Vladimir Bartol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vladimir Bartol (* 24. Februar 1903 bei Triest; † 12. September 1967 in Ljubljana) war ein slowenischer Autor und berühmt für seinen Roman Alamut, der 1938 erschien, aber erst 1992 ins Deutsche übersetzt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Bartol wurde am 24. Februar 1903 in dem Dorf San Giovanni bei Triest als drittes von sieben Kindern geboren. Seine Eltern Gregor Bartol, Postbeamter, und Marica Bartol-Nadlisek, Lehrerin und Autorin, kümmerten sich sehr um seine Erziehung. In seiner Autobiografie beschreibt er sich selbst als ein überempfindliches und etwas merkwürdiges Kind mit großer Fantasie. In seinem Leben interessierte er sich für die verschiedensten Gebiete, so unter anderem: Biologie, Philosophie, Psychologie, Kunst, Theater und Literatur. Als Naturwissenschaftler sammelte und erforschte er Schmetterlinge. Vladimir Bartol begann seine Schulzeit in Triest und beendete sie in Ljubljana, wo er sich an der dortigen Universität für ein Biologie- und Philosophiestudium einschrieb. Besondere Aufmerksamkeit richtete er dabei auf die Arbeiten von Sigmund Freud. Er machte 1925 seinen Abschluss und studierte von 1933 bis 1934 an der Sorbonne weiter. Im Jahr 1928 diente er bei der Armee in Peterwardein. Von 1933 bis 1934 lebte er in Belgrad. Danach zog er wieder nach Ljubljana und arbeitete dort bis 1941 als freier Autor. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er in seine Geburtsstadt zurück, wo er ein Jahrzehnt von 1946 bis 1956 verbrachte. Später wurde er als ständiges Mitglied in die Slowenische Akademie der Wissenschaften und Künste (SAZU) gewählt, für die er nach der Rückkehr nach Ljubljana bis zu seinem Tod arbeitete.

Werke[Bearbeiten]

  • Lopez (1932, Drama)
  • Al Araf (1935, Sammlung von Kurzgeschichten)
  • Alamut (1938, Roman), deutsche Übersetzung: Alamut. Ein Roman aus dem alten Orient, Lübbe, ISBN 3-404-11990-8
  • Tržaške humoreske (1957, Sammlung von Kurzgeschichten)
  • Don Lorenzo (1985)
  • Mladost pri Svetem Ivanu (2001, Autobiografie)

Weblinks[Bearbeiten]