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik, 1931 (Jahrgang III). Textor Verlag, Frankf. 2008, S. 37.

Weblinks[Bearbeiten]