Vulkan-Nationalpark

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Vulkan-Nationalpark
Gorillamutter mit Baby im Vulkan-Nationalpark
Gorillamutter mit Baby im Vulkan-Nationalpark
Vulkan-Nationalpark (Ruanda)
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-1.483333333333329.533333333333Koordinaten: 1° 29′ 0″ S, 29° 32′ 0″ O
Lage: Nordprovinz, Ruanda
Fläche: 130 km²
Gründung: 1969 (in Form des Albert-Nationalpark bereits seit 1925)
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Der Vulkan-Nationalpark (frz. Parc national des volcans) ist ein etwa 13.000 Hektar großer Nationalpark im Nordwesten Ruandas. Ebenso wie der Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo entstand der Nationalpark 1969 aus der Teilung des bereits seit 1925 bestehenden Albert-Nationalparks. Bekannt ist er vor allem für die hier vorkommenden Berggorillas.

Geographie[Bearbeiten]

Der Park liegt im Nordwesten Ruandas an der Grenze zur DR Kongo und Uganda, etwa 15 Kilometer nordwestlich der Stadt Ruhengeri. Im Park liegen fünf der acht Virunga-Vulkane: Visoke (andere Schreibweisen: Bisoke oder Bisoko), Gahinga, Karisimbi, Muhabura und Sabinyo.

Geschichte[Bearbeiten]

Albert-Nationalpark[Bearbeiten]

Der Vorgänger des Vulkan-Nationalparks wurde bereits 1925 eingerichtet und war damit der erste Nationalpark Afrikas. Zunächst wurde nur ein kleines Gebiet um Karisimbi, Visoke und Mikeno zum Nationalpark erklärt, um die hier lebenden Gorillas vor Wilderei zu schützen. 1929 wurde der Park durch die Kolonialmacht Belgien um weitere Gebiete in Ruanda-Urundi und Belgisch-Kongo erweitert. Der Park wuchs damit auf eine Fläche von 8090 km².[1]

Teilung[Bearbeiten]

Nach der Unabhängigkeit des Kongos wurde der Albert-Nationalpark 1969 geteilt. Es entstanden der Vulkan-Nationalpark in Ruanda und der Virunga-Nationalpark in der DR Kongo. Bekannt wurde der Park durch die Forschungen Dian Fosseys. Sie errichtete 1967 die Karisoke-Forschungsstation zwischen Karisimbi und Visoke. Von hier aus erforschte sie in einer Langzeitstudie das Leben der Berggorillas im Nationalpark und engagierte sich für den Schutz der Tiere. Der Park wurde 1983 zum Biosphären-Reservat erklärt. Dian Fossey wurde 1985 von Unbekannten ermordet und auf dem Gorillafriedhof nahe ihrer Forschungsstation beigesetzt.

Im Vorfeld des Völkermordes in Ruanda fanden auch im Nationalpark immer wieder Kämpfe statt, in deren Verlauf 1992 auch das Verwaltungszentrum des Nationalparks angegriffen wurde. Als Folge wurde das Zentrum aufgegeben, und alle Aktivitäten im Park wurden bis 1999 eingestellt. Nach dem Ende des Völkermordes kam es bis heute immer wieder zu vereinzelten Versuchen verschiedener Rebellengruppen, sich in dem Park einzurichten.

Tourismus[Bearbeiten]

Finanzinvestoren aus Dubai planen die touristische Erschließung der Parks durch ein Investitionsprogramm. Für knapp 160 Millionen Euro sollen acht Luxus-Tourismus-Komplexe in Ruanda errichtet werden.[2] Als Touristenmagnet gilt in erste Linie die Berggorilla-Population im Vulkan-Nationalpark und den angrenzenden Nationalparks.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Philip Briggs & Janice Booth (2001) Rwanda: The Bradt Travel Guide p171. Bradt Travel Guides Ltd. and The Globe Pequot Press Inc. ISBN 1-84162-034-3
  2. Staatsfonds: Dubai investiert in Ruanda - Villen im Land der Gorillas. Süddeutsche Zeitung, 14. Dezember 2007, abgerufen am 3. Oktober 2010.

Weblinks[Bearbeiten]