Jerewan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jerewan
Երևան
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Staat: Armenien Armenien
Gegründet: ca. 782 v. Chr.
Koordinaten: 40° 11′ N, 44° 31′ O40.18333333333344.516666666667989Koordinaten: 40° 11′ N, 44° 31′ O
Höhe: 989 m
Fläche: 227 km²
 
Einwohner: 1.201.322 (2009)
-Metropolregion: 1.393.319 (2009)
Bevölkerungsdichte: 5.292 Einwohner je km²
Zeitzone: UTC+4
Telefonvorwahl: (+374) 10
Postleitzahl: 0001-0099
 
Gemeindeart: Großstadt
Bürgermeister: Taron Margarjan (HHK)
Webpräsenz:
Jerewan (Armenien)
Jerewan
Jerewan

Jerewan, auch Eriwan (IPA: jɛɾɛˈvɑn, armenisch Երևան (amtlich, ostarmenisch) oder Երեւան (traditionelle Orthografie, von der vorwiegend westarmenischen Diaspora bevorzugt), russisch Ереван), ist die Hauptstadt und mit 1.201.322 Einwohnern (Stand 2009) die größte Stadt Armeniens. Jerewan, eine der ältesten Städte der Welt,[1] ist auch das wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Zentrum des Landes und wegen der Größe der Stadt eine eigene Provinz.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte und Antike[Bearbeiten]

Überreste der Festung Erebuni

Das Gebiet Jerewans ist seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. besiedelt. Befestigte Siedlungen aus der Bronzezeit kann man in Schengawit, Zizernakaberd, Karmir Blur, Arin Berd, Karmir Berd und Berdadsor finden. Die urartäische Siedlung Erebuni ist seit 782 v. Chr. nachweisbar.[2] Sie wurde von dem König Argišti I. gegründet,[3] um das neueroberte Gebiet im Araxes-Tal (Provinz 'Aza) zu sichern. Die Urartäer bauten auch Bewässerungsanlagen und Speicherbecken. Rusa II. erbaute Teišebai URU südwestlich des heutigen Jerewan auf dem Hügel Karmir Blur, Erebuni, die alte Hauptstadt wurde verlassen. 585 v. Chr. wurde Teišebai URU zerstört, vielleicht durch Skythen und Meder.

Zwischen dem 6. und 4. Jahrhundert v. Chr. war Jerewan eines der Zentren der Satrapie Armenien im Achämenidenreich. Die erste Kirche in Jerewan war die St. Peter und Paul Kirche, die im 5. Jahrhundert gegründet und 1931 beschädigt wurde.

Muslimische Herrschaft[Bearbeiten]

Eine Illustration Jerewans von Jean Chardin aus dem Jahr 1673.

Jerewan wurde im Jahr 658 durch die Araber erobert. Seitdem war es strategisch wichtig als Schnittpunkt der Karawanenrouten zwischen Indien und Europa. Zwischen dem 9. und 11. Jh. war Jerewan ein Teil des Reiches der Bagratiden, bevor es von den Seldschuken überrannt worden ist. Im Jahre 1387 eroberten die Truppen des Timur Lenk Jerewan. Wegen seiner strategischen Wichtigkeit wurde Jerewan zu einem Zankapfel zwischen Persien und den Osmanen.

Auf dem Höhepunkt dieser Kämpfe wechselte Jerewan in den Jahren 1513 und 1737 14-mal zwischen den beiden Reichen hin und her. 1604 wurden zehntausende Armenier und somit auch Einwohner Jerewans auf Befehl des persischen Schahs Abbas I. nach Persien deportiert. Als Konsequenz machten die Armenier später im Khanat Jerewan nur noch 20 % aus, während 80 % Muslime (Perser, Türken, Kurden) waren. Die Muslime waren entweder sesshaft oder nomadisch. Die Armenier lebten in Jerewan oder den Dörfern. Sie dominierten in der Region verschiedene Berufe und den Handel, so dass sie ökonomisch gesehen für die Perser wichtig waren.[4] Die Osmanen, Safawiden und Ilchane hatten Münzprägestätte in Jerewan. In den 1670ern besuchte der französische Reisende Jean Chardin die Stadt.

Das Wappen des russischen Gouvernements Jerewan.

