Wahan Howhannisjan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wahan Howhanisjan

Wahan Howhannisjan (armenisch Վահան Հովհաննիսյան; * 16. August 1956 in Jerewan) ist ein armenischer Politiker der Armenischen Revolutionären Föderation. Er war Vizepräsident der armenischen Nationalversammlung von 2003 bis 2008 und Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen im Februar 2008.

Wahan Howhannisjan schloss sein Studium der Geschichte und Archäologie an der Staatlichen Pädagogischen Universität Moskau 1978 ab. Von 1978 bis 1980 diente er in der Roten Armee.

Er war Mitglied des Zentralkomitees der ARF von 1990 bis 1992 und des Büros der ARF von 1992 bis 1995. Von 1995 bis 1998 wurde er inhaftiert. Danach wurde er von 1998 bis 1999 zum Ratgeber des Präsidenten Robert Kotscharjan. Seit 1999 ist er Abgeordneter zur Nationalversammlung und wurde 2003 und 2007 wieder gewählt.

Wahan Howhannisjan hat während der 23. Assemblée parlementaire de la Francophonie in Jerewan Anfang Mai 2010[1] die bulgarische Abgeordnete Kalina Krumowa von der nationalistischen Partei Ataka getroffen und dabei die außenpolitische Tätigkeit dieser Partei lobgepriesen[2]. Die Position der Partei bezüglich des Schutzes der armenischen Gemeinde und der Initiative zur Anerkennung des Völkermordes, so Howhannesjan, sei ehrwürdig und eine riesige Geste gegenüber Armenien.[2] Ataka setzt sich entschieden für die Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern und ein und bekämpft die mögliche Mitgliedschaft der Türkei in der EU.

2008 hat er das Amt des Vizepräsidenten der Nationalversammlung aus Protest gegen die armenisch-türkischen Verhandlungen niedergelegt. Die Lage wäre eine ganz andere, wenn bei diesen Leuten irgendwelches Bedauern erkennbar wäre. Die Türkei gibt kein Anzeichen davon. Wie könnten wir so ein Gehabe unterstützen?, so Howhannisjan.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Teilnehmer an der Assemblée parlementaire
  2. a b c в-к Атака, 11 май 2010, година V, брой 1319, стр. 14, Армения благодари на България за кампанията за признаването на геноцида