Am 7. Juni 1679 zerstörte ein verheerendes Erdbeben die Stadt. Während der Safawiden waren Jerewan und die umliegenden Gebiete Teil des Chukhursaad Beglerbegs. Seit 1747 war es Teil des Khanats Jerewan, das ein muslimisches Fürstentum unter persischer Oberherrschaft war. Dies blieb so, bis General Graf Iwan Fjodorowitsch Paskewitsch am 13. Oktober 1827 die Stadt für das Kaiserreich Russland einnahm. Mit dem Frieden von Turkmantschai ging es in russischen Besitz über.

Russische Herrschaft[Bearbeiten]

Die russische Regierung unterstützte armenische Siedler aus der Türkei und Persien, sodass die Bevölkerung Anfang des 20. Jh. auf 29.000 anstieg, wobei 49 % Aserbaidschaner/Tataren, 48 % Armenier und 2 % Russen waren.[5][6] Jerewan war Sitz der neu gegründeten Oblast Armenien und ab 1850 des Gouvernements Jerewan.

Die ökonomische und politische Bedeutung der Stadt wuchs. Alte Häuser wurden durch neue Gebäude im europäischen Stil ersetzt. 1829 siedelte man armenische Rückkehrer aus Persien in einem neuen Stadtviertel an. Als der Zar Nikolaus I. 1837 Jerewan besuchte, wurde die Stadt zu einem Ujesd erhoben.

1854 wurden die beiden Frauenhochschulen St. Hripsime and St. Gayane eröffnet und 1874 eröffnete Zacharia Gevorkian die erste Druckerei. Das erste Theater der Stadt wurde 1879 eröffnet. Anfang des 20. Jh. verband eine Bahnlinie Jerewan mit Alexandropol, Tiflis und Dschulfa. Gleichzeitig war die erste öffentliche Bücherei in Jerewan eröffnet. 1913 ging ein Telefonnetz mit 80 Teilnehmern in Betrieb. Ein Großneffe Napoléons I. namens Louis Joseph Jérôme Napoléon war im frühen 20. Jh. Gouverneur der Provinz Jerewan.[7]

Kurze Unabhängigkeit[Bearbeiten]

Blick vom Berg Nork auf Jerewan mit Kathedrale
Mit dem Berg Ararat

1917 endete das Zarenreich in der Februarrevolution. Nach der Oktoberrevolution im gleichen Jahr erklärten sich 'Die Völker des Kaukasus' für unabhängig und gründeten Anfang 1918 die Transkaukasische Demokratisch-Föderative Republik. Doch nach nur einem Monat zerbrach die Föderative Republik und Jerewan wurde Hauptstadt der Demokratischen Republik Armenien. Während des Russischen Bürgerkriegs besetzte am 29. November 1920 die 11. Rote Armee Jerewan. Nachdem die Nationalisten die Stadt im Februar 1921 zurückeroberten, ging sie am 2. April 1921 wieder verloren.

Sowjetunion[Bearbeiten]

Jerewan wurde zur Hauptstadt der Armenischen SSR und machte eine große Entwicklung durch. Unter dem Architekten Alexander Tamanian wurde das Stadtbild radikal geändert. Viele historische Gebäude, wie Kirchen, Moscheen, die persische Festung, Bäder, Bazare und Karawansereien wurden abgerissen. Viele Stadtdistrikte wurden nach den alten armenischen Heimatorten des osmanischen Reiches benannt. So wurden die Distrikte Arabkir, Malatya-Sebastia und Nork Marash nach den heute türkischen Städten Arapgir, Malatya, Sivas und Marasch benannt. In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 115 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[8] Die Kriegsgefangenen wurden beim Bau von Gebäuden und Brücken eingesetzt.

Katholikos Karekin II. Nersissian und Erzbischof Rowan Williams am Denkmal des Völkermordes in Jerewan.

Zum 50. Jahrestag des Armenischen Völkermordes fanden 1965 in Jerewan antisowjetische Proteste statt, die darauf zielten, die Sowjetunion zur Anerkennung des Völkermordes zu bewegen.[9] 1968 wurde der 2750. Jahrestag der Stadt begangen.

Jerewan spielte eine Schlüsselrolle in der armenisch-national-demokratischen Bewegung, die in der Regierungszeit Michail Gorbatschows entstand. Die Reformen im Zuge der Glasnost und Perestroika ermöglichten es, über Fragen und Themen wie den Status Bergkarabachs, Umwelt, Russifizierung, Korruption, Demokratie und eine eventuelle Unabhängigkeit zu diskutieren.

Seit 1991 ist Jerewan die Hauptstadt des unabhängigen Armenien.

Geografie[Bearbeiten]

Jerewan liegt 950 bis 1300 Meter über dem Meeresspiegel an den Ufern des Hrasdan, einem Zufluss des Arax, in einem malerischen hufeisenförmigen Talkessel, der von drei Seiten von Bergen umgeben ist.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima Jerewans ist ausgeprägt kontinental mit einem trockenen, heißen Sommer und einem verhältnismäßig kalten kurzen Winter. Das Temperaturmittel beträgt 11,6 °C und die Niederschlagsmenge ist gering und beträgt jährlich etwa 277 Millimeter.

Jerewan
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
22
 
1
-8
 
 
25
 
4
-6
 
 
30
 
11
0
 
 
37
 
19
6
 
 
44
 
24
10
 
 
21
 
29
14
 
 
9
 
33
17
 
 
8
 
32
17
 
 
8
 
28
12
 
 
27
 
21
7
 
 
23
 
12
1
 
 
23
 
4
-4
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: [10]; [11]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Jerewan
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1 4 11 19 24 29 33 32 28 21 12 4 Ø 18,2
Min. Temperatur (°C) -8 -6 0 6 10 14 17 17 12 7 1 -4 Ø 5,6
Niederschlag (mm) 22 25 30 37 44 21 9 8 8 27 23 23 Σ 277
Sonnenstunden (h/d) 2,9 4,2 5,5 7,1 9,1 11,1 11,6 11,4 10,0 7,9 4,8 2,9 Ø 7,4
Regentage (d) 9 9 8 11 13 8 5 3 4 7 7 8 Σ 92
Luftfeuchtigkeit (%) 79 76 63 57 56 50 46 47 50 63 74 79 Ø 61,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1
-8
4
-6
11
0
19
6
24
10
29
14
33
17
32
17
28
12
21
7
12
1
4
-4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
22
25
30
37
44
21
9
8
8
27
23
23
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [10]; [11]

Gliederung[Bearbeiten]

Jerewan besteht aus zwölf Distrikten oder auch Nachbarschaftsgemeinschaften (armenisch թաղային համայնքները), die wiederum in Nachbarschaften (armenisch թաղամաս) eingeteilt sind. Viele der Distrikte tragen die Namen heutiger türkischer Städte wie Malatia, Arabkir oder Sebastia. Dies ist damit zu erklären, dass viele armenische Flüchtlinge und Zuwanderer aus jenen Städten nach Jerewan zogen. Diese Flüchtlingen gaben den Distrikten die Namen ihrer alten Heimat. Im Einzelnen sind die Distrikte:

Die zwölf Distrikte Jerewans
Im Zentrum der Stadt
Distrikt Nachbarschaft
Ajapnyak
Աջափնյակ
Ajapnyak, Norashen, Nazarbekian, Silikian, Lukashin, Haghtanak, Vahakni
Arabkir
Արաբկիր
Nor Arabkir, Aygedzor
Awan
Ավան
Awan, Awan Aresh 1 und 2
Davtaschen
Դավթաշեն
Davtaschen, Narek
Erebuni
Էրեբունի
Erebuni, Nor Aresh, Sari Tagh, Vardashen, Mushavan, Verin Jrashen
Kanaker-Zeytun
Քանաքեր-Զեյթուն
Kanaker, Nor Zeytun
Kentron
Կենտրոն
Pokr Kentron, Noragyugh, Nor Kilikia, Aygestan, Tigran mez Kond
Malatia-Sebastia
Մալաթիա-Սեբաստիա
Nor Malatia, Nor Sebastia, Zoravar Andranik, Shahumian, Araratian
Nork-Marasch
Նորք-Մարաշ
Nork, Nor Marasch
Nor Nork
Նոր Նորք
Nor Nork
Nubaraschen
Նուբարաշեն
Nubaraschen
Schengavit
Շենգավիթ
Nerkin Schengavit, Verin Schengavit, Koghb, Nerkin Charbakh, Verin Charbakh, Noragavit

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Neu angelegtes Stadtviertel in Jerewan

Jerewan, Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein Provinznest des zaristischen Russlands, ist die Hauptstadt Armeniens geworden, wo neben einer Entwicklung der Industrie ein Aufschwung des Bildungswesens, der Forschung und der Nationalkultur zu verzeichnen war. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich die Einwohnerzahl beinahe verdreizehnfacht.

In der Stadt entstanden Betriebe der elektrotechnischen, chemischen, Metall-, Textil-, Maschinenbau-, Leicht- und Nahrungsmittelindustrie (unter anderem die Yerevan Brandy Company). Jerewan ist zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Landes mit Straßen, Eisenbahn, der Metro Jerewan und dem Flughafen Jerewan geworden. Ergänzt wird die Metro durch den Oberleitungsbus Jerewan. Jerewan ist Mittelpunkt des armenischen Finanzsektors, alle kommerziellen Banken, die Zentralbank der Republik Armenien und die Armenische Börse haben hier ihren Sitz.

1952 wurde die Yerevan Brewery gegründet, die seitdem das Kilikia Beer produziert.[12]

Bildung[Bearbeiten]

Jerewan ist als Universitätsstadt Sitz zahlreicher Universitäten und Hochschulen. Dazu gehören die Staatliche Universität Jerewan, die Staatliche Ingenieuruniversität Armeniens, die Russisch-Armenische Universität, die Staatliche Medizinische Universität Jerewan, das Staatliche Konservatorium Jerewan, die American University of Armenia, die Staatliche Pädagogische Universität Jerewan, die Französische Universität in Armenien sowie mehrere weitere Hochschulen und Forschungsinstitute.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Nationaloper

Von den mittelalterlichen Bauwerken sind von besonderem Interesse die im 13. Jahrhundert entstandene Kreuzkuppelkirche Katogike aus Tuff und die zwischen 1691 und 1705 erbaute Sorawar-Kirche mit acht Apsiden. Auf dem Hügel Arin-Berd befinden sich Reste der Urartu-Festung Erebuni, die König Argischti I. 782 v. Chr. erbauen ließ.

Im Historischen Museum, im Museum für Volkskunst und in der Gemäldegalerie, die über 14.000 Werke zählt, sowie in den vielen anderen Museen der Stadt gewinnt man einen Einblick in die Geschichte, Literatur und Kunst des armenischen Volkes.

Platz der Republik (Hraparak)

In Jerewan befindet sich auch die berühmte Aufbewahrungsstätte alter Handschriften und Miniaturen Armeniens und anderer Länder: Matenadaran, wo etwa 13.000 einmalige armenische Handschriften auf Pergament und Papier, über 100.000 alte Archivalien sowie umfangreiche Sammlungen von Wiegendrucken aus verschiedenen Wissensbereichen aufbewahrt werden.

In der armenischen Hauptstadt befindet sich außerdem der Ort Zizernakaberd; dort sind dunkelgraue Basaltquader schützend um eine ewige Flamme errichtet in Gedenken an die rund 1,5 Millionen Armenier, welche in den Jahren 1915 und 1916 auf Befehl der jungtürkischen Regierung des Osmanischen Reiches umgebracht wurden (siehe Völkermord an den Armeniern).

Seit 2004 findet jährlich das Filmfestival „Goldene Aprikose“ statt. Die meisten Filme werden im Lichtspielhaus „Moskau“ gezeigt, das in den 1930ern gebaut wurde. Höchstes Bauwerk ist der Fernsehturm, auch die Nationalallegorie Mutter Armenien sticht hervor.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jerewan – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Encyclopædia Britannica: Views of Asia, Australia, and New Zealand. Encyclopaedia Britannica, Inc, 2012. S. 43
  2. Brady Kiesling: Rediscovering Armenia GuidebookYerevan
  3. Г.А. Меликишвили, Урартские клинообразные надписи. Москва: Издательство АН СССР, 1960, Nr. 138
  4. Erich Kettenhofen, George A. Bournoutian und Robert H. Hewsen: EREVAN. In: Ehsan Yarshater (Hrsg.): Encyclopædia Iranica (englisch, inkl. Literaturangaben)
  5. Wikisource: Eriwan – Artikel im Enzyklopädischen Wörterbuch von Brockhaus und Efron, Sankt Petersburg 1890–1907 (russisch)
  6. [Encyclopædia Universalis France S.A., « Erevan », 1995.]
  7. La Famille impériale
  8. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
  9. Ronald Grigor Suny: The Revenge of the Past: Nationalism, Revolution, and the Collapse of the Soviet Union, Stanford University Press 1993, ISBN 0-8047-2247-1
  10. World Meteorological Organisation
  11. wetterkontor.de
  12. http://www.virtualmarket.gruenewoche.de/index.php5?id=88702&fid=2588b23b76c9f292bcd6465afad2d36a&offset=0&highlight=&bc_id=2ef3893be577db047d7fde46b9a73b8a&compact=0&Action=showCompany